Donnerstag, 28. Mai 2026

Skjern Å

Teile des Skjern Å bin ich vor vier Jahren bereits rauf- und wieder runter gepaddelt. Inzwischen habe ich in Erfahrung gebracht, dass dass Flussaufpaddeln in Dänemark nur auf ausgewählten Flüssen (wie dem Vard Å) zulässig ist. Ich hoffe meine Ordnungswidrigkeit ist inzwischen verjährt. Grundsätzlich finde ich ja, dass nur die Flussabschnitte jedweden Flusses flussab gepaddelt werden sollten, die auch flussauf gepaddelt wurden, aber das ist eine Diskussion, die ich anderswo führen will.


Wir parkten mein Fahrrad am Hafen in Skjern und fuhren mit dem Auto zur Skjern-Brücke in Borris. Dort setzten wir die Boote ins Wasser und bewältigten erstmal einen ganz passablen Schwall unterhalb der Brücke. So lebhaft blieb der Fluss allerdings nicht als er zunehmend langsam und breiter werdend durch die flache Landschaft mäanderte. 

Erst fand sich noch Uferbewuchs in Form von Büschen und windgebeutelten Bäumen, dann kam flaches Marschland weil wir uns ja Dänemarks einzigem Flussdelta näherten.


Hin und wieder spannte sich eine Brücke über den breiter werdenden Fluss und in deren Nähe fanden sich auch immer Lachsangler, die alle freundlich grüßten wenn wir vorbei paddelten.

Neugierige Pferde und Rinder beobachteten uns und der Wind nahm an Fahrt auf, was sich auf dem breiten ungeschützten Fluss als ziemlich nervig erwies. Der Wind kam von vorne und neutralisierte die Strömung.


Hin und wieder kam ein Seitenarm, den die Angler:innen mithilfe kleiner Brücken überqueren können. Der Skjern Å ist in erster Linie für die Lachswanderungen bekannt und deutsche Angler beeindruckten uns mit Anglerlatein demzufolge Lachse in Boote sprängen oder Löcher in den Rumpf stoßen.


Diese Erfahrung blieb uns versagt und es waren uns auch keine anderen Paddler:innen begegnet, die ähnlich kunstfertig das Paddel führten wie auf der Abbildung auf der Info-Tafel, die wir sehr erheiternd fanden.

Wir kamen nach zweieinhalb Stunden ziemlich ermattet vom beständigen Gegenwind an, ich schwang mich aufs Rad und fuhr die 12 Kilometer zurück zum Auto. Dann verluden wir die Boote und nahmen noch Kaffee und süße Stückchen in einer Bäckerei in Skjern zu uns.

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