Dienstag, 13. Oktober 2015

Halbe Sache

Rolf hat das Angebot für einen MadRiver Kevlar-Explorer entdeckt und nach zähen Verhandlungen haben wir jetzt zusammen das Boot gekauft. Gestern habe ich es abgeholt und nach Tübingen gebracht.

Es handelt sich um die Leichtbauversion des bewährten Explorers, der sich für Touren und Poling bewährt hat. Samstag hatte ich ja den PE-Explorer dabei, der - obwohl er knapp unter 40 Kilo wiegt - für Poling erheblich besser geeignet ist als z.B. der NovaCraft Prospector.


Der Vorbesitzer hat beide Sitze ein wenig nach innen gerückt. Dieses "Wildwasser-Outfitting" finde ich persönlich ideal. In der Mitte gab es wohl lange Zeit einen Mittelsitz. Jetzt wurde das Tragejoch 35cm zu weit hinten montiert. Das müssen wir vor rücken und die frei werdenden Bohrungen für die Befestigung eines Kneeling-Thwarts verwenden. Es gibt Bohrungen für Schnüre, die Luftsäcke halten und eine extra angefertigte blaue Nylon-Abdeckung für die Säcke (ich plädiere dafür, dass wir uns zwei Zölzer-Säcke anschaffen - sie sind hässlich aber haltbar und unter der Abdeckung sieht man sie sowieso nicht).

Dem neuen Explorer fiel bedauerlicherweise nun der vorteilhafte Lagerplatz des Sundance zum Opfer und weil ich schon mal so viele Boote umgeschichtet habe und über eine neue exakte Kofferwaage verfüge, habe ich mal das eine oder andere Boot gewogen. Folgende Werte kamen dabei zustande:

MadRiver Kevlar-Explorer 16': 28,81 kg,
MadRiver Sundance 17'6": 30,96 kg,
MadRiver Independence 15'8": 22,76 kg,
MadRiver Slipper 14'?": 18,31 kg,
SourisRiver-Prospector 17'6": 26.71 kg.


So entsetzlich leicht ist der neue Kevlar-Explorer also gar nicht. Er hat einen durchgängigen Schaumkern, der ihn sehr steif macht (der SourisRiver -Prospector hat nur Schaumrippen, was ihm Flexibilität verleiht und das Gewicht senkt) und am Bootsbodern sind ein paar unbeholfen geflickte Kratzer. Da muss nachgebessert werden. Es gibt also allerhand zu tun an dem Boot. Ich freue mich schon aufs Basteln.

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