Samstag, 12. April 2008

258. Folgekosten

Eben habe ich mir spontan beim örtlichen Kanuhändler einen Neoprenanzug gekauft. Ich hatte mir zwar schon für den WW-Kurs Anfang Mai den einzigen Neopren-Longjohn des Vereins ausgesucht, der mit passt, wollte ihn auch vorher nochmal in die Waschmaschine stecken damit er nicht so gräuslig stinkt, wie er das oft mal zu tun pflegt. Ich musste aber immer noch damit rechnen, dass er just in dem Moment, in dem ich ihn dann von der Kleiderstange im Bootshaus nehmen will von irgendjemand anders entführt worden ist. Naja, sicherer ist es einen eigenen zu haben und die Vereinspolitik ist ja auch den Anfängern Material zu stellen, auf längere Sicht aber die fortgeschritteneren Mitglieder zum Kauf eigener Ausrüstung anzuhalten. Voilá, hier also der nächste Schritt.
Jetzt habe ich einen ästhetisch fragwürdigen schwarz/orangen Kurzarmanzug - der unterscheidet sich vom Longjohn dadurch, dass er einen ziemlich dichten Halsabschluss hat - bei Kenterungen läuft weniger Wasser rein aber bei Hitze staut sich die Wärme auch schneller. Ich hoffe mal, dass das keine Fehlentscheidung war. Mein Kalkül war, dass ich bei richtig warmem Wetter ohnehin den Shorty anziehe, bei Mistwetter und Kälte dann aber mit dem gut abschließenden Anzug und einer lockeren Regenjacke zurecht komme. Das erspart mir vielleicht den Erwerb einer kostspieligen Paddeljacke.
Wenn sich die Entscheidung für diesen dicht schließenden Kragen je als völlig falsch erweisen sollte kann ich ja immer noch zur Schere greifen und den Kragen schrittweise lockern. So einen Anzug muss man eben auch an sich anpassen.

Nachtrag: Wuchtwasserpaddeln
Am Nachmittag hatte ich Gelegenheit mich samt Boot nach Bühl bringen zu lassen - den Neckar aufwärts zu befahren ist bei der gegenwärtigen Strömung allenfalls mit einem Rennkajak zu bewerkstelligen. Ich nahm den Outrage, staffierte mich mit meinem neuen Neoanzug aus und stopfte die übrigen Klamotten in einen wasserdichten Sack, den ich hinter dem Sitzblock verstaute. In Rekordzeit sog mich der bis zum Rand gefüllte Neckar zurück zum Bootshaus obwohl ich alle drei Wehre unterwegs mühsam umtrug. Dabei wären die letzen beiden fahrbar gewesen - vor allem das letzte. Aber ich bin ja ein
Schisser und fahre sowas nicht, wenn nicht jemand mit Wurfsack sichert oder zumindest dahinter im Boot auf dem Wasser dümpelt. Ich hatte genug mit der heftigen Strömung zu tun und konnte mich allmählich so etwas mehr an das ebenfalls doch recht kippelige Boot gewöhnen. Für mehr als einige Kehrwassermanöver war die Strömung zu heftig. Wenn das Wasser wieder mal ruhiger ist will ich brav das Tom Foster-Video nachturnen, das Frank (fez) mir vor geraumer Zeit zukommen ließ.

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