Samstag, 1. Oktober 2022

Entenrennen 2022

Offenbar ist es schon wieder 10 Jahre her, dass ich das letzte Mal beim Entenrennen mitgeholfen habe. Mein letzter Eintrag dazu stammt aus dem Jahr 2012. Es gibt aber auch welche aus den Jahren 2010, 2009 und 2007. Dieses Jahr wurde ich angefragt weil sich offenbar wenige gemeldet haben. Da ich die Engadin-Fahrt aus verschiedenen Gründen absagen musste hatte ich Zeit. 

Der Oberbürgermeister hat rechtzeitig die Ladefläche des THW-Lasters verlassen als Punkt 14:00 Uhr die Enten ins Rennen geschickt wurden. Zunächst konzentrierten sie sich auf ein kreisrundes Rudel, das langsam aber stetig den Neckar hinunter trieb.

Später löste das Feld sich auf. Einige Nachzügler-Enten trieben betont langsam - bei ihnen handelte es sich offenbar um Wettbewerbsmuffel die mit dem ganzen "schneller, besser, weiter,..." nicht szu tun haben wollten. Im Spitzenfeld bewegte sich zunächst eine blaue Ente (es war die einzige mit dieser Farbe), die aber im Verlauf des Rennens immer weiter nach hinten abfiel. 
Einige Enten sanken auf auffällig tief ein, was darauf hindeutet, dass sie nicht mehr recht dicht sind und allmählich Wasser aufnehmen. Die waren natürlich besonders langsam und kamen erst deutlich nach 15:00 Uhr ins Ziel, dass die Spitzenenten kurz vor Drei erreichten.
Wir hatten diesmal nur geringe Mühe die Enten an der Flucht ins Ufergebüsch oder zwischen die Ufersteine zu hindern. Ein paar wenige machten Anstalten dazu wurden von den Paddelfreundinnen und -freunden sanft aber nachdrücklich zurück in die Hauptströmung geschoben.

Ich machte mich nach dem Zieleinlauf wieder aus dem Staub. Die anderen bekamen noch Essens- und Getränkegutscheine. Darauf war ich nicht scharf. Ich zog mich wieder zuhause aufs Sofa zurück um gleich diesen kleinen Bericht zu verfassen. Nachher werde ich noch ein paar der Bilder auf die Vereinshomepage stellen.

Samstag, 24. September 2022

Freitagnachmittag

Gewöhnlich ist ja Freitagabends "Training" mit anschließendem Lagerfeuer bei den Paddelfreunden. Mir wird es Abends aber offen gestanden zu frisch in diesen Tagen. Deshalb bin ich schon am (noch sonnigen) Nachmittag zum Bootshaus gefahren, habe das Boot flussabwärts gesteuert und mich dann am Stocherkahnanleger auf eine Bank gesetzt und noch ein wenig Sonne getankt. Unterdessen war allerhand los auf dem Fluss.

Auf dem Rückweg habe ich dann keine Fotos mehr gemacht weil die Sonne sich verzogen hat. Am Bootshaus war erstaunlich viel los, aber ich habe mich zügig aus dem Staub gemacht. Die Pandemie hat diesbezüglich doch bleibende Spuren bei mit hinterlassen.

Montag, 12. September 2022

Sonnennachmittag

Das gute Wetter bringt mich dazu gewissermaßen als verlängerte Mittagspause noch einmal aufs Wasser zu gehen. Ich paddele Flussauf. Der Pegel ist niedrig. Aus dem Kraftwerkkanal kommt keinerlei Strömung. Im klaren Wasser sind zahlreiche große Fische zu sehen, die weghuschen sobald das Boot sich nähert. An der rauen Rampe ziehe ich das Boot auf die algenüberwucherten Steine und mache es mir gemütlich. Ich genieße diese letzten Sonnentage in vollen Zügen. 

Sonntag, 28. August 2022

Nebelmorgen

Ich wollte noch eine der vermeintlich* letzten Gelegenheiten nutzen früh morgens aufs Wasser zu gehen. Heute war es nebelig, was eine ganz andere Atmosphäre erzeugte, als sie Freitagmorgen vorgeherrscht hat.




Zu berichten gibt es von dieser Fahrt eigentlich nichts. Ich habe mich diesmal nicht auf die Bank beim Stocherkahnanleger gesetzt um über die Welt das Leben und dergleichen nachzudenken. Ich war etwas früher unterwegs als Freitag, so dass mir der Sonnenaufgang entgangen ist (der wäre bei dem Nebel vermutlich ohnehin wenig spektakulär ausgefallen). Es war zwar eine ereignislose aber höchst befriedigende Paddeltour.


* in Wirklichkeit hindert mich nichts daran auch künftig früh zu paddeln, aber ab morgen muss ich wieder arbeiten und der ungemütliche kalte und feuchte Herbst kündigt sich an, in dem ich erfahrungsgemäß wenig Lust auf morgendlichen Wassersport habe. 

Freitag, 26. August 2022

Urlaubsausklang


Nachdem ich gestern aus dem Urlaub zurückgekehrt bin, erste Aufräum- und Reinigungsarbeiten erledigt habe, bin ich zu meiner Badestelle, die ich vor dem Urlaub regelmäßig besucht habe, gefahren. Ich habe zwar gebadet, aber nach dem Aufenthalt in Dänemark, dem klaren Suß- und Salzwasser, ist das Neckarwasser einfach nur "muffelig". Der warme Sommer hat den Algenwuchs über die Maßen gefördert und allerlei Aas scheint an den Ufern zu dümpeln. So schnell gehe ich nicht wieder ins Wasser.

