Sonntag, 24. September 2017

Alles beim Alten


In Tübingen scheint alles beim Alten geblieben zu sein während ich mich zwei Wochen im europäischen Norden herumgetrieben habe. Nicht beim Alten geblieben sind meine Prioritäten. Ich habe erst früh morgens eine Inspektionsfahrt in den Garten unternommen bevor ich am Mittag mit Røskva eine Neckarinselrunde unternommen habe.


Morgens war es noch reichlich frisch. Ich habe zunächst ein Feuerchen im Ofen des Gartenhäuschens angemacht. Dann kam aber bald die Sonne raus und der Garten präsentierte sich in ersten Herbstfarben.

Der Neckar dagegen war mittags - als es bereits warm geworden war - von Stocherkähnen, Ruder- und Tretbooten übersät. Røskva und ich haben uns zwischen diese Vehikeln hindurch geschlängelt. Das Wasser war klar und durchsichtig - es scheint einige Zeit nicht mehr geregnet zu haben. Der niedrige Pegel weißt auch darauf hin. Nun hoffe ich, dass mit dem einsetzenden Herbst auch Regen kommt, so dass wir in Bälde wieder die kleinen Nebenflüsse befahren können.

Donnerstag, 7. September 2017

Und noch ein letztes Mal...


...fuhren wir Dienstag zum Biergarten. Diese neue Trainingsform hat sich in den letzten beiden Wochen eingebürgert. Es fiel mir leicht mich daran zu gewöhnen. Nun findet sie doch gleich (zumindest für mich) ihr Ende weil es morgen in den Urlaub geht.


Ich verabschiede mich für die nächsten zwei Wochen. Vermutlich werde ich keine Kanutour in Dänemark unternehmen. Es sei denn mit einem dieser Alucanadier, mit denen man auf dem Ribe-Å die Stadt umrunden kann. Davon berichte ich dann.


Sonntag, 3. September 2017

Nochmal Biergarten

Beim Training am Freitag (Bilder) war entschieden worden am heutigen Sonntag eine "spritzige" Wanderfahrt auf der Nagold zu veranstalten. Regen war angekündigt worden. Wir waren guter Dinge einen passablen Pegel vorzufinden. Doch leider blieb der Regen aus. Wir mussten umdisponieren. Nicht mal die sonst so gut befahrbaren Abschnitte des Neckars haben genug Wasser. Unterhalb der Wehre ist Wasserwandern zu Fuß erforderlich. Es kommt unweigerlich zu Grundkontakt. die Boote leiden.

Wir entschieden uns deshalb für eine morgendliche Neckarinselrunde mit "Frühschoppen" im Biergarten.


Auf dem oberen Bild sind zweieinhalb meiner Boote (und ein halbes von Rolf) zu erkennen. Bei der letzten Biergartenfahrt waren drei meiner Boote auf dem Wasser und beim Training am Freitag waren es zwei.


Dennoch sehe ich mich genötigt weitere Boote zu verkaufen - auch wenn sie von den Paddelfreunden gerne genutzt werden (ich leihe sie ja auch gerne aus) wird es nicht gerne gesehen, dass sie wertvollen Bootslagerplatz im Bootshaus belegen.


Wir steuerten zunächst die Steinlachmündung an, in die wir so tief es eben ging hinein fuhren. Schließlich wollten wir zumindest ansatzweise bewegtes Wasser erleben. Nachdem wir von dem plätschernden Minischwall der Steinlach genug hatten wandten wir uns wieder dem Neckar zu.


Der Biergarten hatte gerade erst aufgemacht. Wir konnten uns die besten Plätze aussuchen und blieben da eine ganze Weile sitzen. Das Wetter war gut die Konversation nett, das Servicepersonal ebenfalls und Getränke und Speisen entsprachen auch unseren Erwartungen.


Später am Bootshaus setzten wir uns dann auch noch einmal in die Sonne. Es wurde weiter geplaudert und Paddelpläne geschmiedet. Mit dem Herbst kommt hoffentlich auch wieder Wasser auf die Flüsse. Dann muss man sich eben etwas wärmer anziehen, aber gepaddelt werden kann fast das ganze Jahr.

Dienstag, 29. August 2017

Biergartenfahrt

Mit Rolf hatte ich gestern schon vereinbart, dass wir am Abend eine kleine Neckarinselrunde paddeln wollten. Im Lauf des heutigen Vormittags hatte ich dann noch einen Besuch des Biergartens am Neckar ins Gespräch gebracht.


Über unterschiedliche Kanäle kamen noch einige Mitstreiterinnen für dieses Unternehmen hinzu, ...


...so dass wir schließlich mit drei Solocanadiern, einem Tandemkanu und einem Kajak unterwegs waren.

