Mittwoch, 15. April 2026

Kunst am Bau


Seit Wochen paddele ich an einem großen Stück Treibholz vorbei, das sich in der alten Uferbewehrung unter einer Rotbuche hochkant verkanntet hat und jedes Mal muss ich an ein Elchgeweih denken. Heute mittag, als ich wieder einmal an dieser Stelle vorbei kam hatte ich eine vage Idee wozu ich es gebrauchen könnte. Also bin ich am späten Nachmittag nochmal hin gepaddelt, habe es frei gerüttelt und ins Boot verladen. Es ist leider relativ leicht, hat also nach dem Trocknen möglicherweise nicht mehr viel Substanz. Das wird sich zeigen wenn es richtig durchgetrocknet ist.

Zum Trocknen habe ich es erst einmal im Bootshaus in einem meiner Boote (das, das ich fast nur im Urlaub nutze) eingelagert. Wenn es dann richtig durch getrocknet ist wird es gereinigt und von Rindenresten befreit. Bei der Gelegenheit wird sich zeigen, ob es noch hinreichend solide ist um an einer vor Wind und Wetter einigermaßen geschützten Stelle der Hausfassade eine Ecke zu bedecken, die mir seit nunmehr über 25 Jahren nicht recht gefällt. Die Fensterbauer haben damals gepfuscht und der junge Bauherr war zu schüchtern zu inter-venieren. Jetzt - in die Jahre gekommen - leiste ich mir den Luxus mit Zierrat aus Treibgut zu experimentieren.

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