Die Hitzewelle hat zur Folge, dass sich sportlich Aktivitäten auf die Nachtstunden verlagern. Bei mir sind es die frühen Morgenstunden. Ich war in der zweiten Junihälfte ausschließlich auf Nachtfahrten unterwegs und bin jeweils zwischen 4:00 und 4:30Uhr aufs Wasser gegangen, zu einer Zeit, in der die Fahrten gewöhnlich ruhig und ereignislos sind.
Aber ich bin nicht der einzige, dessen Aktvitäten sichauf die Nachtstunden verlagert. Gewöhnlich lande ich ja am Stocherkahnanleger an der Hermann-Kurz-Straße an um mich dort auf dem Bänkchen meinen Betrachtungen hinzugeben. Der Anleger war Sonntagnacht von einem Pärchen, das mit Oralsex beschäftigt war, belegt.
Ich zog mich diskret auf die andere Flussseite zurück und wurde zum unfreiwilligen Voyeur. Als ich später zurück zum Bootsanleger kam badeten dort gegen 5:30 Uhr eine Gruppe junger Menschen. Ich paddelte zunächst diskret an den Nacktbadenden vorbei, mußte dann aber doch stören weil ich ja wieder zum Bootshaus mußte.
Die übrigen acht Fahrten verliefen erwartungsgemäß ruhig und ereignislos. Abgesehen von der Begegnung mit ausgerissenem Blumenschmuck der Neckarbrücke, der auf der Flussfläche vor dem Stadtwehr dümpelt, oder überfüllten Müllbehältnissen von abendlichen Stocherkahnfahrten angeheiterter junger Menschen.









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