Freitag, 8. Juni 2012

Bregi 3 - Väter und Töchter

Nach dem Frühstück fuhren wir an diesem Mittwochmorgen bei Nieselregen die 24 Kilometer nach Langeneck wo wir die Boote abluden.


Dann fuhren wir am anderen Ufer des Flusses hinunter nach Kennelbach um dort mein Auto abzustellen. Artig fragte ich am Werkstor der Firma Head, ob das OK so sei. Es war Okay (am Vortag hatte uns noch beim Aufladen ein älterer Herr unfreundlich angeraunzt).


Erst gegen 12:00 Uhr kamen wir schließlich aufs Wasser. Der Abschnitt zwischen Langenegg und dem Kraftwerk hat - wenn der Pegel stimmt fast Soča-Qualitäten. Es gibt auf dieser Strecke jede Menge ideale Übungsstellen für Anfänger und wir nutzten sie exzessiv aus. Es gab auch die eine oder andere Schwallpassage mit recht hohen Wellen. Dabei war der Pegel fast ein wenig knapp.


Das wurde Roland an einer Stelle fast zum Verhängnis als er seitlich in einen Schlitz glitt und fest steckte. Der Wasserdruck schob ihn immer tiefer hinein und er umklammerte etwas unglücklich den Felsen. Mit einem - nein zwei - kräftigen Rucks am Bootsheck konnte er - nachdem ich den Fotoapparat wieder eingesteckt hatte und mir des Ernsts der Lage bewußt geworden war - befreit werden.

Ab dem Kraftwerk wurde der Fluss wuchtig. Wir umtrugen das Wehr, dessen Bootsgasse inzwischen von Felsen durchsetzt und kaum fahrbar ist und setzten darunter etwas mühsam an der Felsböschung wieder ein. Ich fuhr etwas übermütig zur Weissachmündung vor, scherrte dort ein und die anderen paddelten mir treu hinterher.


Aus dieser Mündung gegen die hohen Wellen und den starken Wasserdruck einigermaßen unbeschadet wieder heraus zu kommen war gar nicht so einfach. Wir schafften es alle irgendwie.


Der anschließende Abschnitt sollte linksufrig befahren werden da rechts einige Schwellen mit starkem Rücklauf lauern.

Als die Brücke am Zeltplatz in Sicht kam erkannten wir darauf Gerhard der mit seiner Tochter Anne eingetroffen war. Wir nahmen bei den Zelten ein Vesper im Neo ein, die beiden Neuankömmlinge zogen sich um und bestiegen ihren Schlauchcanadier.

Nun ging es also mit zwei Vater-Tochter Gespannen weiter auf der gleichen Strecke wie am Vortag aber bei niedrigerem Pegel.



Dennoch machten uns massig Pilze zu schaffen. Wir waren etwas wagemutiger als gestern, kamen aber ohne Kenterung bis zur Aussatzstelle. Zwischenzeitlich zog Nebel über den Fluss und verbreitete eine gespenstische Atmosphäre.

In Kennelbach ließen wir - nachdem wir umgezogen und die meisten Boote auf dem Autodach verzurrt waren - René und drei Boote zurück und fuhren zum Campingplatz.

Von dort brach Gerhard dann noch mal auf um René und die übrigen Boote abzuholen. Wir hatten unterwegs in Kennelbach im Spar Grillgut (und trockenes Holz) gekauft. Deshalb beschäftigten wir uns nach dem Duschen mit Salatschnippeln und Grillen.


Es wurde ein langer Abend an der Feuerstelle.

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