Freitag, 20. Januar 2017

Ausrüstungsoffensive

Der vor neun Jahren gekaufte Low-Budget Trockenanzug von Lomo wurde mehrfach geflickt ist seit einigen Jahren etwas undicht. Da für so einen Trockenanzug eine durchschnittliche Lebensdauer von fünf Jahren prognostiziert wird kann ich damit ganz zufrieden sein.

Die Trockenhose, die ich zuletzt gekauft habe (Palm Ion Bib), war nach zwei Jahren undicht am Gesäß. Da scheuert sie auch beständig auf dem Sitzblock. Ich werde nächstens Gewebeflicken (für die Reparatur von Zelten) darauf kleben. Dann ist sie da zwar nicht mehr atmungsaktiv aber hoffentlich dicht.

Ganz vertraut habe ich ihr sowieso nicht - bei Schwimmeinlagen in heftiger bewegtem Wasser kann der Doppelkamin leicht mal verrutschen. Dann wird man nass. Erfreulicherweise blieb mir das bei den bisherigen Schwimmeinlagen mit der Latzhose erspart.

Mit vernünftigem Schuhwerk fürs Paddeln habe ich immer Schwierigkeiten gehabt und inzwischen diverse Paare verschlissen. Ich schleppe die defekten Schuhe zum Teil noch mit mir rum und ziehe sie an weil ich bislang keine vernünftige Alternative gefunden habe.

Jetzt habe ich eine "günstige" Gelegenheit genutzt und einen (immer noch sündhaft teuren) "High-End" Trockenanzug von Kokatat erworben. Er hat einen um die Hüfte verlaufenden wasser- dichten Reißverschluss, der das An- und Ausziehen erhebelich erleichtert. Das Oberteil kann auch als separate Trockenjacke über einem Neoprenanzug getragen werden. Die Größe "L", die ich gewählt habe, passt perfekt, fällt etwas schmal aus und schlackert deshalb nicht so entsetzlich an meinen Gliedmaßen, wie das die alte Trockenausrüstung getan hat.

Weil zu diesem Prachtstück schlecht das alte zerschlissene Schuhwerk passt habe ich spontan noch ein Paar neue Wildwasserstiefel aus dem Canyoning-Segment erworben. Fürs Canadierpaddeln sind die steifen und festen Schuhe, die für wirklich grobe Verhältnisse gedacht sind, völlig okay.


Ich hoffe, dass mir diese Ausrüstung jetzt eine ganze Weile treu bleibt. Das Farbkonzept jedenfalls setzt schon mal Maßstäbe. Ich habe dazu ja noch meine orange Weste und das orange Boot. Meine mich stets begleitenden Stilberater werden künftig vermutlich mein grünes Paddel bemängeln.

Sonntag, 15. Januar 2017

Zeitweilig eisfrei


Es ist zwar allerhand Schnee gefallen, aber die Temperaturen sind zwischenzeitlich gesungen, so dass der Neckar wieder eisfrei ist. Das wird nicht lange so bleiben. Es soll wieder kalt werden.

Ich bin ein kleines Stück in die Steinlach hinein gepaddelt. Die Pegel sind durch das Tauwetter wieder gestiegen. Leider ist das Wasser jetzt auch nicht mehr so klar wie in den letzten Wochen.


Hinter der Gymnasienzeile der Uhlandstraße habe ich die frisch gesprühten "Tags" betrachtet. Durch sie wurden die einstmals sinnfälligen Sponti-Sprüche früherer Generationen übersprüht. Einst stand da "Feuer und Flamme für jeden Staat", "Macht kaputt was Euch kaputt macht" und "Freiheit für alle politischen Gefangenen". Mit diesen Sprüchen hat Ole lesen gelernt. Darüber konnte man sich unterhalten, etwas lernen, streiten. Das was da heute an der Wand prangt hat allenfalls ästhetische Bedeutung und richtet sich an Insider. Ich werde wohl alt weil ich dafür keinerlei Sympathie entwickeln kann (Referenz).

Samstag, 14. Januar 2017

Grunderwerb

Die Besichtigung eines zum Verkauf stehenden Geländes in Neckarnähe hat mich dem Entschluss näher gebracht weiteren Grundbesitz anzuhäufen. Dies allerdings vorwiegend zum Zweck der Unterbringung von Booten. Ich habe zu viele Boote angesammelt, kann sie - auch wenn sie allsamt häufiger genutzt werden als manch andere dort lagernden Boote - nicht länger alle im Bootshaus lassen und muss mich nach einer Alternative umsehen. Hier ist sie!


An Stelle des schmalen Gewächshauses auf dem Bild oben wird hoffentlich bald ein grünes Lagerzelt (z.B. 4 x 6 Meter) stehen, dessen Einrichtung ich mir ungefähr so vorstelle:


Ich hatte Zeit zum Malen. Die Proportionen mögen nicht ganz stimmen (die langen Boote auf der Zeichnung müssten gut 5.5 Meter lang sein - meine längsten Boote haben eine Länge von 5,20 Metern) aber es wird deutlich, dass ich mindestens neun Boote, - auf vier Meter Breite - sogar 13 unterbringen kann und dann immer noch einen breiten Mittelgang und Platz für weiteren Kleinkram habe.

Das geräumigen Grundstück, das ich mir da angesehen habe und in der kommenden Woche offiziell in Begleitung des Vorbesitzers besichtigen werde, ist ziemlich zu gewuchert. Es hat keine Zufahrt für Autos. Boote müssen also reingetragen werden. Es ist recht abschüssig und auf einer länglichen Terrasse steht eine solide Holzhütte, in die zwar keine Boote passen, die aber zu anderweitigen Vergnügungen einlädt. Auch wenn ich wenig gärtnerische Ambitionen habe sehe mich schon kleingärtnerisch verspießern und es geht mir gut bei diesem Gedanken.

Samstag, 7. Januar 2017

Zwangspause


Jetzt können wir nicht einmal mehr oberhalb des Bootshauses paddeln. Eine Eisbarriere hat sich 100 Meter oberhalb gebildet, durch die mit dem Boot kein Durchkommen mehr ist. Unterhalb des Bootshauses ist der Neckar noch einigermaßen frei - allerdings allenfalls bis zur Neckarinselspitze. Vorläufig bleibt es frostig. Bis es wieder taut ist nicht an Paddeln zu denken. Das die Pegel in Zusammenhang mit der Schneeschmelze endlich mal steigen wage ich zu bezweifeln. Es war so lange so trocken, dass das ganze Wasser vermutlich versickert (wenn der Boden auch auftaut).

Freitag, 6. Januar 2017

Kein Durchkommen mehr


Zwar hatten die Feuerwehrtaucher am späten Vormittag noch eine Rinne im Eis hinterlassen (Referenz 2008, 2009 - Bilder, 2010) aber die Temperaturen waren so tief, dass an vielen Stellen - wohl auch bedingt durch die Strömung - die Eisdecke längst wieder geschlossen war.

Bis zum Hölderlinturm schlug ich mich durch (viel mehr "brach ich mich durch"), danach war aber kein Durchkommen mehr. Ich wendete das Boot etwas unbeholfen an einer eisfreien Stelle und paddelte wieder stromauf.

Die Strömung hatte die durch mich geschaffene Gasse zum Teil wieder geschlossen, so dass ich auch bergauf durch das Eis brechen mußte. Das ist anstrengender als erwartet.

Auch im schneller fließenden rechten Neckararm stieß ich früh auf eine geschlossene Eisdecke und paddelte wieder zum Bootshaus wo ich das eisüberkrustete Boot wieder einlagerte. Es wird wohl etwas länger dauern bis das Eis taut.


Dienstag, 3. Januar 2017

Endlich Schnee


Erstmalig in diesem Winter hat es geschneit. Ich habe mir frei genommen weil im Büro gegenwärtig absolut nichts los ist.

Ich bin von der Arbeit zahlreicher anderer abhängig und wenn die zum großen Teil im Urlaub sind habe ich nichts zu tun. Das ist nervtötend. Da opfere ich lieber einen Urlaubstag, wenn gutes Wetter angesagt ist.

Das war heute der Fall. Die Sonne zeigte sich zwar nur am späten Vormittag aber es war mild.

Ein Beitrag in unserer Tageszeitung hatte sich mit der Eisfläche beschäftigt, mit der wir es schon vorgestern zu tun bekommen haben. Die hat sich etwas zurück gezogen und ich bin nicht sonderlich weit in sie eingedrungen.


Unter der Alleenbrücke im Neckarkanal befindet sich seit einiger Zeit eine Warnbake, die irgendein Witzbold von der Brücke ins Wasser geworfen hat. Etwas windschief steht sie da im Wasser und blinkt schon lange nicht mehr. Das nächste Hochwasser wird sie mitnehmen.

Zurück am Bootshaus habe ich den Prospector schräg aufgebockt. Er hat im Heck ein kleines Leck unterhalb einer der Querrippen. In die ist jetzt Wasser eingedrungen. Bevor ich das Leck repariere sollte das Wasser ablaufen. Angesichts der gegenwärtigen Temperaturen ist diesbezüglich etwas Geduld erforderlich. Das Boot wird schon niemanden stören.


Montag, 2. Januar 2017

Hampelpaddler



Kurz vor Weihnachten habe ich ein zweidimensionales Modell eines "Paddlers" gebaut. Anlass dazu waren Klagen, dass der Weihnachtsmarktstand der Paddelfreunde so schmucklos und unauffällig sei. Ich bin zwar bekennender Weihnachtsmarktmuffel, aber als Maßnahme zum Aufhübschen des Weihnachtsmarktstands kann ich mir dieses Objekt gut vorstellen.
Dann wird es - vergrößert auf vielleicht 1,60 Meter Länge über dem Stand angebracht, illuminiert und mittels Elektromotor animiert. Alternativ könnte es auch mit einer Kurbel betrieben werden, die auf Armeshöhe von Kindern angebracht wird. Die müsste dann aber so konstruiert werden, dass sie sich nur in eine Richtung drehen lässt. Der Paddler in dem Modell betreibt ohnehin "üble Armpaddelei". Die sollte dann nicht auch noch in die falsche Richtung exerziert werden.