Freitag, 22. August 2014

Dämmerungsrunde


Als ich gegen Acht ans Bootshaus kamen waren Birte und Karsten damit beschäftigt ihre Boote für die Fahrt an nach Slowenien auf das Auto zu laden. Hannah war ebenfalls da, die Jugend kam aus Plattling zurück und fuhr forsch auf den Rasen, was zu harscher Kritik führte. Ich verdrückte mich - in Begleitung von Røskva - auf den Neckar. Da war wenig los und wir absolvierten eine gemütlich Neckarinselrunde. Inzwischen hat Røskva sich ans Aufkanten des Boots gewöhnt und legt vertrauensvoll ihren Kopf auf den Süllrand.


Die Temperaturen sind frühherbstlich und auf dem Fluss ist wenig los. Das unweigerliche Neckarfloss war unterwegs und der eine oder andere Stocherkahn.

Dienstag, 19. August 2014

Dienstagstraining

Heute Abend hoffte ich beim Bootshaus auf den einen oder anderen noch nicht im Urlaub verschwundenen oder schon zurückgekehrten Paddelfreund zu treffen aber es herrschte gähnende Leere. Ich schulterte den Prospector und paddelte ein wenig bergauf.

Dabei bekam ich es mit heftigen Windböen zu tun, die das federleichte leere Boot ziemlich gebeutelt haben. Ich hatte allerhand Mühe es auf Kurs zu halten und ärgerte mich zudem über die schmucke Bell-Kniematte, die so einen glatten Stoffbelag hat, auf dem meine Jeans immer ins Rutschen kommt. Diese Matte mag für Leute, die sich dauerhaft in ihrem Boot hin- und her bewegen und anmutige Figuren paddeln geeignet sein. Für ausdauerndes Geradeauspaddeln in windigen Verhältnissen bewährt sie sich nicht. Ich bin gerade mal bis zum oberen Wehr gekommen. Dann habe ich mich wieder zurück wehen lassen.

Montag, 18. August 2014

Wochenendausklang

Am Abend bin ich noch einmal kurz aufs Wasser gegangen um das Wochenende ausklingen zu lassen. Diesmal habe ich das Boot gegen die Strömung gerichtet und bin dem lebhaften Treiben in der Stadt ausgewichen. Erste Anzeichen des Herbst sind jetzt (Mitte August!) schon zu erkennen. Ein Baum kurz oberhalb des Anlegers färbt sich bereits auffällig bunt. Ich fand das überhaupt nicht gut und habe mir Mühe gegeben unbeeindruckt vorbei zu paddeln.
Oben bei der rauen Rampe hat sich bei diesem Pegel eine kleine Stelle gebildet, in der man - mit einem kurzen Boot - beinahe surfen kann. Mit meinem langen Solocanadier kann ich die Stelle allenfalls als Parkplatz nutzen. Das habe ich gemacht.

Anschließend ging es zurück zum Bootshaus, das Boot wurde wieder verstaut und die mentale Vorbereitung auf die bevorstehende Arbeitswoche setzte ein.

Samstag, 16. August 2014

Ohrwurmpaddeln


Am Nachmittag hatte sich das wechselhafte und regnerische Wetter so weit stabilisiert, das in Erwägung gezogen werden konnte mal eine Runde zu paddeln. In Gedanken an meine Paddelfreunde, die gerade rudelweise südliche Urlaubsziele ansteuern und damit dem Frühherbst, der gegenwärtig bei uns Einzug hält, entfliehen, radelte ich zum verwaisten Bootshaus und wählte das Soloboot. Der Neckar war gerade im Begriff unseren Anleger zu überfluten (als ich zurückkam war er tatsächlich von Wasser bedeckt). Ich paddelte dennoch bergab in die Stadt, wo mir an der Spitze der Neckarinsel erste Stocherkähne, Tret- und Ruderboote entgegen kamen.


Im Takt des Paddelns grübelte ich über Phil Ochs "There but for Fortune" nach, das mir - wie es einem Ohrwurm ansteht - nicht mehr aus dem Sinn ging. In der Steinlachmündung fand ich einen Tennisball, mit dem ich Røskva glücklich machen konnte. Ein kleines Kind kletterte aus seinem Kinderwagen auf der Fußgängerbrücke um mir beim Paddeln zuzusehen. Dabei konnte ich ihm an der Stelle gar keine Show bieten. Ich paddelte zurück, arbeitete mich gegen die Strömung und den Wind wieder hinauf zum Bootshaus und radelte, "There but for Fortune" vor mich hin summend zurück nach Hause.

