Samstag, 24. April 2010

Konsumtrip

Mit der festen Absicht mir ein neues Tourenpaddel zu kaufen bin ich heute mit Klemens, Rolf und Anton zum Wertheimer GOC-Treffen gefahren. Ich hatte schon vorher Zweifel, dass es mir gelingen würde ein für mich passendes Tourenpaddel zu finden und bin nun tatsächlich ohne Paddel zurück gekehrt. Es gab dort zwar zahlreiche Paddel aber die meisten sind kunstvoll filigrane Biberschwanzpaddel, die meinen - sagen wir mal - robusten Paddelstil (bei dem das Paddel auch mal als Stakstange auf steinigen Flussgründen herhalten muss) nicht überstehen. Die, die eine ernst zu nehmende Stoßkante haben (und nicht nur ein schmale Schutzumrandung) haben allsamt einen lachhaft kleinen Palmgriff, der in meine offenbar abnormal klobigen Pranken unsanft einschneidet. Ich werde wohl das bewährte aber gänzlich runinierte Bending Branches Loon durch ein neues aus dem Versandhandel ersetzen und das zerschlissene parallel doch noch irgendwie aufarbeiten.

Dennoch war das GOC-Treffen abermals eine vergnügliche Veranstaltung, das Wetter war uns hold (das war nicht immer so), alle relevanten Marketender der Canadierszene hielten ihre leckern Waren feil, diverse Boote konnten getestet werden, ich habe zahlreiche alte Bekannte wieder getroffen, wir haben unterschiedlichste Bastel-Anregungen und allerlei Outdoor-Spielzeug erworben, Anton bekam ein solides scharfes Messer (mit dem er sich auch gleich geschnitten hat), es gab - wie immer - gutes Essen und wir bedauerten - ebenfalls wie immer - nicht schon am Vortag angereist zu sein und übernachtet zu haben.
Wolfgang Hölbling ermöglichte Rolf und mir die Defloration des ersten nach Europa importierten Swift Keewaydin (von David Yost) und wir hatten wahrhaftig viel Spaß mit dem schlanken leichten Boot auf dem glatten Main. Anschließend haben wir noch den Osprey ausprobiert und waren ebenfalls recht angetan von dem flotten Boot (mit ausgeprägtem Rundboden, wenig Anfangs- und auch nicht besonders viel Endstabilität). Ein Boot mit dem Paddelanfänger vermutlich nicht viel anfangen können.
Erst spät am Nachmittag konnten wir uns losreißen und sind mit all unseren Schätzen wieder nach Tübingen gefahren.

Nachtrag: Hier noch ein Bild, das Wolfgang Hölbling von unserer Jungfernfahrt im Keewaydin gemacht hat
sowie - noch ein Nachtrag - noch ein "schnelles" von Klemens

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