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Donnerstag, 14. Mai 2026

Mitte Mai


Wie in den vergangenen Monaten gibts zur Monatsmitte eine kleine Bilanz meiner Paddelunternehmungen. Da ich ja penibel Beweisfotos sammele habe ich mich diesmal dafür entschieden, jede Fahrt mit einer Collage zu dokumentieren. Die Bilder oben stammen von der Neckarinselrunde am Tag der Arbeit. Die Bilder unten von einer Paddelunternehmung am darauffolgenden Tag, auf deren Details ich nicht eingehen werde.


Das hat damit zu tun, dass ich mir bei dieser Fahrt streng genommen zwei Ordnungswid-rigkeiten zuschulden kommen ließ, die ich aus Unkenntnis begangen habe. Diese Unkenntnis ist grundsätzlich schon mal peinlich. 

Ich mache natürlich häufig Bilder von den gleichen Motiven aus sehr ähnlichen Perspektiven. Trotzdem schaue ich sie mir immer wieder gerne an weil unsere kleine Unistadt eben bei fast allen Wetterbedingungen ganz ansehnlich ist.

Bei der Fahrt am 7. Mai ist mir die Kanu-AG des Wildermuth-Gymnasiums begegnet und ich habe eine frisch geschlüpfte Libelle - Ton in Ton mit dem alten Kletterseil, das einen Stocherkahn an seinem Platz hält - beobachtet. Am nächsten Tag war die Libelle weg, und die leere Hülle ihrer letzten Lebensphase klebte noch am Seil (siehe unten).


Bei manchen Fahrten ändert sich das Wetter unterwegs und ich habe stets eine Regenjacke dabei. Die war am 9. Mai nicht erforderlich weil sich das Wetter zum Besseren wandelte. Aber auch der bedeckte Himmel ganz zu Anfang war durchaus imposant. Die Software in der Handykamera hebt die Wolkenstruktur etwas übertrieben hervor.

Am Tag drauf wollte ich mal Erdmanns Osprey ausprobieren, bin aber nach kurzer Strecke wieder umgekehrt weil der Sitz in dem Boot für meine Bedürfnisse viel zu niedrig montiert ist. Ich würde ihn um mindestens zwei Zentimeter anheben. Das erschwert zwar die Balance im Boot, aber es erleichtert das Knien für Leute mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit.

Montag drauf bin ich nach der mittäglichen Paddeltour (in der Mittagspause des Home-Office) am späten Nachmittag noch einmal zum Bootshaus gefahren um die Paddelhalterung im Elan auszutauschen. Die Paddelhalter, die ich zuerst montiert hatte waren zu schwach, so dass das Paddel häufig heraus gerutscht ist. Ich fürchte jetzt habe ich sehr straffe Halterungen montiert, die mir auch gewisse Probleme bereiten werden. Ein heftiger Regenschauer setzte während der Arbeit ein, aber ich behindere ja niemanden wenn ich mich am Bootshaus so breit mache. Es ist ohnehin fast nie jemand da.

Heute nun habe ich eine weitere eher unspektakuläre Paddelrunde vollzogen und bei der Rückkehr die Hinterlassenschaften der Nilgänse, die an unserem Anleger lauern, umzirkelt. Unser famoser Bürgermeister will diese Gänse dezimieren weil sie heimische Arten verdrängten. Ausnahmsweise stimme ich ihm bei seinen Plänen zu. Ich würde sie aber auch auf Schwäne ausweiten, bei denen es sich auch um Nichtheimische Tierarten handelt und die höchst aggressiv ihre Reviere verteidigen. Bei den Nilgänsen gehts mir in erster Linie um den Dreck, den sie machen.

Dienstag, 16. April 2024

Nagoldpaddeln



Die Wanderfahren, die Rolf und ich bei den Paddelfreunden anbieten, erfreuen sich ja nicht immer großen Zuspruchs, Tatsächlich mussten wir die eine oder andere schon mangels Teilnehmer:innen ganz absagen. 