Montag, 11. August 2014

Tonnenverleih

Ich wollte mich um Acht mit Claudius am Bootshaus treffen und hatte wider Erwarten schon vorher Zeit. Deshalb wuchtete ich das Soloboot aufs Wasser und unternahm eine schnelle Neckarinselrunde. Mit viel Rückenwind paddelte ich rechtsseitig den Neckar hinab und überholte das eine oder andere Ruder- und Tretboot, derer doch noch einige auf dem Wasser waren. Auch einige Stocherkähne waren noch unterwegs.

Alle kämpften mit recht heftigem Wind, der sie beständig aus der Spur schob.Mir gelang es einigermaßen gut die Richtung zu halten weil der Independence so niedrig gebaut ist. Ich empfinde das in der Regel als Nachteil. Heute war es ein Vorteil.


Nachdem ich vor dem Stadtwehr gewendet hatte musste ich gegen Wind, Strömung und die tiefstehende Sonne anpaddeln. Die Sonne ging bald darauf unter und ich musste mich beeilen um wieder pünktlich am Bootshaus zu sein. kurz vor Acht kam ich da an und hatte sogar noch ein wenig Zeit die Tonnen, die Claudius leihen wollte auszuleeren.


Zu meiner Überraschung kamen einige länger vermisste Ausrüstungsgegenstände zum Vorschein. Ich weiß selbst nicht wo ich meine ganzen Schätze versteckt habe... Claudius kam pünktlich. Die Tonnen werden jetzt eine Donaureise unternehmen.

Sonntag, 10. August 2014

Standardrepertoire

Wenn ich an einem sonnigen Sonntag mal für ein paar Stunden paddeln will bietet sich der Neckar oberhalb des Hirschauer Wehrs an. Dahin habe ich heute am späten Vormittag mein Boot geschoben. Ich hätte natürlich auch dahin paddeln und staken können aber ich hatte keine Lust zwei Raue Rampen und ein Wehr zu umtragen. Also nahm ich eine Luftpumpe mit und versorgte die Bootswagenreifen endlich mal wieder mit Luft.



Am Wehr angekommen verlud ich den Wagen ins Boot (ich hätte ihn da auch verstecken oder anketten können), setzte das Boot aufs Wasser und gleitete über die spiegelglatte Wasserfläche neckaraufwärts.


Zuerst war das Seenpaddeln, erst ganz am Ende - als ich beim Kiebinger Wehr ankam - galt es Strömungswiderstand zu überwinden. Ich hielt mich nicht lange beim Wehr auf, aber lang genug um eine ziemlich große Ansammlung Treibholz wahr zu nehmen.

Auf dem Rückweg habe ich mir potentielle Badestellen angesehen. Es ist Hochsommer und es wird sich - mangels Urlaub - noch so mancher Tag finden, an dem ich das Bedürfnis habe baden zu gehen. Die benachbarten Hirschauer Seen sind mir zu gut besucht.

Auf dem Rückweg entdeckte ich einen rund geschliffenen Holzblock, der offenbar lange im Rücklauf eines Wehrs routiert ist und so eine faserige Oberfläche hatte, dass ich ihn zuerst für den Kadaver eines großen Tiers gehalten habe. Ich schob ihn in die Flussmitte.
Am Hirschauer Wehr angekommen lud ich das Boot wieder auf den Bootswagen und rollte es auf dem gleichen Weg zurück, wie am Vormittag. Inzwischen war es nach 12:00 Uhr. Ich war länger unterwegs gewesen als ich mir vorgenommen hatte.

Vom Weg aus beobachtete ich noch zwei Paddler, die ihr schweres PE-Boot mühsam eine der beiden rauen Rampen hinauf wuchteten. Ich pries meinen Bootswagen mit dessen Hilfe ich nach kurzer Zeit zum Bootshaus kam.


Samstag, 9. August 2014

Nachmittagsfahrt


Am Nachmittag habe ich mich noch einmal auf den Neckar gewagt und bin Richtung Stadt gepaddelt. Ich weiß, ich soll nicht immer quengeln, aber es war mal wieder dermaßpen viel los auf dme Wasser, dass ich mich in die ruhige Steinlach geflüchtet habe.

In deren Mündung habe ich auf glasklarem Wasser und bei leicht erhöhtem Pegel ein wenig Poling geübt. Im schlanken schnellen Independence fühlt sich das gleich ganz anders an als gestern im Courier oder vorgestern im 17'6"-Prospector.