Posts mit dem Label Nachmittagstour werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nachmittagstour werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 3. April 2018

Horb - Sulzau


Roland hatte am Ostermontag zur Nachmittagsfahrt auf dem Neckar geladen und wir wollten die Strecke von Horb abwärts paddeln, die ich vor drei Woche schon im Wildwasserboot gepaddelt war. Diesmal waren wir im Tandemboot unterwegs.

Roland, Rolf und Eckhard hatten sich jeweils für Soloboote entschieden (Eckhard für den schmucken Howler, den er mir im Herbst abgekauft hat) und Julia und Norbert wuselten in kleinen Wildwasserkajaks zwischen den langen Kanus hindurch.


Wir genossen die Sonne, die entgegen dem Wetterbericht beständig schien und hatten immer noch etwas mehr Strömung als sonst üblich auf diesem Neckarabschnitt. Ruth und ich enschieden uns trotzdem jedes der vier Wehre zu umtragen.

Die anderen konnten bei diesem Pegel (und mit ihren Plastikbooten) die Schrägwehre gerade noch so hinunterrutschen. In den Abschnitten unterhalb der Wehre hatten wir jedoch alle gelegentlich leichte Grundberührungen.


Insgesamt sind wir 13 Kilometer gepaddelt. Rolf hat die Strecke wieder genau aufgezeichnet, so dass eine Kartenaufzeichnung zur Verfügung steht. Und Bilder hat er auch gemacht, an denen ich mich hemmungslos bedient habe.


Wenn es das nächste Mal auf den Neckar geht möchte ich lieber die Strecke von Sulz nach Horb paddeln, auf der lediglich ein lästiges Wehr (in Fischingen) zu umtragen ist.

Samstag, 2. April 2016

Zum Kiebinger Wehr und zurück

Gewässer: Neckar oberhalb des Bootshauses bis zum Kiebinger Wehr; Charakter: Wanderfluss; Pegel: ca. 65 cm in Horb; Lufttemperatur: 16°C; Relation mit/gegen Strömung: 30/70; Boot: SourisRiver Prospector 17'4"
Refernz: Juni 2015, August 2014, nochmal August 2014, August 2013, Mai 2013, Juli 2012, Mai 2012, April 2012, August 2011, nochmal August 2011, April 2011, September 2010










Sonntag, 28. Juni 2015

Keine Kanäle in Esslingen


Mit gepacktem Auto erwarteten wir die Teilnehmerscharen für die mittels Rundmail und Ankündigung im Paddelfreunde-Programm in breiter Öffentlichkeit bekannt gemachte Fahrt über die Esslinger Kanäle an diesem sonnigen Sonntagnachmittag.

Als die zahlreichen Interessierten eintrafen gelang es uns ihren Prospector auch noch neben unseren zu befestigen um umweltbewusst in einem Auto nach Esslingen zu sausen. Baustellen ohne Umleitung erschwerten dieses Unterfangen, aber wir erreichten Esslingen glücklich nach einiger Zeit.

In Esslingen fand erstmalig seit der Einweihung der neuen Feuerwache im Jahr 2008 ein Feuerwehrfest statt. Um die Feuerwache herum sammelten sich geparkte Autos, Menschenmassen mit Luftballons und Feuerwehrautos. Da wir mangels Ortskenntnissen keine andere Einsatzstelle kannten verbrachten wir etwa eine Viertelstunde mit Parkplatzsuche und fuhren schließlich zurück nach Tübingen.

Ich habe schon Fahrten wegen hoher oder niedriger Pegel oder wegen widriger Wetterbedingungen abgebrochen aber Parkplatzprobleme infolge von Feuerwehrfeierlichkeiten bildeten eine Premiere.

In Tübingen wollten wir nun das Programm vom Freitagabend wiederholen. Wir legten am Hölderlinturm an, ich nahm Ruths Eisbestellung auf und wir trotteten zu den beiden gegenüber liegenden Eisdielen in der Neckargasse.

Dort angekommen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht die einzigen waren, die die Idee mit dem Eis gehabt hatten. Wir entschieden uns fürs Umdisponieren, kauften in einer geöffneten Bäckerei abgepacktes Eis und schlugen uns wieder zum Anleger durch.