Wir paddelten neckarabwärts, vorbei am Hölderlinturm, vor dem eine prachtvolle Trauerweide steht hinunter zum Neckarmüller, wo wir die Boote an dem engen kleinen Anleger vertauten, über das kindersichere Geländer kletterten und uns Wurstsalat und Getränke holten.

Dann ließen wir uns an einem freien Tisch nieder, plauderten eifrig und vergaßen dabei die Zeit. Es dämmerte schon als wir wieder aufbrachen.


Schließlich kamen wir im Dunkeln zurück ans Bootshaus, wo wir die Boote einlagerten und die, die es eilig hatten (Hunderunde, morgen in Urlaub,...), brachen sofort auf.
Die anderen sitzen vermutlich immer noch in der lauen Sommernachtsluft, lassen sich von Fledermäusen umschwirren und plaudern über die bevorstehende Bundestagswahl, Barcodescanner, Tübinger Professorenschaft und Reutlinger Lokalpolitiker (die neuerdings in Tübinger Stocherkähnen unterwegs sind).
Nett wars. Und - wie es scheint - einer der letzten schönen Sommerabende. Den haben wir richtig gut genutzt.


Montag, 28. August 2017

Lechwochenende

Norbert und Lutz hatten ein "Anfängerwochenende" am Lech ausgeschrieben und ich habe mich mal angemeldet (ich behaupte ja nicht, dass ich Anfänger bin, aber ich lerne immer noch etwas dazu).

Morgens um sechs fuhren wir am Samstag zu fünft los, frühstückten unterwegs in Memmingen und kamen trotz Stau an der Grenze einigermaßen pünktlich in Häselgehr an. Dort wurde das Auto ausgeladen, Die Autoinsassen dazu verdonnert die Zelte aufzubauen und ich fuhr das Vehikel hinunter zur Aussatzstelle bei der Brücke nach Hinterhornbach.

Dann gings zurück zum Campingplatz "Rudi", der von Volker betrieben wird (Rudi ist offenbar der Vater), wir zogen uns um, bildeten zwei Gruppen und paddelten los.

Von diesem ersten Tag habe ich keine Bilder weil meine Kamera im Auto liegen gelassen habe. Rolf hat allerhand Bilder und Videos angefertigt. Eins davon zeigt eine einigermaßen gelungene Jet-Ferry über eine glatte Stromzunge, an der wir ziemlich lange geübt haben.

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Ab und an kam es zu Kenterungen, aber die "Anfänger/innen" sind aus zähem Holz geschnitzt. Mensch und Material wurden stets zügig geborgen, alles sortiert und dann wurde weiter geübt. Das Wetter war ja auch blendend (das Wasser allerdings richtig kalt!)


Zurück am Campingplatz wurde ein Grillabend vorbereitet. Wir beiden Senioren zogen es vor Essen zu gehen. Unsere Wahl fiel auf den Schwarzen Adler zweieinhalb Dörfer flussauf. Anschließend warfen wir noch einen Blick in den Lech oberhalb von Stockach.

Dieser Blick war sehr ernüchternd. Der Pegel war so niedrig, dass aus der dort unterhalb der Brücke liegenden Stufe lauter Steine hervor ragten, die sie nur unter großen Materialopfern befahr erscheinen ließ. Wir plädierten - zurück am Campingplatz - für die erneute Befahrung des unteren Abschnitts, der bei diesem niedrigen Pegel durchaus spaßig ist weil jede Schwelle Kehrwasser und Wellen bietet, die sonst eher überspült sind.

Morgens nach dem Frühstück wurden also wieder Autos versetzt, wir zogen uns um und paddelten in der gleichen Gruppenkonstellation wie am Vortag los. Erneut hatten wir wieder richtig viel Spaß obwohl wir etwas wenige exzessiv übten.


An einer Spielstelle fand Rolf die Reste eines alten GFK-Kajaks. Andere Stellen wurden gründlich besichtigt bevor wir uns eine/r nach der/dem anderen hinunter wagten. Manchmal stand jemand mit dem Wurfsack unten und wartete bis alle durch waren.


Im nachfolgenden kurzen Filmchen ist Rolf bei der Befahrung einer Engstelle mit mächtig hohen Wellen zu sehen. An dieser Stelle hielten wir uns lange auf und einige fuhren sie mehrfach.

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Kurz hinter dem Naturschutz-zentrum auf der neuen Brücke nach Klimm befindet sich eine Walze, die ebenfalls das eine oder andere Opfer forderte. Die Gekenterten namens gelassen. Die Boote wurden geleert, man stieg wieder ein und paddelte weiter.


An einer Stelle begegneten uns zwei Tandemcanadier. Aus einem heraus erkundigten sich die betagten Stechpaddler, ob wohl noch schwierige Stellen zu erwarten seien. Obwohl ich den weiteren Verlauf nicht kenne bestätigte ich das möglichst glaubhaft.

