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Samstag, 13. Oktober 2018

Nachtfahrten


Gesternabend bin ich noch mit Rolf in unserem gemeinsamen Boot, dem Kevlar-Explorer, flott um die Neckarinsel gepaddelt. Dann haben wir darauf gewartet, dass die Kanujugend die Feuerstelle fürs Grillen freigibt. Sie ließ sich Zeit und irgendwann machten wir uns unverrichteter Dinge davon.

Das Grillgut kam zuhause in die Pfanne, es gab ein spätes Abendessen und ich ging später als sonst ins Bett. Umso später wachte ich heute auf. Das ist gut, denn es wird einfach nicht früh genug (für meine Verhältnisse) hell. Ich kam für meine Morgenrunde noch im Dunkeln ans Bootshaus, ließ mich wie zuletzt von Fledermäusen umschwirren und wiederholte die Neckarinselrunde vom Vorabend im kleinen leichten Soloboot.

Gegen Sieben war ich an der Neckarbrücke und langsam wurde der Himmel hell. Die Sonne lässt sich mit dem Aufgehen noch bis 7:30 Uhr Zeit. So lange wollte ich nicht warten.


Ich umrundete den mittleren Brückenpfeiler, machte noch ein Bild von der schläfrigen Neckarfront und paddelte wieder bergauf.


Am Bootshaus angekommen stieg die Sonne dann doch langsam über den Horizont und bestrahlte schwach die Baumwipfel. Ich verstaute das schnelle Boot, schwang mich aufs Fahrrad und machte noch einen kleinen Abstecher zum Bäcker. Dann gabs Frühstück.
Morgen wollen wir eine Sonntagsfahrt auf dem Neckar machen und in meinem Garten Kaffeetrinken. Ich muss die Keksvorräte in meiner Gartenhütte aufstocken.

Montag, 28. Dezember 2015

"Dritter" Weihnachtsfeiertag


An diesem "dritten" Weihnachtsfeiertag wollten wir eigentlich nach Beuron und den dortigen Donauabschnitt (wie 2013 und 2014) befahren. Der Pegel war jedoch so niedrig, dass eine Fahrt nicht zulässig gewesen wäre. Deshalb entschieden wir uns für die Donau bei Riedlingen.

Wir luden Boote und Paddler in Riedlingen ab, fuhren die Autos zur Aussatzstelle in Rechtenstein und kehrten mit einem Auto zurück. Rolf und ich hatten uns für unseren "neuen" Explorer entschieden und bildeten ein Tandem. Wir waren in vier Tandems und drei Solokajaks unterwegs.


Die Donau führte selbst auf diesem Abschnitt wenig Wasser - so wie alle Flüsse in der Region. Aber immerhin so viel, dass es bei vorsichtigem Navigieren zu keiner Grundberührung kam.


Die Kajaks hielten Schritt mit den Tandemcanadiern (wir legten uns aber auch nicht nennenswert ins Zeug) und wir kamen flott voran. Zeitweilig ist der Fluss breit und beinahe Seenartig, ab und zu verengt er sich ein wenig und bildet leichtgradige Schwallpassagen. Trotz des niedrigen Pegels hatte der Fluss eigentlich immer eine deutlich  spürbare Strömung.


An einer Weide, auf der Betontrümmer herumlagen machten wir Pause, entzündeten ein paar Hoboöfen und bereiteten Kaffee und Marshmallows zu. die Pause zog sich etwas hin weil wir die Sonne und unsere kleinen Feuerchen ausgiebig genossen.


Es wurde viel geplaudert, Roland wurde bedauert, der aufgrund einer Sportverletzung nicht teilnehmen konnte (er betreibt Wassersport auf gefrorenem Wasser - immer ein Fehler!) und das benachbarte Gehege mit Ziegen wurde ausgiebig begutachtet.

Dann machten wir uns wieder auf weil das Herumstehen bei diesen Temperaturen uns trotz Sonne und Feuer doch etwas abgekühlt hatte. Die Bewegung in den Booten machte uns wieder warm (vielleicht abgesehen von den Füßen der KajakpaddlerInnen).

An Stellen, an die die Sonne nicht gekommen war, lag noch Reif auf dem Ufer. Auch an der Einstiegstelle war am Uferrand ein kleiner Eisstreifen. Nachts ist es hier doch schon richtig kalt. In der Luft hatten wir an diesem Sonntag vermutlich knapp unter 10°C.


Nicht in jedem Boot konnte ein optimaler Trim erreicht werden. Aber Charly's Paddel ist ohnehin etwas zu lang. Seine hohe Sitzposition auf dieser Tour gleichte diesen Nachteil aus.


Andere lümelten im Boot herum, hatten sich aber immerhin um ein stylisches Outfit bemüht.


Auch Rolf bekam mit seinem Schlapphut einige Pluspunkte in dieser Wertung. Andere konnte mit Bommel- oder Ringelmützen punkten.


Allmählich kam Rechtenstein in Sicht, wo die Autos geparkt waren und wo ein Wehr die Donau aufstaut.


 Kurz vor Rechtenstein mündet die Braunsel in die Donau, die von Kajaks nicht befahren werden darf. Ein Schild, auf dem ein durchgestrichenes Kajak abgebildet ist, macht hierauf unmissverständlich aufmerksam.