Daselbst war ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten. Nicht nur die Altstadtstraßen waren überfüllt sondern auch der Fluss. Wir betrachteten das Wasserchaos vom sicheren Ufer aus bis wir uns auf den Weg zurück zum Bootshaus machten. Auf dem galt es diversen schwimmenden Fortbewegungsmitteln auszuweichen. Hierfür erweisen sich einigermaßen gut entwickelte Paddelkenntnisse als überaus hilfreich.


Am Anleger hatten wir noch eine sportliche Auseinandersetzung mit einer Stocherkahnbesatzung, die den Anleger mit ihrem Kahn und die darüber liegende Wiese mit ihren Picknickdecken blockiert hatten und wenig Verständnis dafür aufbrachten, dass wir da jetzt mit unsern Kanus durch wollten.

Kurzum: wir haben einen richtig gelungenen Sonntagnachmittag am und auf dem Neckar verbracht.

Montag, 22. Juni 2015

Ersatzthur: Allier light


Nein, meine Rechtschreib-schwäche ist nicht noch schlimmer geworden. Ich schreibe bewusst in der Überschrift "Thur". Denn eigentlich wollten wir diesen Sonntag Matthias an die Thur hinterher fahren. Pegel, Wetterbedingungen und der weite Weg hielten uns letztlich ab.

Statt dessen fand sich eine kleine Gruppe paddelwilliger am frühen Nachmittag am Bootshaus und wir beschlossen - nach längerem Kaffeeplausch, die Boote auf Bootswagen zu wuchten und sie zum Neckarabschnitt oberhalb des Hirschauer Wehrs zu schieben.


Diese Form des Bootswanderns findet Røskva besonders erfreulich. Der Weg war lang genug, so dass sie an seinem Ende auch bereitwillig ins Boot sprang und sichs dort erst einmal gemütlich machte.

Lange blieb sie aber nicht liegen denn die vielen Geräusche um sie herum (zu denen auf diesem Neckarabschnitt kein Autolärm gehört) weckten doch ihre Aufmerksamkeit. Allerlei Federvieh und der eine oder andere springende Fisch waren zu hören.


Wir bewegten zwei Prospectoren und ein Tourenkajak flussaufwärts, was anfangs kaum spürbar war weil der Fluss breit aufgestaut ist und Seencharakter hat.

Erst kurz vor dem Wehr in Kiebingen nimmt die Strömung spürbar zu. Ist dieser Abschnitt überwunden landet man im Becken unterhalb des Wehrs, in dem eine etwas gruselige Stimmung herrscht. Man meint jeden Augenblick könnte die Flut über einen herein brechen.


Zügig drehten wir wieder um und ließen uns von der Strömung zurück treiben. Umgestürzte Bäume, die quer über das Wasser hängen lassen Assoziationen an den Allier aufkommen (zumindest bei denen, die schon einmal da waren).

Dann paddelten wir wieder über die weite stehende Wasserfläche um zurück zu unserer Einsatzstelle am Hirschauer Wehr zu kommen. Einige Angelleinen mussten dabei umfahren werden - die zugehörigen Angler saßen entspannt vor ihren Autos am Flussrand.

Am Wehr luden wir die Boote erneut auf die Bootswagen und schoben sie wieder flussabwärts. Wir hätten die Boote auch unterhalb des Wehrs wieder einsetzen können, aber die paddelbare Strecke bis zur Rauen Rampe ist gerade einmal 500 Meter lang und sehr seicht.

Nach der Rauen Rampe, die auf dem zugehörigen Warnschild seit nunmehr über 10 Jahren als "Tosbecken" bezeichnet wird, schoben wir die Boote die Böschung hinunter und setzten auf einer Kiesbank wieder ein. Eine kleine Engstelle musste hier überwunden werden.


Die Steine, die da im Wasser liegen lassen inzwischen nur noch auf der Kiesbankseite einen fahrbaren Kanal frei. In früheren Jahren konnte man noch mittig paddeln. Die Hochwasser des Winters haben das Flussbett stark umgestaltet. Ich bin versucht nächstes mal wieder ordnend einzugreifen.


Am Blockwurf wurde erneut umtragen, was etwas mühsam ist. Røskva wählte den Landweg und war nur mit etwas Mühe dazu zu überreden wieder ins Boot zu steigen. Am Ende unserer Fahrt - zurück am Bootshaus - war sie entsprechend müde und machte ein Nickerchen.