Die Fahrt auf der Nagold am vergangenen Sonntag dagegen war geradezu eine Großveranstaltung. Das Wetter spielt eine große Rolle (es war fast schon sommerlich warm) und die Tatsache, dass die Nagold kein reiner Wanderfluss ist sondern immer wieder "Spielstellen" beinhaltet, bei denen auch Wildwasserpaddler:innen auf ihre Kosten kommen, war maßgeblich verantwortlich dafür, dass sich 14 Paddlerinnen und Paddler in 10 Kajaks und vier Canadieren zusammen gefunden haben.

Rolf und mir war es gelungen Roland zum Paddeln im vereinseigenen Ocoee zu überreden. So kam es, dass ich drei baugleiche Boote auf dem Dachträger unterbringen durfte, die sich allerdings in Details unterscheiden. Man beachte das Fehlen von Deckplates an Rolfs Boot.

An den Spielstellen wurde weniger ausgiebig als in früheren Jahren gesurft. Wir hatten Spaß dabei Jet-Ferries durch die Wellenkämme zu fahren und setzten unsere Manöver der Bewertung wenig fachkundigen Publikums aus dem Bad-Liebenzeller Kurpark aus.
 

Ebendort im Kurparkpavillon machten wir eine kleine Pause. Die ergrauten Paddler ruhten sich auf Bänken aus, die noch etwas jugendlicheren setzten oder legten sich ins Gras der Kuranlage. Die Pause zog sich etwas länger hin als Früher.


Schließlich brachen wir wieder auf und bewältigten den etwas weniger lebhaften Flussabschnitt unterhalb von Bad-Liebenzell bis Mohnbachtal, wo wir noch die Flößergasse durchfuhren und die Boote aussetzten um sie wieder auf die Autos zu laden.


Im Café der Liebenzeller Mission gabs noch Kaffee und Kuchen und dann machten wir uns in unseren mit bunten Booten beladenen Vehikeln wieder auf die Heimfahrt. Es war eine gelungene Ausfahrt mit viel Gesprächen und hinreichend Bewegung.

Samstag, 18. März 2023

Nochmal Rheinfall (mit Bootswagen)

Seit ich vor knapp vier Wochen die Strecke von Rheinau nach Schaffhausen zum Rheinfall gepaddelt bin schwebt mir vor, diese Fahrt auch mal als Ausfahrt der Paddelfreunde anzubieten. In der Form, in der ich sie im Februar unternommen habe, kommt sie vermutlich nicht in Frage (zu viel bergaufpaddeln), in der Form, in der ich sie gestern gepaddelt bin vermutlich auch nicht (immer noch zu viel bergaufpaddeln). Und es gibt noch weitere Gründe, die die Fahrt in der Großgruppe wenig ratsam erscheinen lassen. Unter anderem sind die Parkplätze auf der deutschen Seite der Brücke nach Rheinau sehr begrenzt (und zumeist mit gutem Recht von Taucher:innen belegt). 

Aber von Anfang an:

Zur Reduktion der bergauf zu paddelnden Kilometer beschloss ich die Rheinschleife um Rheinau herum mit dem Bootswagen abzukürzen. Das ging auch ganz gut. Knapp 900 Meter sind es bis zur Einsatzstelle beim Kloster auf der Rheininsel. 
An der Einsatzstelle traf ich Urs, der ganz begeistert von meinem Boot war und jede Menge Fragen dazu und zum Paddeln generell stellte und Fotos machte.
Ich paddelte erneut ca. acht Kilomter bergauf (nicht ohne wieder beim "Badi Dachsen" eine Pause einzulegen) und kam nach ca. anderthalb Stunden beim Rheinfall an, wo ich das obligatorische Beweisfoto machte.
Diesmal paddelte ich nicht über das Aussichtscafé hinaus sondern steuerte den Bootshafen dahinter an. Irgendjemand rief "Hallo" und lief auf mich zu, und ich argwöhnte schon, dass ich wieder mal etwas Verbotenes getan hatte, aber es war Urs, den die Strecke zu Fuß mit seinem Dackel am Ufer hinauf gelaufen war (ich hatte ihn von meiner Pausenstelle aus gesehen, aber nicht erkannt).
Wir unterhielten uns wieder eine ganze Weile lang.
Danach paddelte ich in dem kleinen Hafenbecken nach vorne zum Aussichtscafé auf der Insel und betrachtete noch einmal den Rheinfall in all seiner Pracht. Das Aussichtscafé ebenfalls. Darin könnten die Paddelfreunde schweizerisch überteuert Kaffee und Kuchen zu sich nehmen, wenn die Touristenscharen, die laut Urs im Sommer hier strömen, das zulassen. Zweifel sind angebracht.

