Montag, 14. Februar 2022

Große Lauter, kleine Gruppe

Wie vor vier Wochen fand Sonntag wieder eine der fast monatlich von Rolf und mir organisierten Paddeltouren statt. Anders als vor vier Wochen rührten wir diesmal nicht die Werbetrommel weil wir gerne unter uns bleiben wollten. Es war eine Art Erinnerungsfahrt.

Wir waren zu fünft: Klemens, Anita, Rolf und ich und der arme Markus, der sich die ganzen sentimentalen Geschichten der alten Paddelfreunde anhören musste. Ganz oft dachen wir an Matthias, der vor neu Jahren mit seinem Sohn Lorenz an dieser Fahrt teilgenommen hatte.


Es ist eine Art Traditionsfahrt, die wir fast jeden Februar unternehmen weil der Fluss ab März gesperrt ist und ab Juli nur wochentags gepaddelt werden darf. Dann sind aber auch immer irre viel Leihbootfahrer unterwegs wie wir 2016 erleben durften.
Wie immer machten wir am Grillplatz in Bichishausen Pause. diesmal wurden keine Kocher ausgeackt. wir hatten uns für kleine Wildwasserboote entschieden, in die nicht so viel Gepäck passt (dafür meine Füße die ich immer noch nicht flach ablegen kann).


Vorm Wiederlosfahren nahm Anita noch die drei Lomonauten auf, die sich in ihren Old-School OCs den Fluss hinunter arbeiteten. Anfangs hatte es ja nach etwas mehr Strömung als sonst ausgesehen, aber letztlich erwies sich die Lauter als gleichbleibend moderates Flüsschen mit gelegentlichen Schwallabschnitten.


Der aufregendste Abschnitt liegt kurz hinter der ersten Umtragestelle am Wehr oberhalb von Gundelfingen. Hier entwickelt die Große Lauter auf ca. 50 Metern Wildwasserqualitäten. Wir bewältigten diesen Abschnitt allsamt unbeschadet. Klemens kümmerte sich um die...

... Absicherung mit dem Fotoapparat. So kommts, dass auf dieser Fahrt auch mal ein paar Bildchen von mir gemacht wurden. 


Zum Abschluss der Fahrt nahmen wir noch Kaffee und Kuchen im Café Ikarus in Buttenhausen zu uns und gedachten weiter alten Zeiten. Wir haben fast immer Glück gehabt, wenn wir die Große Lauter angesteuert haben. Und auch in Wintern, in denen Schnee lag hat die Fahr fast immer Spaß gemacht. 

Wir wollen hoffen, dass wir wir diese Fahrt noch ganz oft zusammen unternehmen können.

Sonntag, 6. Februar 2022

Zeit der Tränen

 

In den Jahre, in denen Matthias in Tübingen lebte, entwickelte sich zwischen uns eine enge Freundschaft. Wir unternahmen gemeinsam zahllose Touren, werkelten an Booten herum, schrieben wechselseitig Blogeinträge und unterstützten uns gegenseitig in allen Lebenslagen. 

Nachdem er vor einigen Jahren wieder nach Konstanz gezogen war wurde der Kontakt seltener. Er erkrankte und wir sahen uns nur noch sehr sporadisch. 

Vor einigen Tagen wollte ich ihn besuchen, aber es ging ihm schon zu schlecht. Ich ahnte schon wie schlecht und war völlig aufgelöst. "Ja, zur Zeit ist die Zeit der Tränen." schrieb er. Nun erfahre ich, dass er am Freitag gestorben ist. Er wurde 55 Jahre alt. Es ist die Zeit der Tränen.