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Montag, 30. März 2026

Monatsabschluss


Der März nähert sich seinem Ende und es ist absehbar, dass ich keine weitere Paddelunternehmung in diesem Monat angehen werde. Außer neun Neckarinselrunden kam es seit dem Rapport zur Monatsmitte auch zu keiner anderweitigen Exkursion. Manchmal ist das Leben nicht so erlebnisreich und turbulent, wie es die Medien vermeintlich wünschenswert erscheinen lassen. 


Immerhin belebt sich der Fluss jetzt wieder. Es gibt neuerdings zwei Drachenboote der Frauenselbsthilfegruppe Krebs "Pink Paddling". Vereinzelte Stocherkähne wurden hergerichtet und aufs Wasser gesetzt. 
 

Das Wetter schlägt Jahreszeitgerecht Kapriolen. Zwischenzeitlich war es so warm, dass ich im offenen Boot und barfuß unterwegs war. Dann wurde es wieder so kalt und "schauerhaft", dass ich den geschlossenen Canadier wählte. Es ist ein Privileg diese Auswahl zu haben. Ich weiß das zu schätzen.

 
Teilweise zeigt sich der Frühling noch ziemlich winterlich und trist. Wenn dann die Sonne raus kommt, die Forsythien leuchtend gelb blühen und die Weidenbäume erstes zartes Grün entwickeln kommen Frühlingsgefühle auf.


Enough waffling -  der Frühling soll gerne kommen. Er ist herzlich willkommen. Es wird Zeit, dass diese triste Winterzeit ein Ende findet und dass ich mal wieder irgendwo anders, als auf dem Neckar paddele!

Freitag, 13. März 2026

Fast Monatsmitte


Erst im nächsten Jahr wird dieses Paddeltagebuch 20. Deshalb verzichten wir heute mal ausnahmsweise auf ausschweifende Feierlichkeiten. Im nächsten Jahr gibts dann am 13. März Konfetti und literweise Sekt...

In diesem kleinen Zwischenfazit dokumentiere ich die zehn Neckarfahrten, die ich in dieser ersten Monatshälfte absolviert habe. Ich mache mir da keine schriftlichen Aufzeichnungen, achte aber penibel darauf, dass ich bei jeder Fahrt mindestens ein präsentables Bild aufnehme.


Der 1. März war sonnig wenn auch etwas "frisch" , aber schon am 2. März - da war der Himmel wolkenlos - war ich so verwegen den Mittelteil meiner Bootsplane abzunehmen und "halboffen" zu paddeln.

So auch am 4. März, an dem ich am Stocherkahnanleger bei der Jugendherberge eine Pause eingelegt und meine schnelles Boot mit "offener" Sitzluke durch das Geländer fotografiert habe.
Zwei Tage später, am Freitag, dem 6. März, war es dann schon wieder bewölkt, aber für die Jahreszeit immer noch erstaunlich mild. Ich traf mich mit Rolf und wir paddelten gemeinsam vom Bootsanleger flussauf, machten Paddelpläne für das Frühjahr und tauschten Neuigkeiten aus.

Ich hatte mich für den kleinen leichten Sandpiper entschieden und Rolf wählte Erdmanns Osprey für den er die Dauerleih-Freigabe hat. Es handelt sich um zwei vergleichbar leichte Boote aus unterschiedlichen Epochen mit unterschiedlichen Bautechniken.
Der Sandpiper hat - wir auf dem Bild  vom 7. März zu erkennen ist, das eine Variante des Advantage-Bilds vom 4. März ist - einen Aluminium-Süllrand und von Gewebematerial umkleidete Schaumrippen, die sich vor dem hellen Sonnenlicht besonders prägnant abzeichnen. Er hat auch einen Schaumboden, auf dem ich meine nackten Füe ablegen kann ohne gleich einen Kälteschock zu bekommen. Das Wasser des Neckars hat immer noch Wintertemperaturen und die leichte Kleidung darf nicht darüber hinweg täuschen, dass wir eigentlich noch Winter haben. Ich rechne damit, dass es noch einmal richtig kalt wird.
Am Sonntag, den 8. März, bin ich am Spätnachmittag noch einmal im Sandpiper aufs Wasser gegangen. Wieder barfuß. Das hängt auch damit zusammen, dass ich meine Füße in Schuhen nicht unter den Sitz bekomme. Jedenfalls nicht länger als 10 Minuten. Dann schlafen sie mir ein. Die Kälte widerum begünstigt die Krampfentwicklung. Ab und zu baut sich so ein Krampf in der Fußsohle auf und ich muss die Füße zeitweilig nach vorne strecken. Gut, dass sowohl Advantage als auch Sandpiper für den "sitzenden Betrieb" eingerichtet sind und eine Stemmstange eingebaut haben, auf der sich die Füße abstützen können.