Ich verabschiedete mich von Urs und seinem Dackel und paddelte wieder bergab. Natürlich ging das jetzt schneller und müheloser als die Auffahrt, aber ich war dennoch ziemlich ermattet und ließ mich zeitweise treiben. Nach diesem Winter bin ich wohl nicht recht in Form und da hilft selbst das gute alte Sawyer-Manta Bentshaft-Paddel nicht, das ich für diese Fahrt reaktiviert habe.
Zurück an der Rheinbrücke in Rheinau erwog ich noch ein wenig bergab zum letzten Wehr zu paddeln, entschied mich aber dafür das Boot und die Ausrüstung zu verladen, eine Pause einzulegen und die kurze Strecke noch zu Fuß zu gehen.
Unterhalb dieses Wehrs werden die Wassermaßen, die beim ersten Wehr abgeleitet werden, wieder in den Rhein gelassen. Das Volumen erhöht sich, die Strömung nimmt zu und der Fluss wird wieder etwas "lebendiger".

Ich kehrte um, hatte noch ein kleines Techtelmächtel mit einem Blesshahn, der sein Nest recht aggressiv verteidigte und wand mich meiner bei der letzten Fahrt gefundenen Übernachtungsstelle zu nachdem ich in Lottstetten noch meine Vorräte aufgefrischt hatte. Die Nacht war frostig (das Wetter hielt sich nicht an die Wetterprognose) und lang (unterwegs gehe ich bei Einbruch der Nacht schlafen).

Als es morgens endlich hell wurde waren die Temperaturen nahe am Gefrierpunkt. Ich hatte nach der langen Nacht und einem Blick auf mein Außer-EU-Datenvolumen* die Lust auf weitere Unternehmungen verloren und machte mich auf den Heimweg.
*ich hatte das Telefon in der Schweiz zwar in den Flugmodus versetzt, aber offenbar werden in der zerklüfteten Grenzgegend  Schweizer Funkmasten angepeilt.

Montag, 20. Februar 2023

Rheinfall von unten

Eigentlich ist die Strecke bis südlich von Schaffhausen ja etwas zu weit für eine Tagestour, aber viel weiter als bis zum Schluchsee oder zum Bodensee ist das nun auch nicht und die Nächte sind doch noch zu kalt für eine Übernachtung im Auto. 

Die Tage werden wieder länger und für diesen Wochenanfang waren frühlingshafte Temperaturen angesagt. Ich wollte mal was Neues ausprobieren und startete kurz nach Acht Richtung Rheinbrücke bei Rheinau (okay, im zweiten Versuch: den Rhein beim Klärwerk bei Lottstetten zu erreichen gelang mir nicht. Dafür hab ich dort einen idealen Übernachtungsplatz entdeckt). Ich traf gegen halb 11 ein.

Ich setzte das Boot unterhalb der alten Zollbrücke ein, umrundete einige Taucher:innen, die im glasklaren Wasser schnorchelten und paddelte zum nur ca. 150 Meter weiter flussauf gelegenen Wehr. Hier umtrug ich das Boot und paddelte dann die Rheinschlaufe, die um Rheinau herum führt. auf der anderen Seite der Schleife war erneut ein Wehr zu umtragen. Auf dem Hinweg bewältigte ich das noch mit Anstand weil ich noch hinreichend Energie hatte.

An diesen Wehre werden offenbar im Sommer Touristenboote auch großen Plattformwagen, die auf Schienen laufen, befördert. Heute waren sie nicht in Betrieb. Dafür war die Beschilderung allumfassend. Sogar Verbotsschilder bezüglich der Befahrung des Wehrs von unten(!) und oben wurden aufgestellt (erstaunlicherweise nicht nur auf der Schweizer Seite).


