Montag, 18. Mai 2026
Würdiger Ersatz
Donnerstag, 14. Mai 2026
Mitte Mai
Wie in den vergangenen Monaten gibts zur Monatsmitte eine kleine Bilanz meiner Paddelunternehmungen. Da ich ja penibel Beweisfotos sammele habe ich mich diesmal dafür entschieden, jede Fahrt mit einer Collage zu dokumentieren. Die Bilder oben stammen von der Neckarinselrunde am Tag der Arbeit. Die Bilder unten von einer Paddelunternehmung am darauffolgenden Tag, auf deren Details ich nicht eingehen werde.
Das hat damit zu tun, dass ich mir bei dieser Fahrt streng genommen zwei Ordnungswid-rigkeiten zuschulden kommen ließ, die ich aus Unkenntnis begangen habe. Diese Unkenntnis ist grundsätzlich schon mal peinlich.
Bei der Fahrt am 7. Mai ist mir die Kanu-AG des Wildermuth-Gymnasiums begegnet und ich habe eine frisch geschlüpfte Libelle - Ton in Ton mit dem alten Kletterseil, das einen Stocherkahn an seinem Platz hält - beobachtet. Am nächsten Tag war die Libelle weg, und die leere Hülle ihrer letzten Lebensphase klebte noch am Seil (siehe unten).
Bei manchen Fahrten ändert sich das Wetter unterwegs und ich habe stets eine Regenjacke dabei. Die war am 9. Mai nicht erforderlich weil sich das Wetter zum Besseren wandelte. Aber auch der bedeckte Himmel ganz zu Anfang war durchaus imposant. Die Software in der Handykamera hebt die Wolkenstruktur etwas übertrieben hervor.
Am Tag drauf wollte ich mal Erdmanns Osprey ausprobieren, bin aber nach kurzer Strecke wieder umgekehrt weil der Sitz in dem Boot für meine Bedürfnisse viel zu niedrig montiert ist. Ich würde ihn um mindestens zwei Zentimeter anheben. Das erschwert zwar die Balance im Boot, aber es erleichtert das Knien für Leute mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit.
Montag drauf bin ich nach der mittäglichen Paddeltour (in der Mittagspause des Home-Office) am späten Nachmittag noch einmal zum Bootshaus gefahren um die Paddelhalterung im Elan auszutauschen. Die Paddelhalter, die ich zuerst montiert hatte waren zu schwach, so dass das Paddel häufig heraus gerutscht ist. Ich fürchte jetzt habe ich sehr straffe Halterungen montiert, die mir auch gewisse Probleme bereiten werden. Ein heftiger Regenschauer setzte während der Arbeit ein, aber ich behindere ja niemanden wenn ich mich am Bootshaus so breit mache. Es ist ohnehin fast nie jemand da.
Heute nun habe ich eine weitere eher unspektakuläre Paddelrunde vollzogen und bei der Rückkehr die Hinterlassenschaften der Nilgänse, die an unserem Anleger lauern, umzirkelt. Unser famoser Bürgermeister will diese Gänse dezimieren weil sie heimische Arten verdrängten. Ausnahmsweise stimme ich ihm bei seinen Plänen zu. Ich würde sie aber auch auf Schwäne ausweiten, bei denen es sich auch um Nichtheimische Tierarten handelt und die höchst aggressiv ihre Reviere verteidigen. Bei den Nilgänsen gehts mir in erster Linie um den Dreck, den sie machen.
Freitag, 1. Mai 2026
Aprilende
Aber auch eine gewisse Einfallslosigkeit lässt sich konstatieren. Ich meide größere Unternehmungen, die mit langen Autofahrten verbunden sind. Das hat nicht nur ökonomische Gründe.
Das Paddeln nimmt bei mir inzwischen den Raum ein, den Joggen für sportliche Menschen mit gesundem Bewegungs-apparat hat. Das ist okay so. Ich nehme für mich in Anspruch ein "sportlicher Mensch" zu sein.Ich trainiere in dem Maß, in dem das für Leute mit orthopädischen Einschränkungen an der Schwelle zum Rentenalter möglich ist. "Rentner" gibt es einige bei dem Paddelfreunden, aber ich treffe äußert selten Menschen an, wenn ich zum Bootshaus komme. Das hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen, auf die ich hier nicht eingehen will, frustriert mich aber nachhaltig.In den letzten Tagen bin ich häufiger neckaraufwärts gepaddelt weil das jetzt - ab 1. Mai - seitens der Angler "unerwünscht" ist. Es gibt kein offizielles Verbot, aber der obere Abschnitt wird bis Ende Juli gemieden.
Samstag, 25. April 2026
Hirschau, Kiebingen, Rottenburg
Nachdem Rolf und ich vorgestern mal den Neckarabschnitt oberhalb des Bootshauses erforscht und dabei die "Raue Rampe" übertragen und in den Bereich unterhalb des Hirschauer Wehrs gepaddelt sind...
...habe ich heute beschlossen die große Wasserfläche oberhalb des Hirschauer Wehrs zu bepaddeln. Aber eins nach dem Anderen. Zuerst sollen ein paar Bilder und Eindrücke von der Fahrt mit Rolf gewürdigt werden.
Ich sparte mir bei meiner heutigen Fahrt die Wiederholung dieser Prozedur und lud das Boot auf den kleinen Bootswagen. Damit rollte ich es auf dem Uferweg die paar Kilometer zum Hirschauer Wehr.Dort ließ ich das Boot - sehr zum Mißfallen einer Nilgans mit vier Küken - zu Wasser, paddelte über die große Wasserfläche zum Kiebinger Wehr unterhalb dessen ein wenig Strömung wahrnehmbar war (überall sonst ist der Neckar auf diesem Abschnitt eher ein See). Ich fand die etwas versteckte Umtragestelle auf Anhieb, wuchtete das Boot durchs Unterholz und setzte es auf den Bootswagen. Oberhalb der Fischtreppe beförderte ich es über eine eher blöde Betonkante wieder ins Wasser und setzte mein "Seenpaddeln" zwischen Schilfrändern fort.
Sonntag, 19. April 2026
Nächtliches Treiben
Ich freue mich zwar, dass jetzt wieder etwas mehr Trubel auf dem Neckar ist, aber eine Neckarinselrunde an einem sonnigen Samstagmittag ähnelt gleich schon wieder einem Spießrutenlauf. Mir wird aus voll besetzten Stocherkähnen mehrfach bestätigt, dass mein Boot "August" heißt. Gelegentlich werde ich als "Winnetou" bezeichnet und ganz generell begünstigt der neuerliche Kommunikationsaufwand meine misanthropischen Neigungen.
Ich gehe - wenn das Wetter es erlaubt und ich aus dem Bett komme - wieder zu meinen frühmorgendlichen Paddelrunden über. Die Sonnenaufgangsstimmung, die (sehr) langsam wach werdende Stadt und das klare glatte Wasser ohne jeden Windhauch haben für mich erheblich mehr Reize als das Frühlingstreiben im Tagesverlauf.







































