Samstag, 31. Oktober 2026

Paddeln im Oktober

Abgesehen vom Entenrennen und der Lampionfahrt fanden im Oktober elf weitere Trainingsrunden statt, die nicht weiter erwähnenswert sind, auf denen aber Bilder entstanden sind, die ja irgendwo abgelegt und zugänglich gemacht werden müssen.

Der Herbst zeigte sich erst nur mit Vorboten und jetzt ganz massiv, so dass ich das schnelle Boot mit dem steilen Bug fast immer im Bootshaus ließ und statt dessen den kleinen Sandpiper mit dem geschwun-genen Bug nahm, vor dem sich keine Laubansammlungen bilden. 

Die Temperaturen schwanken jetzt stark und ich meide meine sonst eigentlich bevorzugte Zeit am frühen Morgen. Stattdessen gehe ich vorwiegend am späten Vormittag oder auch nachmittags aufs Wasser.


Mit dem kleinen leichten Boot, an dem ich keine hierfür extra angefertigte Bootsleine befestigt habe (in den anderen Booten habe ich stets eine kleine Schlaufe, mit der ich sie seitlich an einem Stocherkahn befestigen kann) lasse ich mir originelle Ablageplätze einfallen an denen das Boot so lange liegt, wie ich auf der Bank am Anleger herumlungere und meinen Gedanken nachgehe bevor ich mich wieder auf den Weg gegen die Strömung mache. Letztere ist die ganze Zeit ziemlich unbeträchtlich. Selbst die Regentage haben kaum zu höheren Pegeln beigetragen.



Inzwischen sind aber schon so viele Stocherkähne eingelagert worden, dass ich das Boot schon an oder auf den Anleger legen kann. Bald gehört der Neckar mir wieder ganz alleine!

Samstag, 24. Oktober 2026

Lampionfahrt 2026

Eine weitere Traditionsfahrt findet im Oktober statt: Die jährliche Lampionfahrt, an der dieses Jahr trotz heftigem Wind eine ganze Menge Leute teilnahmen. Wir trafen uns - wie immer - um 17:00 Uhr am Bootshaus.

Die Boote wurden überwiegend mit Lichterketten geschmückt, vereinzelte Laternen kamen zum Einsatz und wir setzten sie - noch bei Tageslicht - gegen 18:00 Uhr ins Wasser.


Dann paddelten wir gemächlich den Neckar hinunter Richtung Innenstadt. Es wollte nicht recht dunkel werden weil auch ein ziemlich praller Vollmond am Himmel hing.


Aber vor der Neckarfront (unterhalb der Neckarbrücke) dämmerte es dann doch gehörig und wir versuchten Achten zu paddeln, was der Wind immer wieder stark erschwerte. Besonders die Canadier wurden aus der Spur geblasen.

Schließlich paddelten wir wieder flussauf und blieben zwischen Neckarinsel und Altstadt von Windböen verschont. Umso heftiger beutelten sie uns dann oberhalb der Neckarinsel, aber alle kamen unversehrt wieder beim Bootshaus an, wo Klaus eine mitgebrachte Suppe warm machte.

Samstag, 17. Oktober 2026

Entenrennen 2026

Das Entenrennen ist zwar schon wieder eine Woche her, aber ich habe eigentlich immer einen gesonderten Eintrag veröffentlicht, wenn ich daran teilgenommen habe (und das habe ich seit 2007 so einige Male).

Allerdings gibt es diesmal auch nichts Sensationelles zu diesem "Rennen" zu berichten, außer vielleicht, dass es in diesem Jahr diese Bezeichnung wirklich nicht verdient hat. Die Enten ließen sich mangels Strömung richtig viel Zeit und wir hatten wenig Mühe sie in der Flußmitte zu halten, so daß keine im Ufergebüsch hängen blieb und verloren ging.

