Montag, 1. Juni 2026
Provisorische Flechtsitze
Samstag, 30. Mai 2026
Henne Mølle Å
Am letzten Urlaubstag machten wir uns auf den Heimweg. Und auf diesem musste ich den Henne Mølle Å überqueren, den man paddeln darf, wie wir ermittelt hatten. Ich hatte es nicht so eilig und bog in den langen Schotterweg ein, der zum Hotel und Fußgängersteg kurz vor der Flussmündung ins Meer führt.
Anfangs - bevor sich der Fluß Filsø nähert - mäandert er durch eine Heidelandschaft gleich hinter den Küstendünen. Ein tief angebrachter Balken mußte unterquert werden und Rückenwind trieb mich voran.An der Stelle, an der sich der Fluss teilt und Filsø umfließt drehte ich um weil mir nicht mehr recht klar war welcher Arm befahren werden darf. Ich war zu dem Zeitpunkt auch schon drei Kilometer weit gekommen.
Auf dem Rückweg überquerte keine 20 Meter vor mir ein ziemlich großes Reh in drei Sprüngen den Fluss, der an der Stelle vielleicht anderthalb Meter tief ist.
Schließlich erreichte ich wieder den Fußgägersteg, erwog kurz noch an den Strand zu paddeln, verwarf diesen Gedanken aber auch angesichts des frischen Windes wieder und verlud das Boot.
Dann machte ich mich auf den Heimweg (nicht ohne vorher noch ein Weilchen am Strand von Vejers herumzulungern - aber es war zu bewölkt für einen längeren Aufenthalt). Es war ein schöner Urlaub, in dem wir nicht nur in Booten unterwegs waren, aber in diesem Paddeltagebuch gehts ja ausschließlich ums Paddeln.
Donnerstag, 28. Mai 2026
Skjern Å
Teile des Skjern Å bin ich vor vier Jahren bereits rauf- und wieder runter gepaddelt. Inzwischen habe ich in Erfahrung gebracht, dass dass Flussaufpaddeln in Dänemark nur auf ausgewählten Flüssen (wie dem Vard Å) zulässig ist. Ich hoffe meine Ordnungswidrigkeit ist inzwischen verjährt. Grundsätzlich finde ich ja, dass nur die Flussabschnitte jedweden Flusses flussab gepaddelt werden sollten, die auch flussauf gepaddelt wurden, aber das ist eine Diskussion, die ich anderswo führen will.
Wir parkten mein Fahrrad am Hafen in Skjern und fuhren mit dem Auto zur Skjern-Brücke in Borris. Dort setzten wir die Boote ins Wasser und bewältigten erstmal einen ganz passablen Schwall unterhalb der Brücke. So lebhaft blieb der Fluss allerdings nicht als er zunehmend langsam und breiter werdend durch die flache Landschaft mäanderte.
Sonntag, 24. Mai 2026
Varde Å
Seit Jahren überquere ich bei Urlaubsfahrten an der Westküste Dänemarks den Varde Å und denke mir immer wieder, dass ich den doch mal paddeln sollte. Am Pfingstsonntag nun haben Rolf und ich so eine Fahrt unternommen. Wir entschieden uns für einen Start in der Stadt und hatten zunächst Schwierigkeiten eine geeignete Einsatzstelle zu finden.
Beim Varde-Kayak-Klub fanden wir eine solche und einige Locals, die uns Tipps für Touren in der Region gaben. Wir setzten am Anleger ein und paddelten zunächst an am Stadtufer vertauten Booten entlang.Wir paddelten vier Kilometer flussauf bis wir wieder umkehrten und noch ein wenig die Stadt vom Fluss aus erkundeten. Die Aufenthaltsqualität in dänischen Städten ist bemerkenswert.
Freitag, 22. Mai 2026
Brede Å ab Bredebro
Vor vier Jahren bin ich ein Stück des Brede Å (unterhalb von Løgum Kloster) gepaddelt. An dem Biwakplatz, von dem ich damals aus gestartet bin, habe ich diesmal wieder übernachtet.
Da ich nicht den gleichen Abschnitt erneut paddeln wollte habe ich mich für den Start meiner Tour in Bredebro erinnert, wo - wie der Name schon sagt - eine Brücke ("Bro") über den Fluss führt. Inzwischen sind da mehrere Brücken.
