Montag, 9. November 2015

Ostern im November

Diesen Sonntag wollten wir mal "nichts 'Aufwändiges" machen und trafen uns erst sehr spät am Bootshaus um nur eben ein Stück neckaraufwärts zu paddeln und zu staken. Nichtsdestotrotz nahmen wir natürlich reichlich Verpflegung und "Trappergedöhns" mit.


Matthias hat die Unternehmung deshalb auch "Lokale Trappertour" getauft. Das ganze Gerümpel in den Booten musste deshalb auch an den kleine Stüfchen und Rampen, die den Weg erschweren und blockieren hochgewuchtet werden.



An den kleinen Stufen unter den Rampen ließ sich dies noch mittels Poling bewerkstelligen. An den Rampen musste umtragen oder mittels "Lining" das Boot flussauf versetzt werden. Mangels geeigneter Leinen am Boot trug ich meins lieber. Die anderen holten sich nasse Füsse.


An der oberen Rauen Rampe, unterhalb derer wir auf einer Kiesbank Pause machen wollten war eine weitere kleine Stufe zu überwinden, die neuerdings aufgrund verschobener Felsen etwas knifflig ist.



Das machte unseren Aufenthalt auf der Kiesbank dann auch recht utnerhaltsam. Denn während wir da kochten und Kaffee zubereiteten, aßen und tranken, waren immer mal wieder welche damit beschäftigt mit dem Boot die Stufe hinunter zu fahren und sich und das Boot mittels Poling auf einer von drei möglichen Routen wieder hinauf zu wuchten. Sabine gelang es ihr Boot einmal in den Sidesurf zu manövrieren. Es passt allerhand Wasser in den Prospector.

Røskva, unsere Luxus-Bestie, zog es vor das wilde Treiben von der Picknick-Decke aus zu betrachten. Sie schätzt es nicht sich nasse Pfoten zu holen und hat generell wenig Verständnis dafür längere Zeit von Sofaähnlichen Schlaf- und Ruhemöbeln separiert zu sein.


Wir lagerten auf der Kiesbank und bereiteten allerhand Leckereien zu. Kaffee und Tee wurde getrunken, geplaudert und das Geschehen auf dem Wasser kommentiert. Zeitweilig war da auch richtig viel los. Immer wieder versuchten sich welche an den unterschiedlich schwierigen Stellen.


Am unkompliziertesten ist noch die Wasserfläche unterhalb der rauen Rampe. Sie ist - was die Sache etwas kniffliger macht - streckenweise ziemlich tief und im oberen Bereich kann natürlich in das schäumende abfließende Wasser der Rampe hinein gestochert werden.


Noch am häufigsten wurde die kleine Stufe unterhalb "beackert". Sabine bekommt langsam richtig Übung.


Von ihr gibt es auch ein kleines Video, dass sie beim Überwinden der Stufe auf der orographisch rechten Route zeigt.


Schließlich packten wir all unseren Krempel wieder zusammen und machten uns auf den Rückweg. Diesmal half uns der relativ hohe Pegel auf diesem Neckarabschnitt (das Kraftwerk ist seit Wochen nicht in Betrieb). Wir konnten die kleine Rampe mit minimalem Grundkontakt hinunter fahren.

Am Anleger wurden Boote und Ausrüstung wieder aus dem Wasser geholt und am Bootshaus wurden die Boote derer, die nicht über "selbstreinigende" Boote verfügen, geputzt und wieder im Bootsregal verstaut. So nahm eine vergnügliche Dreienhalbstundenfahrt ihr Ende.


Wir trafen noch auf andere, die - ähnlich wie wir - das schöne Wetter zum Anlass genommen hatten, eine kleine Neckarinselrunde oder sonst etwas Vergnügliches am Bootshaus oder auf dem Wasser zu unternehmen (Karsten räumte auf - das kann ja auch Spaß machen).

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