Mittwoch, 30. September 2026

Paddeln im September

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist eine gewisse "Sättigung" eingetreten und ich beschäftige mich sportlich gegenwärtig mehr mit angeleitetem Reha-Sport (im Rahmen eines Programms der Rentenversicherung) und... 

...viel Fahrradfahren. Dies auch weil ein neues Fahrrad "eingezogen" ist das trotz seiner Länge nicht für den Transport von Booten geeignet ist. Aber ich lerne, dass "Länge läuft" nicht nur für Kanus gilt.


Aufgrund des vielen Laubs auf der Wasseroberfläche (ich habe schon häufig beklagt, dass sich das vor dem Bug des Advantage ansammelt) paddele ich zunehmend im Elan, der weniger Laub vor sich her schiebt.

An einem Tag war ich mit Rolf unterwegs und wir haben kurz vor dem Stadtwehr angelegt um auf einem Bänkchen zu plaudern. Dabei sind ein paar nette Bilder vor dramatischem Wolken-hintergrund entstanden.


Sonst ärgere ich mich fortwährend und lautstark über die Achtlosigkeit der Paddelfreund:innen und laufe Gefahr das Image eines Bootshaus- und -geländepolizisten zu bekommen.

Um "wieder runter zu kommen" genieße ich die Ruhe auf dem Fluss indem ich zu Randzeiten paddele, in denen auch die Enten Entspannung auf den Heckflächen der Stocherkähne erleben.


Ich erfreue mich an den immer gleichen Motiven, die sich allenfalls durch Wetter und Bewölkung unterscheiden (letztere wird immer wieder durch die Software meines Handys dramatisiert - und ich weiß das zu schätzen).


Mittwochs findet das Treffen der Langbootpaddler:innen statt und Rolf und ich mogeln uns in unseren langen Booten dazwischen obwohl mit dieser Kategorie vornehmlich Seekajaks angesprochen sind.


Für die Statistik: Es waren neun Neckarinselrunden im September. Das kann nicht als "Planerfüllung" verbucht werden. Grundsätzlich nehm ich mir vor mindestens jeden dritten Tag aufs Wasser zu kommen. Mal sehen, ob das im Oktober klappt.

Montag, 31. August 2026

Paddeln bei Tageslicht

Die nächtlichen Fahrten nehmen allmählich ein Ende weil es mittlerweile zu spät hell wird, so dass ich meine üblichen Arbeitszeiten im Homeoffice nicht einhalten könnte, wenn ich die Morgendämmerung auf dem Wasser erleben will. Stattdessen bemühe ich mich jetzt im Lauf des Vormittags mal für anderthalb Stunden vom Schreibtisch weg zu kommen und eine Neckarinselrunde zu paddeln. Das gelingt nicht immer. Es sind Telefongespräche, spontan aufkommende Aufgaben oder auch Trägheit, die mit zwei Stunden Bürostuhlhocken einhergeht, meine Paddelumtriebe vereiteln.
Die Nachfahrten haben ja gewissermaßen überhand genommen und ich werde sie vorerst nicht vermissen. Später im Jahr - wenn ich wieder nachmittags paddele - werden Abenddämmerungsfahrten überhand nehmen. Dem sehe ich schon mit gemischten Gefühlen entgegen. Es ist jetzt schon so, dass die untergehende Sonne die Sicht nach vorne beeinträchtigt. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau.
Ähnlich ist das mit all dem Laub, das jetzt schon auf und knapp unter der Wasseroberfläche treibt. Die Trockenheit hat dafür gesorgt, das die Bäume vorzeitig LAub abwerfen.

Vielfach ist sogar schon eine Herbstfärbung der Baumkronen wahrnehmbar. Beim Paddeln wirkt sich das in meinem schnellen Boot so aus, dass sich Laub vor dem Bug ansammelt und eine lästig plätschernde Bugwelle erzeugt.
Es ist nicht nur akustisch sondern auch physisch wahrnehmbar, dass sich da Widerstand aufbaut und das Boot gleitet nicht mehr so geschmeidig durchs Wasser, wie ich es gewohnt bin. Das nervt!

