Donnerstag, 24. April 2014

GOC-Treffen V - Ostermontag

Nach dem Frühstück am Montag wollten wir an der Rheinfahrt teilnehmen, die zwei ältere Paddler des VfL Bad Kreuznach anboten. Als kein Ende der (offenbar erweiterten) Vorstandssitzung abzusehen war beschlossen wir ohne Vorstände zu starten.

Der Vereinsanhänger wurde beladen (und hinterließ´auf Boot und Paddel rote Rallye-Streifen) und die Anfahrt zum Rheinkilometer 550 (Oberwesel) begann. Ich fuhr bei meinem Namensvetter Axel mit, dessen rasanter Fahrstil die lange Anfahrt nicht verkürzte.


In Oberwesel angekommen entluden wir die Boote am unteren Ende der langen Fährrampe. Selbst der Rheinpegel war auffällig niedrig und die sonst flotte Strömung des großen Flusses hielt sich erkennbar in Grenzen. Wir paddelten los
Auf dieser Strecke wäre ich natürlich lieber mit dem flotten Independence gepaddelt weil der Courier doch eher das "Boot fürs Grobe" ist. Aber ich hatte nunmal nur dieses Tourenboot dabei.


Wir hatten ausgemacht, dass unsere Guides vorweg paddelten und ein Tandempaar den Abschluss machte. Das gelang auch weitgehend Zeitweise blieb die Gruppe einigermaßen dicht beeinander, zu anderen Zeiten zog sich das Feld weit in die Länge.

An der Pausenstelle (kurz vor Rheinkilometer 560) befrand sich ein flacher Kiesstrand, auf dem ich ein wenig Poling betrieb. Ich hatte die Stange mitgenommen und wollte sie auch benutzen.

Noch während der Pause mussten wir die Boote immer weiter den Strand hinauf ziehen weil die vorbeifahrenden Frachter und Passagierschiffe zunächst viel Wasser vom Strand weg saugten und dannach hohe Wellen auf den Strand warfen.

Besonders obszön fand ich die drei Schweizer Passagier- dampfer, die an uns vorbeifuhren. Sie waren offenbar weitgehend leer unterwegs und verfügten über bizarre Aufbauten. Viel hübscher war dagegen das alte Passgier- schiff an der Aussatzstelle nach Rheinkilometer 472.

Die Rheinfahrt hat mir wieder einmal gezeigt, dass Großgewässer nichts für mich sind. Ich könnte mir nicht vorstellen wochenlang auf so einembreiten Fluss zwischen all diesen Schiffen herum zu dümpeln oder stetig voran zu paddeln. Da fehlt mir die Abwechslung.

Die Ufer bestanden die meiste Zeit aus Sand- und Kiesbänken. Gegen Ende war der Rhein jedoch zwischen Steinböschungen kanalsiert. Gerade dieser letzte Teil hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Abends gab es aus einem großen Topf Chili. Holger und Werner(?) hatten gekocht. Es gab auch eine vegetarische Variante wir ließen es uns im großen Kreis schmecken. Es wurde geplaudert und - zum Befremden einiger - elektronisch kommuniziert.

Danach saßen alle noch lange um das Lagerfeuer herum und machten Pläne für den kommenden Tag. Es wurde beschlossen, dass es noch einmal auf die Nahe gehen sollte, die wir am Freitag ja bereits gepaddelt waren.

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