Am 10. März war ich wieder bei sonnigerem Wetter unterwegs und am 11. März bewölkte sich der Himmel. An dem Tag wählte ich den Advantage weil Regen angekündigt war. Tatsächlich erwischte mich auch ein kleiner Schauer auf dem Wasser. Es handelte sich aber eher um Nieselregen und ich ertrug ihn stoisch. Faktisch bekam ich nur zwischen Hölderlinturm und Allenbrücke einige Tropfen ab, die an der Eisenbahn-brücke schon wieder weg getrocknet waren. Ich werde dennoch noch einmal das Mittelstück der Bootsplane montieren um künftig auch unter diesen Bedingungen paddeln gehen zu können.


Und so folgt auf das Foto vom 12. März ein Bild vom komplett bedeckten Advantage. Die Plane habe ich heute Mittag wieder festgemacht nachdem ich eine Neckarinselrunde im Elan gepaddelt bin. 
Den habe ich nämlich heute von seinem Platz über dem Sofa herunter geholt habe. Dann habe ich noch die Kniematte eingeklebt, Polster am Rand eingeklebt damit der Süllrand sich nicht in meine Schulter gräbt wenn ich das nicht eben federleichte Boot trage. Das wirklich federleichte Boot, den kleinen kurzen Sandpiper, habe ich nachher wieder mit nach Hause genommen, wo er jetzt über dem Sofa hängt und auf Spontanfahrten von Zuhause aus (z.B. an die Donau) bzw. die Urlaubsfahrt im Sommer wartet. Wahrscheinlich nehme ich ihn mit nach Schweden und Dänemark obwohl ich heute auch wieder viel Spaß mit dem Elan hatte.

Samstag, 1. November 2025

Lichterkettenfahrt


Die traditionelle Lampionfahrt kann eigentlich nicht mehr nach Lampions benannt werden. Lediglich Jürgen stattet sein immer wieder aufwändig getakeltes Lichterschiff noch mit einigen Lampions aus. Alle anderen verwenden Lichterketten. 
Ich habe diesmal so eine Art "Suchscheinwerfer" auf das kleine Soloboot montiert. Wie im letzten Jahr konnte ich gerade noch abwenden, dass ich in ein Tandemboot hinein kompli-mentiert werde. Nach dem Schmücken der Boote...
...ging es hinab zum Anleger, wo sie - bereits in der Dämmerung - ins Wasser gesetzt wurden. Klemens, der gegenwärtig ein Handycap hat, fotographierte die kleine Lichterflotte von der Fußgängerbrücke aus. Wir paddelten mit der (kräftigen) Strömung bergab.

Besonders viele Boote und Menschen waren dieses Jahr nicht unterwegs. Das hängt damit zusammen, dass wir den Termin recht kurzfristig verschoben haben und dass unser neuer Termin mit Halloween zusammen fiel.

Unterhalb der Neckarbrücke drehten wir ein paar Ehrenrunden und dann steuerten einige Ungeduldige auch schon wieder flussauf. Es ging durchs "Nadelöhr" zur Neckarfront und dann gegen die Strömung zurück Richtung Bootshaus.

Dort angekommen wurden die Boote wieder an Land gesetzt, zum Bootshaus getragen und "abgetakelt". Roland hatte schon eine Feuer angemacht und einge nahmen daran noch Platz während andere sich zügig auf den Heimweg machten. 

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Regentage

Bereits vorgestern bin ich im Regen gepaddelt. Da war ich aber auch gut ausgerüstet, hatte das richtige Boot und die angemessene laut raschelnde Kleidung dabei. Heute habe ich darauf verzichtet, das offene Boot gewählt und bekam ein paar Regentropfen ab. Die Neckarinselrunde am Tag zwischen diesen Regentagen war hingegen von strahlendem Sonnenschein geprägt. 

Ich paddele dieser Tage täglich. Wohl weil mir bewußt ist, dass ich in den kommenden Wochen weniger Gelegenheit dazu haben werde und dass die Regentage nicht so mild sein werden, wie sie es gegenwärtig noch sind.

Selbst bei Regen ist die herbstliche Tübinger Neckarfront ein hübscher Anblick. Besonders, wenn man in regendichter Kleidung unterwegs ist und genug innere Ruhe mitgenommen hat um nicht vom lauten Rascheln dieser Kleidung bei jedem Paddelschlag meschugge zu werden. Auch ärgerlich: die Unmengen Laub, die gegenwärtig auf dem Wasser treiben. Wenn das Laub trocken ist und über der Wasseroberfläche treibt ist es kein Problem. Schwierig sind die klatschnassen Blätter knapp unter der Oberfläche, die sich vor dem Bug fest kleben und immer dicker auftragen. 

Die dadurch entstehende Bugwelle vermittelt das Gefühl umproportional ansteigenden Widerstands. Der Trainingseffekt ist möglicherweise zu begrüßen, die Irritation und der Ärger über die eingeschränkte Gleitfähigkeit des schlanken Bootes überwiegt jedoch.