Der Fluss schlängelt sich langsam durch eine Weidenlandschaft. Er weist einige wenige kleine Schwallpassagen auf, von denen ich zwei umtragen habe.An der Biwakierstelle, auf der ich die Nacht zuvor verbracht hatte und wo die Tour vor vier Jahren flussauf startete, machte ich eine längere Pause bevor ich dann wieder umkehrte und mithilfe der Strömung hurtig zurück nach Bredebro paddelte.
Insgesamt legte ich 14 Kilometer zurück und war dreieinhalb Stunden "in Bewegung".
Montag, 18. Mai 2026
Würdiger Ersatz
Donnerstag, 14. Mai 2026
Mitte Mai
Wie in den vergangenen Monaten gibts zur Monatsmitte eine kleine Bilanz meiner Paddelunternehmungen. Da ich ja penibel Beweisfotos sammele habe ich mich diesmal dafür entschieden, jede Fahrt mit einer Collage zu dokumentieren. Die Bilder oben stammen von der Neckarinselrunde am Tag der Arbeit. Die Bilder unten von einer Paddelunternehmung am darauffolgenden Tag, auf deren Details ich nicht eingehen werde.
Das hat damit zu tun, dass ich mir bei dieser Fahrt streng genommen zwei Ordnungswid-rigkeiten zuschulden kommen ließ, die ich aus Unkenntnis begangen habe. Diese Unkenntnis ist grundsätzlich schon mal peinlich.
Bei der Fahrt am 7. Mai ist mir die Kanu-AG des Wildermuth-Gymnasiums begegnet und ich habe eine frisch geschlüpfte Libelle - Ton in Ton mit dem alten Kletterseil, das einen Stocherkahn an seinem Platz hält - beobachtet. Am nächsten Tag war die Libelle weg, und die leere Hülle ihrer letzten Lebensphase klebte noch am Seil (siehe unten).
Bei manchen Fahrten ändert sich das Wetter unterwegs und ich habe stets eine Regenjacke dabei. Die war am 9. Mai nicht erforderlich weil sich das Wetter zum Besseren wandelte. Aber auch der bedeckte Himmel ganz zu Anfang war durchaus imposant. Die Software in der Handykamera hebt die Wolkenstruktur etwas übertrieben hervor.
Am Tag drauf wollte ich mal Erdmanns Osprey ausprobieren, bin aber nach kurzer Strecke wieder umgekehrt weil der Sitz in dem Boot für meine Bedürfnisse viel zu niedrig montiert ist. Ich würde ihn um mindestens zwei Zentimeter anheben. Das erschwert zwar die Balance im Boot, aber es erleichtert das Knien für Leute mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit.
Montag drauf bin ich nach der mittäglichen Paddeltour (in der Mittagspause des Home-Office) am späten Nachmittag noch einmal zum Bootshaus gefahren um die Paddelhalterung im Elan auszutauschen. Die Paddelhalter, die ich zuerst montiert hatte waren zu schwach, so dass das Paddel häufig heraus gerutscht ist. Ich fürchte jetzt habe ich sehr straffe Halterungen montiert, die mir auch gewisse Probleme bereiten werden. Ein heftiger Regenschauer setzte während der Arbeit ein, aber ich behindere ja niemanden wenn ich mich am Bootshaus so breit mache. Es ist ohnehin fast nie jemand da.
Heute nun habe ich eine weitere eher unspektakuläre Paddelrunde vollzogen und bei der Rückkehr die Hinterlassenschaften der Nilgänse, die an unserem Anleger lauern, umzirkelt. Unser famoser Bürgermeister will diese Gänse dezimieren weil sie heimische Arten verdrängten. Ausnahmsweise stimme ich ihm bei seinen Plänen zu. Ich würde sie aber auch auf Schwäne ausweiten, bei denen es sich auch um Nichtheimische Tierarten handelt und die höchst aggressiv ihre Reviere verteidigen. Bei den Nilgänsen gehts mir in erster Linie um den Dreck, den sie machen.









































