Donnerstag, 13. November 2025

Der letzte Kahn


Am Montag wurde ich Zeuge der letzten Stocherkahnfahrt des Jahres: Der allerletzte Kahn wurde flussauf gestochert, wo er an der Rollenbahn des Stocherkahnvereins aus dem Wasser geholt und eingelagert wurde. Der Stocherer meinte, er habe die Saison optimal genutzt.

Meine Saison geht gewissermaßen jetzt richtig los. Ich werde es erstmal genießen, dass ich den Fluss wieder für mich alleine habe. Ganz allmählich wird mir dann der Trubel der Sommersaison fehlen.

Ich entsorge gegenwärtig viel Gerümpel, das ich über die Jahre im Bootshaus gelagert habe. Vieles davon wird seit Jahren nicht mehr genutzt und nimmt zu viel Platz weg. 
Da ich künftig am Bootshaus nur noch zum Paddeln und Rasenmähen sein werde muss ich da nicht mehr so viel Zeug lagern. Unter anderem entsorge ich alte - nicht mehr genutzte - Wildwasserausrüstung (die alten Schwimmwesten waren schon lange nicht mehr sicher und sie wandern jetzt unsentimental in den Müll).

Der Neckar hat jetzt wieder einen angenehmen Pegel, das ungewöhnlich milde Wetter und einige Homeoffice-Tage ermöglichen kurze aber intensive Neckarinselrunden.


Gestern noch waren Rolf und ich zusammen am Nachmittag auf dem Fluss unterwegs und nutzten die Durchlässe, die irgendjemand in die Trauerweiden auf Höhe des Hölderlinturms geschnitten hat. Diese Aktion war in der Presse - sie ist umstritten, aber die Durchfahrt wird doch gerne genutzt.

Vergangenen Samstag bin ich mal ausnahmsweise flussauf gepaddelt und konnte bis zur rauen Rampe paddeln. Aber gewöhnlich geht es flussab vorbei an der idyllischen Neckarfront und auch an weniger idyllischem Treibgut.

Neckarfront-Obsession Nr. 80

Samstag, 1. November 2025

Neckarfront-Obsession Nr. 74

Lichterkettenfahrt


Die traditionelle Lampionfahrt kann eigentlich nicht mehr nach Lampions benannt werden. Lediglich Jürgen stattet sein immer wieder aufwändig getakeltes Lichterschiff noch mit einigen Lampions aus. Alle anderen verwenden Lichterketten. 
Ich habe diesmal so eine Art "Suchscheinwerfer" auf das kleine Soloboot montiert. Wie im letzten Jahr konnte ich gerade noch abwenden, dass ich in ein Tandemboot hinein kompli-mentiert werde. Nach dem Schmücken der Boote...
...ging es hinab zum Anleger, wo sie - bereits in der Dämmerung - ins Wasser gesetzt wurden. Klemens, der gegenwärtig ein Handycap hat, fotographierte die kleine Lichterflotte von der Fußgängerbrücke aus. Wir paddelten mit der (kräftigen) Strömung bergab.

Besonders viele Boote und Menschen waren dieses Jahr nicht unterwegs. Das hängt damit zusammen, dass wir den Termin recht kurzfristig verschoben haben und dass unser neuer Termin mit Halloween zusammen fiel.

Unterhalb der Neckarbrücke drehten wir ein paar Ehrenrunden und dann steuerten einige Ungeduldige auch schon wieder flussauf. Es ging durchs "Nadelöhr" zur Neckarfront und dann gegen die Strömung zurück Richtung Bootshaus.

Dort angekommen wurden die Boote wieder an Land gesetzt, zum Bootshaus getragen und "abgetakelt". Roland hatte schon eine Feuer angemacht und einge nahmen daran noch Platz während andere sich zügig auf den Heimweg machten.