Meine Paddelmotivation speist sich in erster Linie aus dem guten milden Wetter (obwohl ich an einem Morgen bei leichtem Nieselregen gestartet bin und die Temperaturen nicht immer im zweistelligen Bereich waren).
Dann spielen da natürlich aber auch die Ereignisse rund um das Stocherkahnrennen und meine nächtliche Bergeaktion der sabotierten Kähne hinein, die deutlich machen, dass auch früh morgens auf dem sonst so ruhigen Fluss etwas erlebt werden kann. So auch am Sonntag: Da dümpelten plötzlich jede Menge Blumen auf dem Wasser unterhalb der Tübinger Neckarbrücke. Irgendwelche alkoholisierte Vandalen fanden es erheiternd die Blumen aus den Blumenkästen zu reißen und sie ins Wasser zu werfen. Aber in der Regel sind diese nächtlichen Fahrten wirklich ruhig und entspannend.Montag, 15. Juni 2026
Zwischenbilanz Juni
Sonntag, 7. Juni 2026
Fünf Nachtfahrten
Ich habe ja schon an anderer Stelle beschrieben was dann am Donnerstag - Fronleichnahm und damit Feiertag und Tag des Tübinger Stocherkahnrennens - die beschauliche Ruhe dieser Paddeltouren unterbrochen hat.Um all die Aufregung zu bewältigen habe ich dann am Freitag - vor dem Homeoffice - erneut so eine Fahrt unternommen.
Dann nochmal am Samstag und Sonntag auch wieder. So haben sich fünf zusammenhängende Frühfahrten angesammelt, die an und für sich kein bißchen bedeutsam sind, mir aber ein gehöriges Maß innerer Befriedigung verschafft haben. Es sind die kleinen Dinge, die alternden peniblen Männern Genugtuung verschaffen. Beim Thema "Penibel" kann ich noch anfügen, dass ich bei jeder Fahrt exakt die gleichen Vorher-/Nachher-Bilder gemacht habe.
Samstag, 6. Juni 2026
Politkrimi
Der Mann, den ich an dem Morgen am Stocherkahnanleger am Hölderlintum "entlangschlendern" sah, war - wie ich mir jetzt im Nachhinein zusammen reime - derjenige, der das Grafitti "burschis versenken" an die altehrwürdige Mauer gesprüht hat (bei aller Skepsis gegenüber Männerbünden bin ich entschieden gegen Grafittis an historischen Gemäuern). Dass er mit denjenigen, die Löcher in drei Stocherkähne gebohrt und die Drahtseile gekappt haben in Verbindung steht scheint mir einerseits wahrscheinlich, andererseits auch etwas zweifelhaft.
Donnerstag, 4. Juni 2026
Stocherkahnrennen 2026
Kurz vor Eins war ich wieder am Bootshaus und paddelte hinunter zur Altstadt. Da war erheblich mehr los als am frühen Morgen. Die Kostüme und geschmückten Kähne wurden begutachtet (um später von der "unfehlbaren" Jury prämiert zu werden).
Dann bewegten sich die Kähne langsam zur Startlinie an der Fußgänger:innenbrücke beim Freibad. Ich paddelte auch hinauf und platzierte mich an der Spitze der Neckarinsel, am "Bügeleisen".
Die ersten Kähne kommen in der Regel unschwer durchs Nadelöhr. So auch die ersten beiden. Dem zweiten gelang es den vorauseilenden ersten Kahn anschließend zu überholen.
Mein besonderes Interesse galt ja den beiden Kähnen (13 und 54), die ich noch am Morgen geborgen und vor dem (eher unwahrscheinlichen) "Zerschellen" am Stadtwehr gerettet hatte.
Nächtliche Bergeaktion
Montag, 1. Juni 2026
Provisorische Flechtsitze
Sonntag, 31. Mai 2026
Maifahrten
Die Bilanz ist immer noch gut und die beiden Bälle, die ich am 16. Mai beim Paddeln fand sind ebenfalls ein Gewinn - für die Bällebox im Bootshaus, an der sich die Kinder und Jugendlichen gerne bedienen.
Samstag, 30. Mai 2026
Henne Mølle Å
Am letzten Urlaubstag machten wir uns auf den Heimweg. Und auf diesem musste ich den Henne Mølle Å überqueren, den man paddeln darf, wie wir ermittelt hatten. Ich hatte es nicht so eilig und bog in den langen Schotterweg ein, der zum Hotel und Fußgängersteg kurz vor der Flussmündung ins Meer führt.
Anfangs - bevor sich der Fluß Filsø nähert - mäandert er durch eine Heidelandschaft gleich hinter den Küstendünen. Ein tief angebrachter Balken mußte unterquert werden und Rückenwind trieb mich voran.An der Stelle, an der sich der Fluss teilt und Filsø umfließt drehte ich um weil mir nicht mehr recht klar war welcher Arm befahren werden darf. Ich war zu dem Zeitpunkt auch schon drei Kilometer weit gekommen.
Auf dem Rückweg überquerte keine 20 Meter vor mir ein ziemlich großes Reh in drei Sprüngen den Fluss, der an der Stelle vielleicht anderthalb Meter tief ist.
Schließlich erreichte ich wieder den Fußgägersteg, erwog kurz noch an den Strand zu paddeln, verwarf diesen Gedanken aber auch angesichts des frischen Windes wieder und verlud das Boot.
Dann machte ich mich auf den Heimweg (nicht ohne vorher noch ein Weilchen am Strand von Vejers herumzulungern - aber es war zu bewölkt für einen längeren Aufenthalt). Es war ein schöner Urlaub, in dem wir nicht nur in Booten unterwegs waren, aber in diesem Paddeltagebuch gehts ja ausschließlich ums Paddeln.
Donnerstag, 28. Mai 2026
Skjern Å
Teile des Skjern Å bin ich vor vier Jahren bereits rauf- und wieder runter gepaddelt. Inzwischen habe ich in Erfahrung gebracht, dass dass Flussaufpaddeln in Dänemark nur auf ausgewählten Flüssen (wie dem Vard Å) zulässig ist. Ich hoffe meine Ordnungswidrigkeit ist inzwischen verjährt. Grundsätzlich finde ich ja, dass nur die Flussabschnitte jedweden Flusses flussab gepaddelt werden sollten, die auch flussauf gepaddelt wurden, aber das ist eine Diskussion, die ich anderswo führen will.
Wir parkten mein Fahrrad am Hafen in Skjern und fuhren mit dem Auto zur Skjern-Brücke in Borris. Dort setzten wir die Boote ins Wasser und bewältigten erstmal einen ganz passablen Schwall unterhalb der Brücke. So lebhaft blieb der Fluss allerdings nicht als er zunehmend langsam und breiter werdend durch die flache Landschaft mäanderte.
















































