Dienstag, 11. August 2015

Bastelnachmittag


Den Sonntagnachmittag haben wir Bastelarbeiten gewidmet. Matthias hat seine Polingstange "ertüchtigt" indem er Messingringe an den Enden angebracht hat. Dazu wurde die Stange leicht verjüngt, die Muffen aus der Klempner-Abteilung des Baumarkts aufgezwängt und verkeilt...

...und dann wurde die Oberfläche auf dem Bandschleifer glatt geschliffen. Dabei ist jede Menge feiner Messingstaub angefallen. Das Ergebnis sieht zunächst edel und wertvoll aus (das gibt sich im Gebrauch). Hoffentlich verlängert sich die Lebensdauer der Stange hierdurch auch wirklich.


Dann wurden Einkäufe für die Ausrüstung der Wildwasserboote mit Pumpen, Elektrik, Kabeln und Schläuchen ausgepackt. die Installation dieser Utensilien erfordert einige Überlegung und nicht wenig Mut. Es muss schließlich ein ziemlich großes Loch in das Boot gebohrt werden.

Dies wurde mithilfe eines Karosseriebohrers vollzogen, der eigentlich für Durchlässe für Antennen in Kotflügel gedacht ist. In Royalex erfüllt er seine Aufgabe noch viel geschmeidiger als in Blech. René leitete diese Arbeiten fachgerecht an. Nebenher gabs Kaffee und nette Gespräche.


Samstag, 8. August 2015

Polingtraining mit Strömung


Der Schwerpunkt des heutigen Freitagstrainings sollte - wenn es nach mir ging - eindeutig auf Kaffeetrinken liegen. Anfangs ließ sich dieses anspruchsvolle Trainingsziel auch realisieren. Eigentlich hatte ich vom gestrigen Wildwassertag genug und es war wieder mal sehr heiß.

Meine Mitstreiter wurden jedoch bald schwach und äußerten die fest Absicht noch aufs Wasser zu gehen.

Solchermaßen zu Aktivitäten genötigt packte auch ich das Tandemboot. Ruth wählte den Independence und wir paddelten hoch zum Kraftwerkkanal, aus dem erstaunlicherweise überhaupt kein Wasser kam. Sämtliches Neckarwasser wurde heute durch den Fluss geleitet.


Oben am Blockwurf stand Matthias bereits in seinem Prospector und beschäftigte sich damit, mit der Poling-Stange den Blockwurf hinauf zu staken. Ich gesellte mich dazu und spielte auch ein wenig in der Strömung herum. Der Wasserdruck vereitelte jedoch jeden Aufstieg.


Nichts desto trotz machte es Spaß in dem schäumenden Wasser hin- und her zu traversieren und sich ein Stück den Blockwurf hinauf zu schieben.


Immer mehr Paddlerinnen und Paddler trafen ein und bald wimmelte es vor Booten. Eine gewisse Uniformität bei den OC1-Paddlern ist letzthin zu beobachten. Da haben sich mehrere identische Boote eingeschlichen, die auch mal Seite an Seite am Ufer lagen.


Nach einiger Zeit wurde es mir etwas zu drängelig und ich machte mich auf den Rückweg. Am Bootshaus wurde ein Feuer entzündet und - wie üblich - gegrillt. Erst im Dunkeln machten wir uns auf den Heimweg. Es war immer noch richtig warm.


Freitag, 7. August 2015

Dreizehn-Euro-Paddeln


An diesem sonnig heißen Augustdonnerstag sind wir - auf Klemens Anregung hin - zu sechst nach Hüningen gefahren. Die Nicht-Pensionäre unter uns haben sich einen Tag Urlaub genommen und Lorenz hat ohnehin Ferien. Das haben andere auch, wie wir leidvoll feststellen mußten.


Es war nämlich ziemlich voll auf dem Übungskanal, der sich - seit ich das letzte Mal da war (war das 2012?) - nicht nennenswert verändert hat. Gelegentlich sollen ja Flusshindernisse im Kanal versetzt werden. Das haben sie aber offenbar länger nicht mehr gemacht.

Wir kamen gegen 11:00 Uhr an und paddelten eine erste Vormittagssession für 6,50 € pro Nase. Dabei nahmen wir wahr, dass es ziemlich voll war.


