Sonntag, 5. Juli 2026

Höllensteinsee am Sonntagmorgen

 
Den folgenden Tag begann ich ziemlich genauso wie den davor: ich ging frühmorgens aufs Wasser. Diese Nacht war milder. Kein Nebel waberte über der glatten Wasseroberfläche und auch der Bieber schien sich irgendwo anders herumzutreiben. Ich zog gemächlich meine linksufrige Bahn und erreichte irgendwo dann eine Stelle, an der ich Netzempfang hatte. Das Boot wurde kurzzeitig zum Büro. Dann paddelte ich langsam auf der rechten Seite zurück und ging hier und dort, wo mir das interessant erschien an Land und vertrat mir die Beine.


Am Kletterfelsen machte ich eine längere Pause weil es dort eine wohlgeformte Sitzgelegenheit gab, auf der ich mich nieder ließ und die Blicke über den ruhigen See gleiten ließ. So ruhig war der gar nicht. Immer wieder sprangen Fische oder Frösche im flachen Bogen aus dem Wasser, was ein deutlicher Hinweis darauf ist, dass unter Wasser ein gnadenloser Überlebenskampf stattfindet. Die Großen fressen die Kleinen. Ein Glück, dass wir Menschen zu den Großen gehören. Das nimmt viel Stress aus dem Leben in der Natur (in unseren Breiten).
Schließlich kehrte ich zurück zum Auto, nahm ein ausgedehntes Frühstück zu mir und schmiedete Pläne für den weiteren Tagesverlauf. Der bestand zunächst in einer Fahrt nach Cham - ein nettes aber sonntagmorgens ziemlich ausgestorbenes Städtchen (abgesehen von den Gesängen aus den Kirchen und dem Kirchenglockengedröhn, das mich in aller Regel aggressiv macht). 

Dann entschied ich mich den bayerischen Wald wieder zu verlassen und Richtung Donau zu fahren. Darüber berichte ich im nächsten Blogeintrag.

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