Sonntag, 9. Februar 2014

Rüpel und Rowdies


Wenn ich mir etwas Zeit lasse mit den Tagebucheinträgen habe ich den Vorteil auf bereits verfasste Berichte verweisen zu können. So haben zum Beispiel Stefan und Matthias inzwischen ausführlich von der spaßigen gestrigen Fahrt auf dem Neckar berichtet.

Stefan hat die Fahrt im Canadierforum als "Rübel und Rowdytour" benannt - dafür gibt es einen Hintergrund, der erklärungsbedürftig wäre. Wenn das nicht erklärt wird erhält sich eine gewisse Rätselhaftigkeit. Die darf ruhig erhalten bleiben.

Matthias betitelt seinen bericht "Unterwegs in der Kleingruppe". Das hat auch einen Hintergrund, auf den ich doch ein wenig eingehen will. Ich habe Ende letzten Jahres einen Mailverteiler für Wildwasser-  und Wanderfahrten eingerichtet. Das habe ich gemacht weil sich einige Paddlerinnen und Paddler uninformiert gefühlt haben. Damit geht für mich jetzt die moralische Verpflichtung einher, bei sich ankündigenden Fahrten gleich alle in Kenntnis zu setzen.

Diesmal habe ich das nicht getan und fühle mich latent schuldig weil es nun so eine spaßige Fahrt geworden ist. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass wir in einem Riesenrudel - wie beim letzten Mal - weniger oder zumindest ganz anderen Spaß gehabt hätten. Das ist für mich eine Zwickmühle, aus der ich noch keine befriedigende Lösung gefunden habe.

Auch die nächste Fahrt werde ich nicht in einer Rundmail anpreisen. Sie ist im Forum, beim GOC und im Programm der Paddelfeunde ausgeschrieben.

Ich ertappe mich dabei, dass ich auf der Strecke von Sulz nach Horb an den immer gleichen Stellen Bilder mache. Das hängt mit den Strömungsverhältnissen zusammen (wo das Wasser rauscht lohnt es sich besonders) und mit den Schlüsselpunkten - z.B. dem Einstieg in Sulz.

Eine weitere Schlüsselstelle ist natürlich das Wehr in Fischingen, auf dessen Wehrkante ich mich damit abfinden musste, dass diesmal wirklich zu wenig Wasser darüber floss. Wir mussten umtragen.

Ich zog mein Boot über die Wiese, die anderen ließen ihre Boote über die glitschige Wehrebene hinunter. Ich fing sie auf, und sammelte sie im Wehrbecken. Die Paddler, die hinterher rutschten fing ich nicht auf. Sie sprangen beherzt ins flache Wasser.

Eine besonders beeindruckende Spur erzeugte Eckhard, der - nachdem er sein Boot zu mir hinunter getreidelt hatte - auf der bemoosten Ebene eine Rutschpartie absolvierte.

Vorbei an Fischingen ging es weiter zu unsere üblichen Pausenstelle an der historischen Holzbrücke. Matthias nutzte auf diesem Abschnitt häufig seine Polingstange und wir planen - in der wärmeren Jahreszeit - eine Exkursion ausgehend von der Holzbrücke neckaraufwärts.


An der Brücke testete Eckhard noch einmal seinen Trockenanzug, was eingehend dokumentiert wurde. Die Fotoapparate klickten beständig. Deshalb gibt es zu dieser Fahrt auch eine ganze Menge Bilder.Ich schätze das sehr.


Ein Gruppenbild mit Polingstange entstand ebenfalls an dieser Pausenstelle. Und es gab Tortilla, die Matthias gebacken hatte, Brezeln von Eckhard, Gemüse von Angela und einen Hefezopf. Wir ließen es uns gut gehen.


Anschließend folgten noch einige kleine Schwallpassagen mit hohen Wellen. Weil Matthias die Kamara gezückt hatte durchfuhr ich die Wellen besonders schwungvoll.


Die beiden Sohlschwellen in Dettingen konnten bei dem Pegel völlig unbedenklich überfahren werden. Ich stieg an der ersten noch aus und sicherte mit Wurfsack und Kamera.

Stefan und Eckhard hatten einen Ball gefunden, den sie zu Demonstrationszwecken in den Rücklauf warfen. Darin rotierte er dann lustig vor sich hin. Wir warteten nicht ab bis er endlich ausgespuckt wurde sondern paddelten weiter.

In Horb hatten wir - weil Samstag war - nicht auf dem Adi-Parkplatz geparkt sondern unten beim großen Gartenschau-Parkplatz. Deshalb mussten wir das Wehr in Horb umtragen, was mit gegenseitiger Hilfe gut ohne Bootswagen zu machen war.

Am Ausstieg schließlich packten auch wieder alle an. Angela wurde mit Paddeln und Pack- und Wurfsäcke beladen. Die Autofahrer zogen sich zügig um und holten die beiden Vehikel aus Sulz, Stefan und ich ließen uns etwas mehr Zeit.
Während die Autofahrer unterwegs waren entspannten wir uns in Stefans Bus. Später stiefelten wir alle zusammen in die Horber Altstadt, wo wir in einem Panoramacafé Kaffee und Kuchen zu uns nahmen und weiter plauderten. So wurde es dunkel bis wir heim fuhren.

Meine Bilder der Fahrt habe ich in einem Webalbum abgelegt.

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