Ich werde in nächster Zeit auf den viel zu selten genutzten kleinen Elan umsteigen. Der fühlt sich fast genauso schnell wie der Advantage an, ist weniger aber eben auch schwerer. Die wenigen Kilo mehr, die er auf die Waage und auf meine Schulter bringt, wenn ich ihn vom Bootshaus zum Steg und zurück trage, machen sich bemerkbar. Ich bin diesbezüglich erheblich weniger belastbar als früher. Das ist eine Alterserscheinung. Ich werde früher oder später einen klappbaren Bootswagen einsetzen. Denn liegenlassen kann ich den Bootswagen am Anleger nicht.
Möglicherweise kann ich ihn irgendwo da unten anketten (und/oder eine Vorrichtung dafür am Steg anschrauben - darüber muss ich mir mal Gedanken machen). 
Die ausgedehnten Tagesfahrten auf Gewässer in der Umgebung haben in diesem Jahr nicht stattgefunden. Ich bin schon wegen der Fahrtkosten diesbezüglich zurückhaltender. Und auch wenn gilt, dass man niemals den selben Fluss paddelt, ist es doch so, dass man immer das gleiche Ufer sieht. Und ich kenne im näheren Umfeld eigentlich alle paddelbaren Strecken in und auswendig.
So konzentriere ich mich weiterhin auf beständiges Neckartraining. In dieser Monatshälfte sind 10 Fahrten zusammen gekommen. Ich hoffe, dass ich diese Rate so lange wie möglich beibehalten kann. 

Samstag, 15. August 2026

Mitte August

An den Tagen, an denen ich frühmorgens unterwegs bin (und davon gab es in dieser Monatshälfte 13 Tage) entstehen fast immer die gleichen Bilder. Erst (das rechte Bild) eine Aufnahme vor dem Start, dann irgendwo unterwegs - z.B. ein Bild der Tübinger Neckarfront - und dann noch ein Bild des Boots am Anleger bei Fahrtende (das linke Bild). Erkennbar ist, dass es inzwischen später hell wird und die Bilder dunkler sind.


Aber auch bei Tageslicht war ich einmal mit dem kleinen grünen Boot unterwegs (was die Summe der Fahrten auf 14 erhöht - es gab also nur einen Tag, an dem ich nicht auf dem Wasser war).
Und ich erreichte den Anleger auch mal bei mehr Tageslicht wenn ich mir mehr Zeit ließ. Das tue ich letzthin weil ich Überstunden abbauen muss, was ich am frühen Vormittag mache, wenn man sich noch draußen bewegen kann. Am Nachmittag kann man das dieser Tage eher nicht. Die Hitze macht mir zu schaffen und ich sehe fast freudig "schlechtem Wetter" entgegen, das für die kommende Woche angekündigt wurde.


Ich paddele also gewöhnlich im Dunkeln flussab, erschrecke mich, wenn ich über eine dieser Algenansammlungen rutsche, erreiche nach ca. 12 Minuten die Neckarbrücke und nach ein paar weiteren den Anleger der Stocherkähne. Dort mache ich dann mein Boot an einem Kahn fest, klettere über den Kahn ans Ufer und setze mich oben an der Böschung auf die Bank. Von da aus sehe ich zu, wie das Licht allmählich heller wird, am gegenüber liegenden Ufer die Busse vorbei rumpeln und die Tageszeitung ausgetragen wird und dann mache ich mich wieder auf zur Fahrt flussauf.

Das ist angesichts der geringen Strömung nicht anstrengender als die Flussabfahrt. Tatsächlich fühlt es sich fast schneller an weil ich in der Regel den schmaleren Neckararm wähle, in dem das nahe Ufer schneller vorbei zu gleiten scheint. Selten wähle ich nochmal die Neckarfront, an der ich quasi ausnahmslos schon auf der Fahrt flussab vorbei gepaddelt bin.