Sonntag, 17. Dezember 2017

Alleingang


Nachdem ich Ende vergangener Woche gesundheitsbedingt weitestgehend unbrauchbar war habe ich meine Teilnahme and der gestern stattgefunden habenden Heiße-Herzen-Fahrt abgesagt. Von meine sonst üblichen Mitstreitern waren ohnehin nur anderthalb Interessensbekundungen gekommen.
Heute nun wollte ich doch noch aufs Wasser (von dem gegenwärtig allerhand in Flüssen und Bächen fließt). Mitstreiter zusammenzutrommeln hatte ich keine Lust, also wurde ein Alleingang geplant.

Zunächst fuhr ich gegen 10:00 Uhr mit gepacktem Auto zum Garten, nahm meine Paddelklamotten mit in die Hütte und machte den Ofen an. Als es hinreichend warm war zog ich mich in aller Ruhe um, legte Holz nach und fuhr mit dem Auto nach Börstingen.


Dort wurde das Boot abgeladen und die übrige Ausrüstung zusammen geklaubt (fast hätte ich das Paddelvergessen und ging deshalb noch einmal zurück zum Auto) und dann gings gegen 11:00 Uhr unterhalb des Börstinger Wehrs aufs Wasser.


Der erste Abschnitt ist unspektakulär (warmpaddeln!) und dann kommt das Naturwehr unterhalb der Weitenburg (die sich immer gut auf Fotos macht - das Bild ganz oben ist "verfälscht").


An diesem Naturwehr brodelt der Neckar ansatzweise wildwassrig und ich bemühte mich jedes verfügbare Kehrwasser anzusteuern. Bei der Strömung gelang mir das nicht immer.


Die anschließenden Neckarschleifen durch den Golfplatz waren zwar gut gefüllt, aber weitere Flusshindernisse tauchten nicht auf. Nicht einmal die ehemals aufregende "Sulzauer Welle", an der wir früher gelegentlich viel Spaß hatten, gab nennenswert viel Spielpotential her.


Nach ca. 45 Minuten am Garten angekommen versteckte ich das Boot im Ufergebüsch, zog mich in der Hütte um und stellte fest, dass ich keinen Autoschlüssel dabei hatte.
Auf dem Fussweg zurück nach Börstingen zermarterte ich mir das Hirn, wo ich den Schlüssel wohl gelassen hatte. Im Auto, an dem ich kurz vor 13:00 Uhr ankam, jedenfalls nicht. Das war verschlossen. Also lief ich den Weg ab, den ich das Boot die Uferböschung hinunter zum Wasser gezogen hatte. Genau da - 50 cm vom Ufer entfernt - lag er.

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