Wir erkundeten die Mündung deshalb nicht besonders intensiv sondern wandten uns Rechtenstein zu, wo die Boote an einem kleinen Schwimmsteg, der erfreulicherweise im Winter nicht abgebaut wird, aus dem Wasser gezogen wurden.



Dann wurden sie und die Ausrüstung verladen und wir fuhren zurück nach Riedlingen, wo wir ein nettes Café fanden, in dem wir die Dämmerung abwarteten. Im Dunkeln ging es dann zurück nach Tübingen, wo die Boote wieder ins Bootshaus kamen.

Diese Fahrt war eigentlich ein würdiger Jahresausklang und die angekündigte Jahresabschlussfahrt am 31.12. wird dadurch entbehrlich. Die Pegel lassen nichts Spannendes zu und es hat sich sowieso noch niemand dafür interessiert. Ich läute hiermit mein kleines Sabbatjahr, in dem ich keine Fahrten anbiete sondern ebenfalls ausschließlich an Fahrten teilnehme, ein.

Freitag, 4. Dezember 2015

Kosmetik


Neulich beim Konsum von Sport- und Abenteuerartikeln fiel mein Blick auf eine rote Reepschnur und ich erinnerte mich der unschön unterschiedlichen Schnüre, mit denen ich unlängst die Luftsäcke im Explorer eingebunden habe.
Die Reepschnur habe ich nun zum Bootshaus befördert und daselbst gegen die farbig unterschiedlichen Schnüre im Explorer ausgetauscht. Das wäre nicht zwingend nötig gewesen aber das Auge paddelt ja mit.

Montag, 16. November 2015

Pferde stehlen...


Mit Rolf habe ich mich heute nachmittag am Bootshaus getroffen um mit ihm die Umgestaltung seines Esquif L'Edge zu besprechen. Er will die Decks wegsägen und Eschensüllränder anbringen. Das ist alles machbar. Wir können es aber nicht vor Anfang Dezember angehen und sind auf einen Schönwetternachmittag oder -samstag angewiesen um die Hobel- und Fräsarbeiten im Freien abzuwickeln.

Danach sind wir noch einmal im Explorer aufs Wasser gegangen um eine Reihe von moralisch und ökologisch fragwürdigen Handlungen vorzunehmen über die ich nicht mehr verrate, als dass dabei unterschiedliche Bootsleinen eine Rolle spielten. Es hat irre Spaß gemacht!

Sonntag, 15. November 2015

Tandemtest


Am Nachmittag haben wir noch eine kleine Neckarinselrunde mit dem Explorer unternommen um heraus zu kriegen, ob wir zu dritt (Røskva war als Passagiering dabei) mit dem kurzen Boot zurecht kommen. Wir sind ja den spürbar längeren Prospector gewohnt.


Wie das Bild oben, das Matthias vom Radweg aus aufgenommen hat, zeigt, sitzen wir doch etwas dichter beieinander als im 17'6"-Prospector. Insbesondere weil die Sitze des Bootes noch ein wenig in die Mitte gerückt worden sind.

Wir kamen trotzdem prima klar mit dem Boot und paddelten sogar ein Stück in die Steinlach-mündung hinein. Das Stadtwehr scheint so weit hoch gefahren worden zu sein, dass das Wasser sich so weit nach oben hin aufstaut.

Auf der Rückfahrt schwenkten wir wieder nach links und steuerten erneut den breiteren Neckararm an den verwaisten Stocherkahnanleger zu erreichen. Bis auf zwei Kähne sind jetzt alle aus dem Wasser.


Wir legten dort an und ich stiefelte zur Eisdiele vor der sich allerdings so viele Menschen stauten, dass mein Eisappetit schlagartig nachließ.


So saßen wir da eben ohne Eis ein Weilchen bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten, auf dem wir gegen die kaum spürbare Strömung aber gegen den immer noch recht heftigen Wind ankämpfen mussten.

Windige Angelegenheit


Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen heute mal den kleinen Blockwurf oberhalb des Bootshauses hinauf zu staken. Das ist mir erst einmal gelungen und heute hatten wir einen idealen Pegel um es nochmal zu probieren.


Ruth entschied sich eine Neckarinselrunde zu paddeln während Sabine, Matthias und ich uns zum Blockwurf aufmachten um Polingübungen anzustellen.


Schon beim Weg hinauf stellten wir fest, dass der heftige Wind uns Schwierigkeiten machen würde. Böen kräuselten das Wasser und versetzten die Boote zum Ufer hin. Ich musste gelegentlich die Paddelseite wechseln um mein Boot wieder auszurichten.

Dennoch legten wir bald mit den Polingübungen los, stellten aber fest, dass allzu verwegene Aktionen heute fehl am Platz waren. Man wusste nie ob die seitlichen Bootsbewegungen von der Strömung oder vom Wind verursacht wurden.


Deshalb beschäftigten wir uns schließlich mit "Lining" und als Matthias und Sabine hinauf zur oberen rauen Rampe fuhren seilte ich mich ab um nachzuschauen, wie Ruth mit dem Wind klar kam.


Sie hatte erfreulicherweise kaum Schwierigkeiten, was durch die geschützte Lage des Neckars im Stadtgebiet und den niedrigen Bordrand des Independence bewirkt wurde.

Mir entgingen so leider die Übungen, die Sabine und Matthias ganz oben anstellten aber mittels Bildern (das unten hat Sabine gemacht) und Matthias Bericht konnte ich wenigstens nachträglich daran teil haben.