Ich hatte die Länge des nun folgenden Abschnitts bis Schaffhausen grob unterschätzt. Die Strömung war weniger problematisch als die schiere Ausdehnung. Der Rhein fließt hier gemächlich in einem tiefen Bett. Das Wasser ist glasklar und ich behaupte mal, dass man locker acht Meter tief auf den Grund schauen kann, wo sich Aale, Hechte und gigantisch große karpfenartige Fische tummeln. Die Sonne schien und mich begleitete mein scharf akzentuierter Schatten am Flussgrund.

An einer Badestelle ("Badi Dachsen") auf der Schweizer Seite machte ich eine Pause. Ich ließ mich auf einer Bank nieder und verdrückte drei Müsliriegel. Dann bewältigte ich den letzten Abschnitt bis zum Rheinfall, der sich durch Schaum auf der Wasseroberfläche ankündigte. 


Kurz vor dem Rheinfall wurde das Wasser wirklich unruhig und ich wagte mich nicht weiter vor als bis zum Aussichtscafé. Kaum dümpelte ich da herum setzte sich auch schon ein großes Motorboot in Bewegung, dessen Bootsführer mich argwöhnisch betrachtete. Offenbar befürchtete er einen Notfall. Ich zog mich nachdem ich ein paar Fotos gemacht hatte wieder zurück und paddelte jetzt flussab.  


Die Strömung half ein wenig, aber ich war nun doch schon ziemlich ermattet. Ich ließ mir Zeit und genoss die Sonne. Das auf einer Insel liegende Kloster in Rheinau umfuhr ich diesmal auf der anderen Seite. Besonders gut gefiel mir die Spitzkirche am unteren Ende der Insel.

Am Wehr wurde mehrsprachig darüber aufgeklärt, dass noch zwei "Hilfswehre" folgen. Ein beträchtlicher Teil des Wassers wird durch zwei Stollen durch den Landrücken, auf dem Rheinaus liegt, geführt und treibt Turbinen an. Auf dem Begleitpfad wanderten unter anderem zwei Alpakas, die offenbar als Therapiepferde für Menschen mit geistiger Behinderung eingesetzt werden. Ein weiteres Paddelboot begegnete mir. 


Zurück am Auto beendete ich meine Aufzeichnung. Ich war gut fünfeinhalb Kilometer schnell knapp 20 Kilometer weit gepaddelt. und habe angeblich einen Höhenunterschied von 60 Metern bewältigt. Das stimmt sicher nicht, aber allerhand Meter waren es durch die Wehre schon. Ich ruhte mich erstmal etwas aus, verlud das Boot und nahm Kaffee und Kuchen in Jestetten zu mir. Dann tuckerte ich auf der Autobahn zurück nach Hause, wo ich pünktlich um Sechs eintraf.

Mir hat der Rhein da oben sehr gut gefallen und ich habe vor die weiter unten liegenden Abschnitte irgendwann in der näheren -zukunft ebenfalls zu paddeln. Das mache ich aber erst, wenn es warm genug für Übernachtungen im Auto ist.

Montag, 1. November 2021

Riedlingen - Rechtenstein

Vor drei Wochen bin ich ja schon mal die Strecke oberhalb von Rechtenstein hinauf gepaddelt. Und auch schon früher findet sich dieser Abschnitt in meinen Aufzeichnungen (2003, 2007, 2010, 2011, 2014, 2015, 2018, 2019). Dennoch sind wir gestern erneut in einer großen Gruppe dort auf der Donau unterwegs gewesen. 


Überraschende Neuigkeiten gibt es von der Strecke nicht zu berichten. Im Laufe der Jahre hat sie sich dennoch sehr verändert. Inzwischen ist sie in weiten Abschnitten natürlicher und strukturierter als sie das früher war. Mehr Totholz bleibt im Fluss, große Kiesbänke haben sich gebildet und die Ufer sind aus- und unterspült weil man dem Fluss mehr Freiheit zugesteht, als man das einstmals getan hat. 

Klemens hat Bilder gemacht, die so gut sind, dass ich meine lieber im Archiv lasse. Ausschweifende Kommentare erübrigen sich. Der Ablauf der Fahrt variiert nur geringfügig. Gestartet wird in Riedlingen, eine Pause wurde in Ziefaltendorf gemacht.