Sonntag, 2. November 2014

Poling/Treffen


Als ich am Vormittag Klemens und Anita am Bootshaus traf waren beide ganz zerknirscht weil sich niemand fand, der mit ihnen wildwassern wollte. Ich unterbreitete Ihnen ein Alternativangebot: Matthias, Eckhard und ich wären ab kurz vor Zwei am Nachmittag von Neckarhausen aus neckaraufwärts unterwegs und sie könnten doch von Sulz aus etwa zur gleichen Zeit neckarabwärts paddeln. Dann träfen wir uns unterwegs und wir könnten sie anschließend zurück zu ihrem Vehikel bringen. Der Plan fand Zustrimmung, so wurde es gemacht.

Wir trafen uns mit Eckhard tatsächlich um kurz vor Zwei an der alten "Pfahljochbrücke" bis zu der man völlig legal mit dem Auto fahren darf, was mich immer noch mit Verwunderung und tiefer Dankbarkeit erfüllt (und mit etwas Sorge ob dieses Regulierungs-defizits).

Klemens und Anita waren schon vorbei gekommen und hatten in Eckhards Auto ihre trockenen Klamotten deponiert. Wir zogen uns wasserfeste Kleidung an und machten uns auf den Weg.

Ich hatte Anfangs Schwierigkeiten und kam den ersten Schwall oberhalb der Brücke zweimal nicht hoch. Beim dritten Versuch klappte es. Wenn der auch schief gegangen wäre wäre ich ausgestiegen und hätte das Boot über diese Stelle hinauf getreidelt.


Für Eckhard, war es ein steiniger Weg denn er machte auf diesem durchaus anspruchsvollen Abschniutt erste Polingerfahrungen.


Matthias dagegen beherrscht die Technik inzwischen blendend. Deshalb sieht das in dem Video auch so leicht und spielerisch aus, was eigentlich ziemlich anstrengend und knifflig ist. 


Aber für ihn und mich gab es auf dem Abschnitt auch den einen oder anderen Schreckmoment. Auf dem Bild links erkennt man, dass das Boot unerwartet von der Strömung herumgerissen wird. Dabei klemmt die Stange unterhalb des Bootes fest.
Matthias ist geistesgegenwärtig genug sie rechtzeitig aus dem Flussgrund zu ziehen und fängt das Boot wieder ab. Als Anfänger kentert man bei so einer Gelegenheit weil man die erforderlichen Reflexe nicht eingeübt hat.

Wir arbeiteten uns mit wechselndem Glück bergauf und verloren uns allmählich etwas aus den Augen. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt: ich wollte auf alle Fälle den Bootsverleih in Fischingen erreichen. Dahin kam ich auch, war dann aber auch völlig am Ende.

Den anderen ging es nicht anders als sie auch ankamen. Das letzte Stück fließt auch besonders schnell weil es etwas mehr Steigung hat und es gibt die eine oder andere Ministufe.

Wir ruhten uns ein wenig aus und waren ganz dankbar, dass wir ein Weilchen auf Klemens und Anita warten mussten, die dann aber doch bald in der Distanz (in der die Sonne noch schien) auftauchten.

Anita paddelte Klemens' Prodigy und machte im Wildwassercanadier eine gute Figur. Es gibt viel zu wenig Frauen, die solche Boote paddeln...


Ich paddelte - nachdem ich die beiden im Namen des ortsan-sässigen Bootsverleihs freundlich begrüßt hatte (das macht man doch so, oder?) - zügig zurück. Hatten wir für den Weg bergauf ungefähr anderthalb Stunden benötigt dauerte meine Abfahrt weniger als ein Viertelstündchen.

An der Pfahljochbrücke wartete Ruth mit Røskva. Sie hatten in der Zeit einen ausgedehnten Hundespaziergaqng unternommen und fröstelten ein wenig im Schatten, der viel zu schnell über das Tal kroch. Die anderen kamen nach, wir zogen uns um, holten Klemens' Auto und verluden die Boote. Dann ging es zurück nach Hause - mit einer kleinen nahrhaften und unterhaltsamen Unterbrechung im Café in Horb.


Es gibt eine Bildergalerie von Matthias, eine von mir und Matthias war - wie so häufig - schneller als ich und hat ebenfalls einen Bericht veröffentlicht.