Sonntag, 10. Mai 2020

"Baby-Prospector"

Nachdem ich zuletzt meine kleine Flotte durch den Verkauf des MadRiver Independence (nicht meinen roten sondern den blauen), davor des Revelation und da davor des Sundance, des Explorer TT des Howler und des M.E. verringert habe war es mal wieder Zeit ein Boot anzuschaffen.

Sehr spontan fiel meine Wahl auf einen Baby-Prospector der Firma Hou Canoes aus Großbritannien. Dieses Boot ist eng verwandt mit dem Venture Ottowa, mit dem wir eigentlich schlechte Erfahrungen gemacht haben, aber die Rezensionen (siehe auch diese) beschreiben diverse Modifikationen, die der Hou-Version mehr Prospector-Gene zusprechen als ihrem Vorgänger. Es handelt sich um ein Boot aus dreilagigem PE - das ist robuste Verleiherqualität. Im Handel kostet das Boot neu um die 1000,-€, ich habe es gewissermaßen neuwertig für einen Bruchteil dieses Preises bekommen.

Gefunden habe ich es in einer schlaflosen Phase heute Nacht gegen 3:00 Uhr (an Wochenenden durchforste ich um diese Zeit gerne das Netz weil ich weiß, dass ich am Morgen ausschlafen kann - und an Tagen wie heute, an denen es regnet, auch will). Abgeholt habe ich das Boot heute Mittag und Probegepaddelt - nachdem ich noch schnell zuhause im Wohnzimmer den Sitz schräg gestellt habe - am Nachmittag.


Ich bin neckaraufwärts zum Kraftwerkkanal gefahren um auszuprobieren wie gut sich das Boot manövrieren lässt, wie es auf Strömung anspricht, wie es sich beschleunigen und geradeaus fahren lässt. Ich finde, dass es all diese Grundanforderungen befriedigend erfüllt.


In der Tat erscheint dieser Baby-Prospector wie eine geschrumpfte Version des Originals. Sogar die Steven sind "authentisch" ausgeformt. Was mich an dem Boot stört ist der scheußliche Vinylrand. Es handelt sich um das gleiche Profil, das ich an einem Pyranha-Prelude schon mal kaputt gekriegt habe (Reparatur). Ich mache mir Gedanken zum Austausch dieses Plastikrands. Wenn die Reisebeschränkungen aufrecht erhalten werden und Urlaub dieses Jahr ausfällt, wäre es ein nettes Sommerprojekt einen Eschensüllrand anzubauen, wie Matthias das dereinst an seinem WeNoNah-Prospector gemacht hat.. Und vielleicht verliert es dadurch auch ein Kilo Gewicht. Mit ca. 23 Kilogramm ist dieses kurze Soloboot eher schwer.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen