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Samstag, 2. November 2024

Schluchsee mit Herbstnebel

Auch wenn ich stets die Abschaffung kirchlicher Feiertage (inklusive Weihnachten und Ostern) propagiere (begleitet von angemessener Aufstockung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs) bin ich ja genötigt Feiertage wie Allerheiligen - insbesondere bei so formidablen Wetteraussichten wie gestern - der Arbeit fern zu bleiben und irgendwie anders "rum zu kriegen".

Ich entschloss mich für eine Paddeltour auf dem Schluchsee und ließ mir mit der Anreise so viel Zeit, dass ich kurz vor 10:00 Uhr da war. Da waberten noch Nebelreste über den See und die Sonne kam erst jetzt durch.


Ich hatte mich für den Advantage entschieden und einen Weg gefunden ihn mitsamt der Persenning auf dem Auto zu verzurren. Es war zunächst auch noch so kalt, dass ich wirklich dankbar dafür war.

Auch als gegen Mittag Wind aufkam und die Wellen gegen den Rumpf klatschten (das Foto entstand, als der Wind sich wieder beruhigt hatte), war die Persenning höchst hilfreich.


Ich umrundete den See ohne nennenswerte Abkürzungen, hielt aber vom Ufer Abstand weil das Boot gleich Anfangs gegen einen unter Wasser verborgenen Felsen geschrappt war. Es hat jetzt eine weitere Narbe. Ich war gut 16einhalb Kilometer unterwegs und benötigte dafür gut drei Stunden (mit gegen Ende häufiger werdenden Pausen).

Montag, 29. Juli 2024

Seenrunde

Ich hatte mir den Montag frei genommen weil ich keine Termine hatte und bergeweise Überstunden abbauen muss. Die kommen auch dadurch zusammen, dass ich immer so früh aufstehe um staufrei zur Arbeit zu fahren. Diese Angewohnheit früh aufzustehen verfolgt mich auch an meinen freien Tagen. Das sorgt auch für staufreie Urlaubsfahrten. Und so kam es, dass ich kurz vor Halbsechs am taufrischen Schluchsee ankam, ein wenig fröstelte, mir einen ruhigen Platz im Wald suchte und noch ein kleines Nickerchen im Auto einlegte. 

Um Acht war ich dann auf dem noch spiegelglatten Wasser und fuhr zwischen den paar ebenso früh aktiven Angler-Ruderbooten hindurch in ziemlich gerader Linie über den See. Mein Ziel war es das Südostende zu erreichen.

Dort nahm ich - nachdem ich noch einige Zeit gewartet habe bis die Kaffeemaschine angeheizt und Brezeln aufgebacken waren - ein zweites Frühstück zu mir.


Anschließend machte ich noch einen Abstecher in den Ort Schluchsee, überquerte den See erneut und knüpfte am anderen Ufer meine Hängematte auf und starrte ein Weilchen in den Himmel. Ein Bad im relativ warmen aber auch nicht gerade klaren Wasser verkniff ich mir und es wurde mir auch ziemlich schnell langweilig, so dass ich meinen Krempel wieder zusammen ramschte und erneut über den See zu meiner Einsatzstelle fuhr.


Viel mehr gibt es zu diesem kurzen Ausflug an den Schluchsee nicht zu berichten. Vielleicht noch, dass im Kiosk beim Segelverein Schluchsee eine recht deliziöse Salatschale zu bekommen ist und dass der Ausflugdampfer so große Wellen erzeugt, dass es ratsam ist das Boot ganz an Land zu ziehen.

Montag, 8. April 2024

Verlängertes Paddelwochenende: Der Schluchsee


Nachdem ich gestern nach meiner Altrheinfahrt noch ein paar Mal versucht habe einen Parkplatz in Flussnähe zu bekommen, was durch obszön gewaltige Wohnmobile vereitelt wurde, machte ich mich auf den Weg in den Schwarzwald und fand einen ganz passablen Übernachtungsplatz an einem Waldrand in der Nähe von Triberg. Am anderen Morgen gabs Frühstück und dann fuhr ich gemütlich im überschauberen morgendlichen Berufsverkehr zum Schluchsee, wo ich im Bäckereicafé im örtlichen Supermarkt ein zweites Frühstück zu mir nahm. 

Irgendwie hatte ich wenig Lust auf dem See zu paddeln und auch das Liebesspiel der lustvoll umschlungenen Kröten, die mir gleich nach dem Ablegen begegneten, steigerte meine Erwartungen an diese Fahrt nicht besonders. Aber ganz allmählich, als ich mit wenig Anstrengung über den leeren windstillen hinweg glitt, groovte ich mich ein. Meine Gedanken wanderten wieder mal zu Matthias, den ich an diesem Teil des Sees 2019 das letzte Mal getroffen habe.

Bei der Bootsrampe "Unterkrummen", an der wegen Lebensgefahr aufgrund des anlandenen und ablegenden Ausflugsbootes nur mit weitem Abstand gebadet und angelegt werden darf zog ich verwegen das Boot aufs Ufer und vertrat mir ein wenig die Beine.

Der Pegel des Sees war extrem niedrig und ich umrundete die kleine Insel in dem Bereich des Sees, auf dem keine Segel- und Motorboote fahren dürfen (davon waren ohnehin keine auf dem Wasser und auch der Ausflugsdampfer liegt noch im Winterschlaf auf der Reede).

Ich steuerte das Südostende des Sees an, überlegte es mir aber auf halben Weg noch einmal und bog ab in den Ort "Schluchsee". Auch dort hat die Tourismussaison noch nicht richtig begonnen. Der Vormittag war zwar schon fortgeschritten, aber es war überhaupt nichts los.


Ich glitt mit dem Boot noch durch die Bögen der Eisenbahnbrücke, die ich noch nie so weit frei gelegt gesehen habe und paddelte bis ans Ende der kleinen Bucht, wo ein kleiner Wildbach in den See mündet. Da plätscherte wenig beeindruckendes Frischwasser in den leeren See.
Schließlich steuerte ich wieder am Nordufer entlang zurück zur Einsatzstelle im Ort "Aha". Ich war gut 13 Kilometer gepaddelt, hatte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp sechs Stundenkilometern erreicht und war rechtschaffen müde als ich ans Auto zurück kam.

Samstag, 10. Juni 2023

Zweimal Schluchsee


Der Plan war diesen Brückentag zwischen Fronleichnam und dem Wochenende entspannt in der Hängematte liegend am Ufer des Schluchsee zu verbringen und anschließend noch ein Stück weiter südlich denn Hochrhein von Rheinhausen aufwärts bis zu den Rheinfällen zu paddeln. Zu diesem Zweck fuhr ich - für meine Verhältnisse - sehr spät um 8:00 Uhr los und erreichte den Schluchssee gegen 10:00 Uhr als der Wind allmählich auffrischte.

Der Aufenthalt in der Hängematte war kalt und ungemütlich. Nervige Böen fegten übers Wasser und schüttelten die Bäume an denen meine Matte hing. Ich brach ab und paddelte in den Ort Schluchsee (was bei Wind und Wellen kein reines Vergnügen war). Dort nahm ich im Bahnhofsrestaurant "geschmälzte Maultaschen", die weder eine Pfanne von innen gesehen noch in Kontakt mit Butter gekommen waren, etwas widerwillig zu mir. 
Dann verlagerte ich mein Wirken an einen netten Wanderparkplatz, verbummelte den Restnachmittag und vertrieb die Mücken mit dem Rauch eines Feuerchens nach dem meine Kleidung heute noch müffelt. Die Nacht war alles andere als ruhig und ich beendete sie früh.
Gegen 5:00 Uhr war ich erneut an der Einsatzstelle. Der See machte einen ganz anderen Eindruck als am Vortag. Abgesehen von einigen angelnden Zeitgenossen, die offenbar die Nacht am Ufer verbracht hatten, war der See menschenleer und die Wasseroberfläche spiegelglatt.
Ich beschränkte mich auf eine kleine Runde zunächst entlang des Nordufers, querte den See nach einem Drittel und paddelte am Nordufer zurück ohne alle Buchten auszufahren. Bei dem ruhigen Wasser genoss ich die Geschwindigkeit, die ich - trotz unruhiger Nacht - ausgeruht paddelnd erzeugen konnte.

Schließlich legte ich wieder an, verstaute Boot und Ausrüstung und machte mich auf den Weg nach Rheinhausen. Unterwegs bekam ich in einer Bäckerei in Bonndorf zwei Brezeln, die ich auf einem von der aufgehenden Morgensonne bestrahlten Parkplatz als Frühstück zu mir nahm.