Aufs Wasser dagegen bin ich heute morgen nochmal gegangen. Am Bootshaus campieren Übernachtungsgäste, die einen wachsamen Hund dabei haben. Der hat meine Fahrtvorbereitungen mit ausdauerndem Gebell begleitet. Tut mir ja leid, aber es ist wohl ein selbstgewähltes Schicksal, wenn man so einen Hund dabei hat und bei Kanuklubs nächtigt, wo jemand auch mal morgens um halbsechs auf die Idee kommt zu trainieren.

Ich setzte das Boot an Anleger ein, wo die großen Steinblöcke immer tiefer in den Uferkies absinken. Das erschwert das Einsteigen ins Boot, auch wenn es zunächst eine sichere kleine Anlegebucht für schlanke Boote bietet.

Ich paddelte entlang der Neckarfront und steuerte den Anleger an der Hermann-Kurz-Straße an. Dort befindet sich eine Bank, auf der ich mich - nachdem ich das Boot über einen Stocherkahn gezogen hatte - niederließ und über den zurückliegenden Urlaub nachdachte.

Was das Paddeln anging war dieser Familienurlaub nicht so ergiebig, die Paddeltouren, die ich auf Hin- und Rückfahrt unternommen habe, waren allerdings sehr schön und erlebnisreich. Ich werde mich lange gerne daran zurückerinnern und meine Einträge in diesem Paddeltagebuch helfen mir dabei. 

Der Familienurlaub in Nordjütland war nicht minder schön. Die eine einzige Paddeltour, die wir auf dem Vandet Sø unternommen haben, rechtfertigt kaum die  Mitnahme eines zweiten Bootes (die allerdings keine Auswirkungen auf den Spritverbrauch hatte).
Die Tage am Strand, die vielen Ausflüge, die netten Gespräche und Unternehmungen und die zwanglose Atmosphäre bildeten doch einen Unterschied zu den Urlaubsfahrten der letzten Jahre. An die wiederum erinnerte die Hin- und Rückfahrt, auf der ich eher planlos einer groben Richtung nach unterwegs war und spontane Abstecher machen konnte. 

Der Urlaub ist vorbei, Montag geht es wieder zur Arbeit. Vorher muss ich noch allerhand erledigen und der September ist auch schon ziemlich verplant. Erst Ende September stehen einige Tage im Engadin mit den Paddelfreunden auf dem Programm, ob ich dabei allerdings Wildwasser paddeln werde weiß ich noch nicht. Zu lange habe ich damit jetzt ausgesetzt und habe gewisse Zweifel, ob ich dem noch gewachsen bin.

Mittwoch, 24. August 2022

Schaalseekanal

Vom Urlaub 2020 her kannte ich eine gute Übernachtungsstelle am Schaalseekanal. Die steuerte ich an und weil ich nach der langen Fahrt Hunger und ein Bewegungsbedürfniss hatte holte ich das Boot vom Autodach und paddelte den Kanal bis nach Salem, wo ich etwas zu essen bekam. Viel mehr gibt es von dieser kleinen letzten Urlaubspaddeltour nicht zu berichten. Aber ein paar Bilder sind dabei entstanden:




Brede Å

Der letzte Fluss auf meiner Liste war der Brede Å unterhalb von Ribe. Als ich am Anfang des Urlaubs in der Gegend war war mir ein Prospekt in die Hände gefallen, in dem Kanutouren auf diesem Fluss angepriesen wurden. So etwas mache ich gern.

Ich habe an einer Brücke (Ellum Bygade) auf einem etwas vernachlässigten Kanurastplatz übernachtet und war früh am Morgen auf dem Wasser. Die Nacht war mild, die Sonne ging am Horizont auf und ich paddelte wie üblich gegen sie Strömung. 

Davon hat der Brede Å nicht besonders viel, aber genug um gewisse Schwierigkeiten zu erzeugen, die das Paddeln zwar anstrengend, aber auch reizvoll machen. 

Hin uns wieder gab es kleine Schwallpassagen, in denen ich das teure leichte Bentshaft-Paddel zur Seite legte und zum nicht minder teuren, aber robusten Expedition Plus zu greifen, dass ich nicht selten als Stakstangenersatz mißbrauchte.

Kurz vor Løgum Kloster gibt es drei Stellen an denen Wasserbauingenieure den Fluss renaturiert haben ohne Rücksicht auf den örtlichen Kanuverleiher zu nehmen. Vielleicht deswegen sind die Einsatz- und Pausenstellen des Kanuverleihers oberhalb dieser Stellen überwuchert und unbrauchbar. Es war gar nicht leicht mal aus dem eng eingeschnittenen Flusslauf hinauf zu klettern um einen Eindruck von Løgum Kloster zu bekommen. 


Mich hat es nicht beeindruckt (von Flussufer aus kann man auch nicht viel erkennen). Ich kehrte um und paddelte - kritisch beäugt vom lokalen Nutzvieh - wieder zurück zum Auto. Der Rückweg war mal wieder erheblich schneller als der Hinweg.
Zurück am Auto nahm ich erstmal ein zweites Frühstück zu mir bevor ich mein Boot und den ganzen Krempel verstaute und nochmal Richtung Rømø und Ribe fuhr. Es war noch früh am Tag und ich wollte noch ein paar Holzhandlungen abklappern. 

Meine Holzsuche blieb erfolglos (Ich benötige sechs Quadratmeter "Sachsenstab" oder "Beadboard", aber selbst die dänischen Holzhändler haben sowas nicht. Ich muss wohl nochmal nach Schweden fahren). 
Am frühen Nachmittag trat ich die lange Heimfahrt Richtung Tübingen an.