Seit ich mich entschieden habe keine Ausfahrten mehr für die Paddelfreunde anzubieten und damit offenbar auch Rolf nachhaltig entmutigt habe dies zu tun (Sorry!) muß ich mein Paddeljahr anders strukturieren. Zudem nehme ich wahr, dass ich zunehmend "sesshaft" werde und weniger spontane Unternehmungen angehe als ich das in früheren Jahren gemacht habe. Gegen diese Stubenhockerei will ich ankämpfen und lege mir deshalb ein paar Ziele für Wochenendausflüge zurecht.
Eine längere Fahrt werde ich im Juli unternehmen: da gehts in den hohen Norden. Ich werde zwei Wochen lang in einem Häuschen an der schwedisch/norwegischen Grenze wohnen und auf Hin- und Rückweg jeweils mehrere Tage durch Dänemark fahren.
Eine meiner nächsten Tagesfahrten wird nach Mühlheim an der Donau führen, wo bei Flusskilometer 2734.0 die ganzjährige Sperrung des Flusses (bis Beuron) beginnt. Von dieser Kilometermarke aus will ich flussauf paddeln. Im Idealfall bis dahin, wo Rolf und ich unsere Fahrt im Februar letzten Jahres in Immendingen beendet haben. Unter Umständen benötige ich zwei Paddeltage für diese Strecke. Vielleicht kann ich aber auch irgendwelche Paddelkompliz:innen zur Teilnahme an einer solchen Expedition überreden - dann paddeln wir flussab.
Weiterhin kommen mir letzthin wieder häufiger von meinen Paddeltouren auf dem Hochrhein (
zuletzt im Juli letzten Jahres) und dem Übergangsbereich von Bodensee in Hochrhein (
zuletzt im Mai 2024) in den Sinn. Da gibt es noch allerhand zu entdecken, ich bin verhältnismässig schnell da und es gibt einige Übernachtungsplätze die für mich geeignet sind.
Das sind die Paddelziele im Süden.
Was hat der (nähere) Norden zu bieten?
Im Norden Tübingens kommt zunächst der Molloch Suttgart. Da ich neuerdings in Fellbach tätig bin muss ich mehrmals die Woche durch den allerhässlichsten Abschnitt des Neckartals fahren, den ich kenne: Den Neckar unterhalb von Plochingen. Der Anblick dieses hochindustrialisierten Flusstals ist so entsetzlich, dass er schon wieder eine gewisse Faszination ausübt. Ich werde irgendwann mal das Boot mit zur Arbeit nehmen und nach Feierabend diese industrialisierten Abschnitte, Hafen- und Schleusenanlagen erkunden. Sehr wahrscheinlich werde ich mir Ärger einhandeln und bitterböse Kritiken dieser Flussabschnitte nebst tristen Fotografien hier veröffentlichen. Wie und wo ich das Boot dort in den Fluss bekomme ist mir auch noch nicht richtig klar, aber das wird sich zeigen.
Wenn ich es im Norden etwas idyllischer haben will kann ich die Enz oder die Rems ansteuern. Gerade was die Enz angeht habe ich ja noch ein Projekt offen, das ich mal
im März 2024 hoffnungsfroh begonnen, aber nie fortgeführt habe. Es wird Zeit, dass ich dort weiter flussauf paddele bis ich in Bereich vorstoße, die ich schon kenne.

Der Westen bietet mit den Rheinauen, der Moder und dem Schluchsee (das ist dann mehr so "südwestlich") vertraute Ziele wobei die Rheinauen so weitläufig sind, dass da unschwer Neues zu erkunden wäre. Es ist absehbar, dass mich die spontane Reiselust - wenn ich sie denn erfolgreich wieder wecken kann - in diese Richtung führen wird. Der Bereich westlich von Karlsruhe ist mir fast gänzlich unbekannt - da "knickt" die Landesgrenze nach Frankreich ab und der Rhein fließt vollständig auf der deutschen Seite. Ich habe meine Hilfe für einen Umzug nach Saarlouis angeboten - anlässlich dessen kann ich ja ein Boot mitnehmen. Ich muß mich dringlichst vorher mit den Befahrungsregeln befassen damit ich mir kein Vergehen zuschulden kommen lasse.

Der
Osten bietet - abgesehen von der stark reglementierten Donau - in meiner Wahrnehmung (und seitdem ich kein Wildwasser mehr paddele) wenig leicht erreichbare lohnende Paddelziele. Ich muss schon ins Allgäu fahren um die Seen des Voralpenlands zu erreichen. Das will ich auch gerne machen und dann auch irgendwann Seen wie den Kochel- oder den Walchensee erkunden. Auf dem Weg liegt noch die Altmühl - auch hier gibt es teils
verwirrende Regelungen.
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