Donnerstag, 25. Dezember 2025

12 Monate


Im Januar wurde ich offiziell zum "Januar-Kanute" ernannt und habe erstmals begonnen an der immer gleichen Stelle das immer gleiche Bild der Tübinger Neckarfront aufzunehmen. Damit mülle ich in diesem Jahr dieses Paddeltagebuch zu.

Der Februar war geprägt von zwei Padelunternehmungen: 


Da war zunächst die Fahrt mit meinem Bruder auf der Enz bei Mühlacker und dann - zwei Tage später - die Paddeltour auf den ersten Donaukilometern bei Donaueschingen beim Zusam-menfluss von Brigach und Breg. 

Weitere Neckarinselrunden fanden in diesem Monat statt und ich konstatierte Plansollerfüllung, was wöchentliches Paddeltraining betraf - es müssen also deutlich mehr Touren zustande gekommen sein, als durch Neckarfrontfotografien dokumentiert wurde..


Im März waren wir zum elften Mal auf der großen Lauter - ein wenig nutzen sich diese regelmäßig angefahrenen Ziele doch ab. Es war so warm, dass ich im T-Shirt paddeln konnte. Und es wurde wieder so früh hell, dass ich meine morgendliche Paddeltouren auf dem Neckar wieder aufnahm.

Für den April kann ich keine wirklich herausragende Paddelunternehmung anführen. Die regelwidrige Donaufahrt will ich lieber nicht hervorheben, die Neckainselrunden wurden ab jetzt einheitlich dokumentiert.


Im Mai nahm ich Abschied vom Independence, der mich lange Jahre begleitet hat und mit dem ich zahllose Fahrten unternommen habe. Keines der drei Boote auf dem Bild oben ist jetzt noch in meinem Besitz. Das ist einerseits bedauerlich, andererseits auch tröstlich. Boote, die ich nicht mehr nutze können schließlich anderen Leuten noch viel Freude bereiten.


Im Juni war ich mit Rolf in Dänemark. Bemerkenswert war dabei unser Konflikt mit einer Anwohnerin des Liver Å (weniger bemerkenswert war ein diesbezüglicher Blog-Kommentar, in dem wir als "Dünnbrettbohrer" verunglimpft wurden. Derartige Kommentare veröffentliche ich nicht). Diese ganzen Paddeltouren in Dänemark habe ich in guter Erinnerung und bin immer wieder froh, dass ich über meine Blogeinträge darauf zurückblicken kann. 


Im Juli fanden gleich mehrere sonnendurchflutete Sommerfahrten (und jede Menge - vor allem morgendliche - Neckarinselrunden) statt. In erster Linie war ich mit dem langen schnellen "Advantage" unterwegs. 


Parallel arbeitete ich am kleinen "Elan", der im August fertig gestellt wurde und sich als vortreffliches Boot erwiesen hat. Es gelingt mir damit "schnell" zu paddeln und präzise zu manövrieren.


Im September ist allenfalls die Fahrt um die Insel Reichenau erwähnenswert. Ansonsten fanden Neckainselrunden statt. 


Das gilt eigentlich auch für den Oktober, in dem ich häufig mit dem kleinen Elan auf dem Wasser war.


Eine Berge-Aktion für den Stocherkahn, bei der nur wenige Paddelfreunde mitgewirkt haben und eine ebensolche Dachdeck-aktion am Bootshaus hatten Konsequenzen für mein künftiges Engagement.


Im November fand - neben zahlreichen (inzwischen schon obsessiven) Neckarinselrunden - die Lampionfahrt statt, und ich begann im Bootshaus zu entrümpeln, was ich im Dezember fortgesetzt habe. 


Fast versehentlich habe ich vorvorgestern mein hundertstes Neckarfront-Foto aufgenommen. Ich wähnte mich auf der 98. Fahrt und und empfand einen gewissen Druck die 100 in diesem Jahr noch voll zu bekommen bis ich heute - beim Erstellen dieses Jahresrückblicks - gemerkt habe, dass ich irgendwann im März mal einen Eintrag nicht und einen späteren falsch benummert habe. 


So sind es also inzwischen hundert Neckarfront-Fotos auf etwas über 100 Neckarinselrunden geworden. Ich nehme mir fest vor keine dieser Fotos mehr zu machen und werde dennoch weiter bestrebt sein, mindestens zweimal pro Woche (eher häufiger) aufs Wasser zu kommen und dabei häufiger mal in die andere Richtung (um die Neckarinsel aber auch vom Bootshaus aus) zu paddeln.

Freitag, 5. Dezember 2025

Wohlverdienter Ruhestand


Wenngleich mir der wohlverdiente Ruhestand noch ein Weilchen versagt bleibt habe ich dieser Tage den guten alten Dagger Phantom in Rente geschickt. Er nahm im Bootshaus nur Platz weg und sammelte Staub. 

Ich war mit ihm - wenn meine Aufzeichnungen stimmen - vor neun Jahren zuletzt auf dem Wasser. Wir haben seit 2008 einiges miteinander erlebt und er hat manche Narbe davon getragen und wurde mehrfach mit mehr oder weniger Erfolg geflickt. 

Jetzt darf er ein Weilchen* über dem Schreibtisch hängen, an dem ich fürs Ministerium tätig bin. Bei Videokonferenzen ist er nicht im Bild, aber ich habe ihn im Fokus und kann mich sentimentalen Erinnerungen hingeben wenn der Konferenzverlauf mal wieder richtig "zäh" ist.


* bis mir jemand einen guten Grund nennt ihm oder ihr das Boot zu überlassen - ich verschenke es auch, wenn jemand es wieder einer Nutzung zuführen will.

Neckarfront-Obsession Nr. 89