Montag, 28. Dezember 2015

"Dritter" Weihnachtsfeiertag


An diesem "dritten" Weihnachtsfeiertag wollten wir eigentlich nach Beuron und den dortigen Donauabschnitt (wie 2013 und 2014) befahren. Der Pegel war jedoch so niedrig, dass eine Fahrt nicht zulässig gewesen wäre. Deshalb entschieden wir uns für die Donau bei Riedlingen.

Wir luden Boote und Paddler in Riedlingen ab, fuhren die Autos zur Aussatzstelle in Rechtenstein und kehrten mit einem Auto zurück. Rolf und ich hatten uns für unseren "neuen" Explorer entschieden und bildeten ein Tandem. Wir waren in vier Tandems und drei Solokajaks unterwegs.


Die Donau führte selbst auf diesem Abschnitt wenig Wasser - so wie alle Flüsse in der Region. Aber immerhin so viel, dass es bei vorsichtigem Navigieren zu keiner Grundberührung kam.


Die Kajaks hielten Schritt mit den Tandemcanadiern (wir legten uns aber auch nicht nennenswert ins Zeug) und wir kamen flott voran. Zeitweilig ist der Fluss breit und beinahe Seenartig, ab und zu verengt er sich ein wenig und bildet leichtgradige Schwallpassagen. Trotz des niedrigen Pegels hatte der Fluss eigentlich immer eine deutlich  spürbare Strömung.


An einer Weide, auf der Betontrümmer herumlagen machten wir Pause, entzündeten ein paar Hoboöfen und bereiteten Kaffee und Marshmallows zu. die Pause zog sich etwas hin weil wir die Sonne und unsere kleinen Feuerchen ausgiebig genossen.


Es wurde viel geplaudert, Roland wurde bedauert, der aufgrund einer Sportverletzung nicht teilnehmen konnte (er betreibt Wassersport auf gefrorenem Wasser - immer ein Fehler!) und das benachbarte Gehege mit Ziegen wurde ausgiebig begutachtet.

Dann machten wir uns wieder auf weil das Herumstehen bei diesen Temperaturen uns trotz Sonne und Feuer doch etwas abgekühlt hatte. Die Bewegung in den Booten machte uns wieder warm (vielleicht abgesehen von den Füßen der KajakpaddlerInnen).

An Stellen, an die die Sonne nicht gekommen war, lag noch Reif auf dem Ufer. Auch an der Einstiegstelle war am Uferrand ein kleiner Eisstreifen. Nachts ist es hier doch schon richtig kalt. In der Luft hatten wir an diesem Sonntag vermutlich knapp unter 10°C.


Nicht in jedem Boot konnte ein optimaler Trim erreicht werden. Aber Charly's Paddel ist ohnehin etwas zu lang. Seine hohe Sitzposition auf dieser Tour gleichte diesen Nachteil aus.


Andere lümelten im Boot herum, hatten sich aber immerhin um ein stylisches Outfit bemüht.


Auch Rolf bekam mit seinem Schlapphut einige Pluspunkte in dieser Wertung. Andere konnte mit Bommel- oder Ringelmützen punkten.


Allmählich kam Rechtenstein in Sicht, wo die Autos geparkt waren und wo ein Wehr die Donau aufstaut.


 Kurz vor Rechtenstein mündet die Braunsel in die Donau, die von Kajaks nicht befahren werden darf. Ein Schild, auf dem ein durchgestrichenes Kajak abgebildet ist, macht hierauf unmissverständlich aufmerksam.


Wir erkundeten die Mündung deshalb nicht besonders intensiv sondern wandten uns Rechtenstein zu, wo die Boote an einem kleinen Schwimmsteg, der erfreulicherweise im Winter nicht abgebaut wird, aus dem Wasser gezogen wurden.



Dann wurden sie und die Ausrüstung verladen und wir fuhren zurück nach Riedlingen, wo wir ein nettes Café fanden, in dem wir die Dämmerung abwarteten. Im Dunkeln ging es dann zurück nach Tübingen, wo die Boote wieder ins Bootshaus kamen.

Diese Fahrt war eigentlich ein würdiger Jahresausklang und die angekündigte Jahresabschlussfahrt am 31.12. wird dadurch entbehrlich. Die Pegel lassen nichts Spannendes zu und es hat sich sowieso noch niemand dafür interessiert. Ich läute hiermit mein kleines Sabbatjahr, in dem ich keine Fahrten anbiete sondern ebenfalls ausschließlich an Fahrten teilnehme, ein.

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