Donnerstag, 4. April 2013

Open Canoe Festival - Drôme - 28 Kilometer (6)

Als wir uns am späten Vormittag dann zum Paddeln trafen war ich der einzige aus unserer kleinen Gruppe, der sich überwunden hatte. Immerhin kamen dennoch 24 Paddler zusammen und ich erfuhr erst bei der Abfahrt, dass man von Die nach Saillans paddeln wollte.


Wir setzten die zahlreichen Solo- und Tandemboote kurz oberhalb der Schlucht, die wir uns am Vortag noch eingehend angeschaut hatten, ein. Ausgemacht war, dass die Kenner der Strecke vor fahren und die Schlucht mit Wurfsäcken absichern.

Die Strömung saugte jedoch auch die nachfolgenden Boote zügig nach unten und so kam es, dass die ersten Kenterungen stattfanden, als noch niemand der Vortruppe sich richtig installiert hatte. Es war eine etwas unerfreulich unübersichtliche Situation.

Aber die Schwimmerinnen und Schwimmer kamen schnell auf festen Boden, alle Paddel und Boote konnten zügig geborgen werden,die Sonne ließ sich blicken und die Schwierigkeiten nahmen schlagartig ab. Jetzt paddelten wir durch breite Kiesflächen, durch die sich der Fluss bei Niedrigwasser schlängelt. Jetzt überspülte er sie weitgehend.

Irgendwann kamen wir nach Pontaix, durch das der Fluss eng durch Mauern eingefasst hindurch fließt. Allerhand Spaziergänger sahen unserem Treiben vom Ufer aus zu. Die Sonne schien und es kam richtig gute Laune - auch bei denen, die schon nass waren - auf.


Der Fluss bot immer wieder spritzige Passagen und in den Kehren musste man ein wenig aufpassen, dass man nicht in die angeschwemmten Büsche und Bäume gespült wurde. Wir machten gelegentlich Pausen und wurden allmählich müde. Ich hatte versäumt, mir Proviant mit zu nehmen.

In Saillant waren die Rückholautos geparkt aber ein nicht unbeträchtliche Gruppe entschied sich doch noch weiter bis zum Campingplatz zu fahren. Alle waren etwas ermüdet und man vermied die Außenkurven, in denen sich hohe Wellen bildeten.


An der Brücke in Mirabel et Blacons entschieden wir uns für den rechten Brückenbogen unter dem zunächst rechts ein ganz ansehnliches Loch lauert. Weiter unten ist ein noch größeres mittig. Es ist also ratsam den Schwall mittig anzufahren und im Schwall nach rechts zu ziehen. Das gelang letztlich auch allen, die weiter gepaddelt waren.


Matthias und Lorenz hatten geduldig an der Brücke gewartet und haben meine Abfahrt aus der Distanz dokumentiert. Eigentlich hatte ich ja angekündigt, dass ich den Brückenbogen ganz links wählen würde aber Heinz hatte mich überzeugt, dass der rechte die bessere Wahl sei. Auch dort (siehe Bild oben) lauerte ein Fotograf und ich bin gespannt, ob ich irgendwann an die Fotos heran komme.


Nachtrag: Da sind sie schon. Phillipe Bouvat hat sie gleich ins Netz gestellt.




Achja, hier noch eins von Christoph, dessen etwas schräger Humor unübersehbar ist...


Kommentare:

  1. Hallo Axel,

    Sehr schön beschrieben... nochmal vielen dank fürs mitpaddeln, war ein schöner tag, vor allem mit den herrlichen wasserstand.
    Ich war der Holländer mit den alten gfk canadier(tolles Prijon hast du übrigens!)
    Sehr schönes blog!

    Gruss aus Holland,
    Eric Polman

    AntwortenLöschen
  2. Vielen Dank, Eric,

    das Prijon-Boot (http://paddelblog.blogspot.de/2013/03/new-ride.html) muss ich unbedingt bald mal ausprobieren. Wenn Du das Bild in diesem Beitrag in Großformat haben möchtest schick mir eine Email (toolboxafloat@gmail.com)

    Axel

    AntwortenLöschen