Nach dem vergleichsweise kurzen Dänemark-Urlaub im Mai habe ich mich entschlossen in diesem etwas ausgedehnteren Sommerurlaub, der dieses Jahr fast den ganzen Juli umfasst, keine weite Reise sondern mehrere kurze Fahrten zu unternehmen. Die erste führte mich in den Bayerischen Wald, wo ich zuletzt
vor sieben Jahren war. Es ist wahrnehmbar, dass ich jetzt Orte und Gegenden anfahre, in denen ich mich schon früher aufgehalten habe. Mein Bedürfnis Neues zu entdecken, ist nicht mehr so sehr ausgeprägt wie früher.
Ich hatte die Staumauer des Blaibacher Sees ins Navigationsgerät eingegeben und kam da - da ich früh morgens gestartet wer und unterwegs nur eine längere Pause eingelegt habe - noch am Vormittag an. Ich nahm das Boot von Autodach und setzte es an der Badestelle ein und paddelte mit Rückenwind Richtung Staumauer des Höllensteinsees.
Die umtrug ich aber nicht sondern ließ das Boot am Ufer liegen und erkundete die Staumauer, an der jetzt eine Dokumentation zur Entstehung installiert wurde, die die Erklärtafeln über die Funktion der Fischschleuse weiter vorne am Kraftwerkgebäude ergänzt.
Auf dem Weg hatte ich an einer Kneippanlage ca. 500 Meter unterhalb der Staumauer angelegt und diese eingehend erkundet. Dorthin fuhr ich mit dem Auto nachdem ich mich etwas mühsam gegen den stärker werdenden Wind zurück an die Staumauer des Blaibacher Sees gekämpft und dort einem Paddler dabei geholfen hatte sein Boot zu bergen. Er hatte es vor Monaten dort im Unterholz abgelegt und sah wohl keine Möglichkeit es - ohne selbst nass zu werden - dort heraus zu holen.
An meinem neuen Standort nahm ich erstmal eine gepflegte Mahlzeit zu mir und erholte mich von den heutigen Unternehmungen.
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