Montag, 13. Oktober 2025

Herbst im Donautal

 
Wie fast immer im Herbst haben wir am Sonntag die Strecke von Riedlingen nach Rechtenstein unter den Kiel genommen. Wie üblich war es gleich zu Anfang etwas seicht, aber wir kamen ohne Grundberührung durch.

Der Himmel war zunächst noch wolkenbedeckt und es blies uns ein frischer Wind entgegen, aber je länger wir unterwegs waren umso sonniger wurde es und in der Sonne war es dann zeitweilig richtig warm.

Wir waren mit drei Kajaks und zwei Canadiern unterwegs und kamen mit Hilfe der flotten Strömung  zügig voran. Das Wasser war so klar, dass der Flussgrund immer wieder deutlich unter dem Boot zu erkennen war. Er hatte es richtig eilig unter dem Boot zu verschwinden.


In Zwiefaltendorf machten wir unsere traditionelle Pause. Die Boote legten wir auf der Kiesbank unter der Donaubrücke ab und nahmen Vesperbrote, Getränke und Kekse (die Klaus mitgebracht hatte) zu uns.

Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort, der überraschend hübsch ist (warum haben wir uns den eigentlich nicht auf früheren Fahrten mal angesehen?), brachen wir wieder auf. 

Wir kamen an die Braunsel-Mündung in die wir - wie immer - neugierige Blicke warfen. Hineinpaddeln darf man ja nicht.
Offenbar hat die Branusel unlängst Hochwasser geführt und ein bedauernswerter Fuchs fiel dieser Flut zum Opfer. Er liegt nun so, als ob er schläft, auf einem Felsen am Ufer und ist dabei, in den Kreislauf der Natur zurück zu kehren.
Unsere Fahrt endete fast ein wenig verfrüht in Rechtenstein. Wir verluden die Boote und machten uns auf die Suche nach einem Café um dem Ausflug einen würdigen Abschluss zu geben. 

Samstag, 4. Oktober 2025

Enten im Regen

 
Das erste Entenrennen, das ich in diesem Paddeltagebuch vermerkt habe, fand 2007 statt. Dazwischen lagen jährliche (ggf. mit Ausnahme des Coronajahrs) Rennen, an denen ich mich fast immer "ordnend" beteiligt habe. Diese Aufgabe übernehmen seit Jahren die Paddelfreunde. Haufig unter Beteiligung der Kinder- und Jugendgruppe, die in diesem Jahr nur durch ein Mitglied vertreten war. Überhaupt war die Beteiligung etwas zurückhaltend. Das lag möglicherweise an der Wetterprognose, die erstaunlich akkurat war: Pünktlich zu Beginn des Rennens um 14:00 Uhr setzte Regen ein.


Ich hatte mir die viel zu große Regenjacke aus dem Advantage eingepackt, die ich über die Schwimmweste anziehen kann, und blieb - bis auf die Beine und Füße erfreulich trocken.


Die Enten störten sich nicht am Regen. Die Strömung und ein leichter "Rückenwind" trieb sie recht zügig ihrem Ziel (und dem rechten Neckarufer) zu. Wir hielten sie davon ab sich im Ufergestrüpp zu verfangen.

Ich machte mich gleich anschließend wieder aus dem Staub, verstaute das Boot provisorisch während eines massiven Regenschauers, der genau dann einsetzte, als ich das Bootshaus erreichte, hängte meine nassen Klamotten zum Trocknen auf und werde morgen nochmal hin fahren um aufzuräumen.

Mittwoch, 10. September 2025

Bootstaufe


Eine Bootstaufe bei einem Kanu ist gleichermaßen ein eher unnötiger und doch höchst symbolträchtiger Akt. Bei dem kürzlich fertig gestellten Freestyleboot habe ich länger überlegt, ob ich ihm überhaupt einen Namen geben soll weil ich damit höchst selten auf Bundeswasserstraßen unterwegs sein werde, auf denen ein Bootsname als erforderlich gilt. 

Nachdem ein kleines Mädchen gesagt hatte "das sieht ja aus wie ein Blatt", während ich das Boot an den Anleger trug, überlegte ich länger, in welcher mir geläufigen Sprache "Blatt" wohl besonders interessant klingt, aber dann hatte ich, als ich mit Rolf paddeln war, die blendende Idee die Namensgebung dieses selbst gebauten Bootes an die Namen anzulehnen, die der vor dreieinhalb Jahren gestorbene Matthias seinen selbst gebauten Booten immer gab: er benannte sie nach dem Monat, in dem sie fertig gestellt wurden ("September", "Juni").

Im Fall meines Eigenbaus ist das sogar ein besonders sinnfälliger Monatsname, der auch einem Menschen gegeben werden kann. Zunächst habe ich noch überlegt, ob ein Boot grundsätzlich einen Frauennamen tragen muss ("MV-Augusta"). Das muss es nicht. Dann habe ich noch diverse Platzierungen des Namens ausprobiert. Seit heute nachmittag klebt ziemlich auffällig links am Bug und rechts am Heck der Name "August".