Ich wies zudem darauf hin, dass Schwimmwesten hilfreich seien. Den mir hierauf entgegengebrachten Missmut wollte ich nicht noch mit einer Bemerkung über die segensreiche Wirkung von Wildwasserhelmen potenzieren. Ich verkniff mir weitere Belehrungen obwohl mir unbegreiflich bleibt wie man einen unbekannten Alpenfluss im Wandercanadier ohne Sicherheitsausrüstung und mit gefährlichen Spritzdecken paddeln kann.

An der Ausstiegstelle angekommen zogen wir uns um, verluden die Boote und fuhren zum Café "Treibholz" wo wir Kaffee und Kuchen zu uns nahmen und vom Wirt hilfreiche Hinweise zur Umfahrung des Grenzstaus bekamen. Der ließ dann auch tatsächlich vermeiden.

Auf dem Campingplatz wurden bei einsetzendem Regen hektisch die Zelte abgebaut, eine hastige Verabschiedungsrunde folgte und dann brachen wir zu einer vergnüglichen Heimfahrt durch das Tannheimer Tal auf. Um Acht am Abend waren wir schon wieder in Tübingen.

Montag, 21. August 2017

Nichtbaden in der Lauchert


Ursprünglich hatten Rolf und ich die Lauchertfahrt ja auf den August terminiert weil wir die Hoffnung hatten, dass dann mal passende Temperaturen für ein Bad im klaren kalten Wasser dieses kleinen Flusses herrschen könnten. Dem war nicht so!

Die Luft war zwar (in der Sonne) einigermaßen angenehm, aber das Wasser der Lauchert war richtig eisig kalt. Wir beschränkten und diesmal wieder auf Paddeln und hatten dennoch jede Menge Spaß.


Wie üblich galt es ab der Einstiegsstelle in Veringendorf erst einmal 200 turbulente Meter zu bewältigen, was Nicola und mir mehr recht als schlecht gelang. Es ist schon viel zu lange her, dass ich Nicola im Rahmen des Freitagstrainings mal die Grundtechniken des Bugpaddelns gezeigt hatte, aber im Verlauf unserer Fahrt konnte sie ihr Wissen gründlich wieder auffrischen.


Trotz dieses kniffligen Fahrtbeginns blieben alle Beteiligten auf dieser Fahrt kenterfrei. Ich vermittelte Kenntnisse an meine Mitpaddlerin und Rolf drillte Erdmann, der erstmalig an so einer Wanderfahrt auf der Alb teilnahm.


Um die Mittagszeit machten wir an einem flachen Uferstück zwischen Fluss und Radweg eine Pause. Es gab frisch gebrauten Kaffee, Vesper und von Corinna und Henning deliziöse aufgewärmte Essensreste vom Vortag.


Allmählich näherten wir uns dem "ökologischen" Projekt, in dem Bäume in den Fluss hinein gefällt wurden. Irgendwo am Ufer steht auf einem Schild, dass man deshalb ab jetzt auf "eigene Gefahr" paddelt. Vorher trägt wohl jemand anders das Risiko.


Erstaunlicherweise gelang es uns alle Baumhindernisse dieses Mal zu unterfahren oder mit den Booten über tief liegende Bäume hinweg zu rutschen. Wir hatten einen Pegel von knapp unter 60 cm in Gammertingen. Uns erschien das wie ein hoher Wasserstand. Die Fließgeschwindigkeit war dennoch moderat, so dass zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestand unter einen Baum gespült zu werden.


Gelegentlich war etwas gymnastische Beweglichkeit gefragt um unter den Bäumen hindurch zu kommen. Aber der Umstand, dass wir nirgends umtragen mussten schonte unsere Kräfte und die Ufervegetation.


Allmählich näherten wir uns dem Bittelschießer Täle. Dort stiegen wir aus, besichtigten die große Grotte und kletterten den Hang hinauf um uns den Verlauf des alten Mühlkanals anzusehen. Es lag wenig Holz darin und wir beschlossen den Kanal zu paddeln.


Vorher hat Klemens allerdings noch mittels Selbstauslöser ein Gruppenbild der illustren Gesellschaft angefertigt, die sich auf dieses Abenteuer eingelassen hat.


In Bingen beendeten wir die Fahrt, beluden die Autos, fuhren noch einmal nach Veringendorf um das dort zurück gelassene Auto zu holen und machten uns dann auf die Suche nach einem Café um diese Fahrt würdig bei Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen.

In Veringendorf wurden wir fündig. Im "Lauchert Stüble" bekamen wir Kaffee, Kuchen und Eis. Die Fahrt wurde noch einmal von Anfang bis Ende durchgesprochen, Ausrüstungsfragen geklärt und wir regten uns angemessen über die Autoindustrie auf.

Unterdessen warteten unsere beladenen Vehikel geduldig gegenüber des Cafés auf die Rückfahrt nach Tübingen. Die traten wir dann auch gesättigt und zufrieden an.