Mittwoch, 16. November 2022

Schluchsee mit viel Wasser und Wind

 
Der Wetterbericht verhieß noch einen schönen Sonnentag, ich hatte Zeit, also fuhr ich am späten Vormittag zum Schluchsee. Und der hatte richtig viel Wasser. Der Pegel war ca. einen Meter höher als gewöhnlich und der Uferbewuchs war rund um den See herum überspült.


Zeitweilig konnte ich über die  Badestrände des Sommers hinweg paddeln und zwischen dem Uferbewuchs hindurch. Das empfahl sich auch da auf dem See selbst richtig ansehnliche Wellen waren und ein kalter Wind wehte. Immer wenn die Sonne weg war wurde es noch kälter.
Ich paddelte dennoch quer über den See und in den Ort Schluchsee. Dort gedachte ich eine Tasse Kaffee zu mir zu nehmen, aber das touristische Angebot und die Gastronomie sind im November auf Nullstellung. Ich kehrte unverrichteter Dinge um.


Auf der Rückfahrt musste ich gegen den Wind ankämpfen. Als auch noch garstige Regenwolken aufzogen trug ich demoralisiert das Boot ein Stück auf dem Uferweg. Es ist ja nicht  schwer. Dann paddelte ich aber doch wieder zurück bis zum Anleger in Aha wo ich das Auto abgestellt hatte. 


Ich habe knapp elfeinhalb Kilometer zurückgelegt, war gut zwei Stunden unterwegs und nahm verdientermaßen anschließend in Bärental ein verspätetes Mittagessen in einer neu errichteten erstaunlich modernen Gaststätte, die lokale Produkte anbietet, zu mir. Es war lecker (wenn auch teuer)! Dann fuhr ich wieder heim und kam in der Dämmerung an. Ich mag diese kurzen Tage überhaupt nicht!

Donnerstag, 14. Juli 2022

Badetag

Bevor die große Hitzewelle über uns hereinbricht habe ich an meinem freien Mittwoch eine Fahrt zum Schluchsee unternommen und schon mal geübt. Wenn es heiß wird muss energiesparend gefaulenzt werden. Das fällt mir zunehmend leicht.

Gestartet bin ich - wie so häufig - vom Nordzipfel des Sees. Ich bin eine Schleife um die Nordwest-ecke gepaddelt und habe viel an Matthias gedacht, den ich hier 2019 zufällig getroffen habe. Es war eines unserer letzten Treffen. Dann ging es entlang des Ufers nach Süden.


Weit bin ich nicht gekommen. Ein paar Bäume, die in günstigem Abstand voneinander standen, ein Sandstrand, Felsen, die frühe Morgenstunde und viel Sonne begünstigten die Entscheidung eine ausgedehnte Hängematten-pause einzulegen.
Nach anderthalb Stunden paddelte ich weiter, hatte aber keine Motivation mehr zu sportlichen Aktivitäten. Ich steuerte kurz das Nordufer an ,um am Kiosk einen Kaffee zu mir zu nehmen, und paddelte dann erneut über den See, um mir einen neuen Hängemattenplatz zu suchen. Nach einiger Zeit fand ich ihn (der Abstand der Bäume ist ein wesentliches Kriterium).

Hier hielt ich mich über zwei Stunden auf, beobachtete das langsam zunehmende aber immer noch sehr moderate Treiben auf dem See und nahm immer mal wieder ein Bad im angenehm temperierten Wasser (die Temperatur schwankt beim Schwimmen merklich).

Am frühen Nachmittag, als es tatsächlich richtig warm wurde, brach ich wieder auf und beendete diesen Badeausflug.

Donnerstag, 9. September 2021

Lac De Schluch

Weils beim letzten Mal so schön war bin ich an meinem ersten freien Mittwoch (seit September arbeite ich nur noch 80%) erneut - nach einer frühmorgendlichen Wanderung durch das Rötenbachtal (bis zur Mündung in die Wutach und zurück) - an den Schluchsee gefahren.

Erneut habe ich das Boot am Nordwestende des Sees eingesetzt und bin schnurstraks zum Südufer gepaddelt, wo ich relativ bald eine geeignete Stelle gefunden habe um die Hängematte aufzuhängen. In der habe ich dann eine Weile zugebracht und mich vom Wandern erholt.


Später bin ich dann noch ein Stückchen am Südufer entlang gepaddelt. Diesmal hatte ich weit weniger sportlichen Ehrgeiz als das Mal davor. Nach einem weiteren Aufenthalt in der Hängematte an einer anderen Stelle habe ich mich schließlich wieder auf den Rückweg begeben