Sonntag, 22. Februar 2015

Nagoldfahrt


Beim "Trockentraining" am sonnigen Freitag kam die Idee auf am Sonntag doch eine Paddeltour zu unternehmen. Der Sonntag war dann zwar nicht ganz so sonnig aber die Tour unternahmen wir dennoch. Wir entschieden uns für die länger nicht mehr besuchte Nagold.


Ruth und ich hatten einen Wildwasser-Tandemcanadier, mit dem wir erfreulich gut zurecht kamen, gewählt. Zuletzt bin ich in dem Boot 2008 mit Rolf auf der Nagold gepaddelt und habe bei der gelegenheit mein damaliges Lieblingspaddel ruiniert.


Dergleichen Missgeschicke blieben uns heute erspart. Boot und Material blieben intakt.

Ruth hatte meinen etwas zu großen Trockenanzug an, der ja nicht mehr richtig dicht ist aber gegen Wasserspritzer gut schützt. Davon bekamen wir einige ab als wir durch die Schwallpassagen rauschten und unten ins Kehrwasser einschwenkten.


Unterhalb der Schwälle wurde eifrig in den Surfwellen gespielt. Der Pegel lag knapp unter 120 cm und viele Surfstellen waren glatt überspült. Aber auch die Steine, die sonst etwas hinterhältig im Uferbereich (und manchmal auch mitten im Fluss) lauern lagen heute weit unter Wasser.
Wir waren mit drei Kajaks und drei Canadiern zugange und genossen die einigermaßen flotte Strömung. Das Wasser erschien mir kälter als die Luft (ca. 5°C). Wir hüteten uns vor allzu intensivem Kontakt damit. Es war heute keine Kenterung zu verzeichnen.


Wie üblich machten wir eine kleine Vesperpause im Kurpark von Bad Liebenzell. Die Kurverwaltung hat uns zu diesem Zweck extra einen kleinen Pavillon errichtet, in dem Bänke kreisförmig angeordnet sind. Zu bemängeln ist, dass der Wind durch diesen Pavillon pfeift.
Wir dehnten die Pause deshalb nicht über Gebühr aus sondern brachen bald wieder auf um das letzte Stück der Strecke hinter uns zu bringen. Unterhalb von Bad-Liebenzell wird die Nagold braver und langweiliger, aber der letzte Abschnitt lohnt sich dennoch weil er nach Monbachtal führt.


Dort befindet sich die Flößergasse, die heute von quer liegenden Bäumen blockiert war, so dass wir links daran vorbei paddeln mussten. Bei niedrigerem Pegel wäre das nicht gegangen.


Wichtiger noch als die Flößergasse finde ich das Café der Liebenzeller Mission für dessen Besuch wir uns aus unseren Paddelklamotten schälten um in etwas seriöserer Kleidung die frisch renovierten Räumlichkeiten dieser Einrichtung zu betreten.
Unter erbaulichen Bibelsprüchen genossen wir vortreffliches Backwerk und ermunternden Kaffee, planten weitere Paddeleskapaden und plauderten eifrig. Schließlich verließen wir gesättigt und nur unzureichend erleuchtet das gastliche Haus und machten uns auf den Heimweg.


Mehr Bilder gibt es in einem Webalbum.

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