Die Braunselmündung kurz vor unserem Ziel, Rechtenstein, wurde mit respektvollem (aber sehr neugierigem) Abstand begutachtet. Man darf den mit 900 Metern wohl kürzesten Fluss der Alb leider nicht paddeln.

Ich war mit meiner "Schnepfe" unterwegs, die erstmalig etwas mehr Gepäck befördern musste. Wir hatten immenses Glück mit dem Wetter (an den Tagen davor und danach regnet es). Organisiert wurde die Fahrt von Rolf.

Fotos von Klemens, der erstmals seit langem im Tandemcanadier gepaddelt ist.

Montag, 26. August 2019

Fortgeschrittene Paddellogistik

Eine seit längerem geplante "Wochenendflucht" führte mich an die Hornisgrinde, die ich - weil die Schwarzenbachtalsperre witzlos fürs Paddeln ist - schon am Freitagabend erkundete. Ganz früh am anderen Morgen besichtigte ich den Mummelsee (auch nichts zum Paddeln). Am Nachmittag davor fand ich dort reges Touristentreiben vor, wie fast überall an den namhaften Schwarzwaldspots.

Anschließend machte ich noch einen längeren Spaziergang über den Schliffkopf und dann wanderte und kletterte ich auf den Karlsruher Grad. Ich hatte so bereits am Samstag erledigt wofür ich mir eigentlich das ganze Wochenende freigehalten hatte.

Weil die Paddelei hierbei zu kurz gekommen war entschied ich mich Sonntagmorgen (ich war trotzdem ich Samstag spät heimgekommen war erstaunlich fit) eine lange Zeit zurückliegende Fahrt von Sulz nach Sulzau zu wiederholen (Siehe "Vier rote Boote").

Ich deponierte mein neues schnelles Fahrrad in meinem Gartenhäuschen und fuhr - nicht nach Sulz - sondern nach Fischingen. Das verkürzt die Strecke geringfügig und erspart eine Umtragung.


Derer gibt es allerhand auf diesem Abschnitt. Bis Horb jedoch geht es Umtragungsfrei. Insbesondere seit die beiden Solschwellen in Dettingen "geschliffen" sind. Dort fährt man jetzt mittig durch einen sanften Schwall. Aus ists mit dem "Boof-Trainingspot".

In Horb angekommen (es war inzwischen kurz vor elf) wollte ich einen Kaffee trinken. Der Kiosk linksseitig hatte jedoch noch geschlossen und ich wollte das Boot nicht unbeaufsichtigt am Ufer liegen lassen. Also paddelte ich hurtig weiter...


...bzw. umtrug erstmal Boot und Ausrüstung um das einzige verbliebene Wehr in Horb (früher waren dort zwei Wehre). Die Umtragung ist immer noch die längste auf der ganzen Strecke aber sie ist so eben, dass man barfuss laufen kann.

Das kann man unterhalb des zweiten Wehrs in Mühlen nicht. Da muss man nämlich selbst bei passablem Pegel ins Wasser steigen und das Boot treideln. Hochwasser haben die Böschung so ausgespült, dass Ablagerungen aus Jahrhunderten freigelegt wurden.


Die Umtragung bei Eyach ist mittlerweile so verbuscht, dass ich künftig doch linksufrig umtragen werde. Die Anlieger wünschen das zwar nicht, aber ein Hinweis auf Wassergesetz des Landes Baden-Württemberg §22 sollte die Situation klären.

Gegen 13:00 Uhr kam ich - nach knapp vier Stunden Paddelei an meinem Garten an. Lagerte das Boot an einen Holzschuppen und nahm erstmal etwas zu mir. Dann radelte ich die 26 Kilometer in Rekordzeit nach Fischingen und holte das Auto zurück.

Da ich inzwischen immer mehr Solofahrten unternehme bewährt sich für mich diese Organisationsform. Nicht überall kann ich das Fahrrad so sicher deponieren wie auf dieser Strecke. Aber ich denke schon über die Anschaffung eines weniger wertvolles Rads nach...