Vormittags hatte der Kanal erkennbar weniger Strömung als am Nachmittag, an dem wir feststellen mussten, dass das Gedrängel vom Vormittag der bessere Zustand gewesen war. Nachmittags waren nämlich noch erheblich mehr Menschen im Kanal, in dem Baden verboten ist, unterwegs. Vor allem Schwimmer mit Styropor-Schwimmhilfen aber auch Sit-on-top-Padler sind nervig weil sie eigentlich nur den Kanal hinunter dümpeln.


Auf dem Bild oben sind alle - bis auf Lorenz, der das Bild gemacht hat - zu sehen. Wir haben allerhand ausprobiert, sind diverse Male gekentert und meine Lenzpumpen haben sich bewährt. Sie waren nach längeren Surf-Einlagen in den diversen Wellen im Einsatz.


 
Erst gegen 16:00 Uhr hatten wir genug und machten uns auf den langen Heimweg. Wie bei den letzten Malen habe ich mir wieder vorgenommen, nur in Verbindung mit längeren Aufenthalten im Dreiländereck Schweiz/Frank-reich/Deutschland wieder nach Hüningen zu fahren.
Der Weg zu diesem Kanal ist einfach sehr weit. Aber in Deutschland gibt es eben sehr wenige Wildwasserkanäle. Kanäle halte ich ja eigentlich generell nicht für so attraktiv. Aber in Ermangelung anderer paddelbarer Gewässer und als geschützter Rahmen fürs wilde Rumprobieren sind sie eben doch ideal.

Dienstag, 4. August 2015

Luftsacktest

Vor dem Urlaub, der in gut zwei Wochen losgeht, wollte ich noch einmal die Luftsäcke der beiden Boote, die ich mitnehmen werde, testen. Dafür haben sie - und der Ersatzluftsack - die Nacht im Wohnzimmer verbracht, wo sie unter Beweis stellen konnten, dass sie dicht sind.

Jetzt habe ich am Abend beide Boote wieder ans Bootshaus gebracht. Der Luftsack kommt in den Ersatzteilkoffer. Ein Boot werde ich Morgenabend gleich wieder aufladen denn am Donnerstag wollen wir nach Hüningen zum Wildwasserkanal.

Montag, 3. August 2015

Nochmal Binzwangen

Zur Erprobung der unlängst angefertigten Bulkheads in Charly's und Sabine's Booten vor allem aber als Vorbereitung auf den Urlaub an der Soča haben wir Jans Vorschlag noch einen Tag an der Übungsstelle in Binzwangen zu verbringen aufgegriffen.
Wir waren ein ziemlich große Gruppe mit unterschiedlichen Booten (Matthias hat sich sogar dazu hinreißen lassen mit seinem Holzboot die "Riegelrampe" hinunter zu fahren) und voller Ausrüstung. Unter anderem hatten wir einen Paprika-Gemüse Eintopf vorbereitet.

Florian hatte den Vereinsprospector mitgenommen um damit überhalb der Rampe mit dem anderthalbjährigen Nino erste Paddelabenteuer zu bestehen, nahm das Boot dann aber auch mal für eine Abfahrt über die Rampe mit. Zur Steigerung der Dramatik wählte er den Hecksitz.

Wir verbrachten einen schönen sonnigen - nicht zu warmen Tag an der Donau und brachten die eine oder andere Abfahrt hinter uns. Während die Leihbootpaddler ihre schwerden PE-Frachter die Rampe hinunter trugen, trugen wir unsere (auch nicht immer leichten Boote) den gleichen Weg hinauf um sie dann oben an der Aussatzstelle wieder einzusetzen. Das wiederholten wir diverse Male und hatten jede Menge Spaß dabei.


Zwischenzeitlich wurde eine Mittagspause eingelegt, geplaudert und Urlaubspläne geschmiedet. Dann ging es wieder aufs Wasser, wo der/die eine oder andere erste ermutigende Abfahrtserfahrungen sammeln konnte.


Weniger ermutigend aber dennoch lehrreich war eine Situation, in der Toms Paddel senkrecht im Flussgrund stecken blieb. Er war gekentert, hatte hoch gerollt, aber dabei sein Paddel offenbar auf den Flussgrund aufgestützt. Da blieb es stecken und bog sich allmählich in der Strömung.
Schließlich barg Florian es indem er einfach hin watete. Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir jemanden von oben angeseilt hätten, denn wenn dabei ein Fuß im Flussgrund stecken geblieben wäre hätten wir es mit einer erheblich kritischeren Situation zu tun bekommen.


Anschließend an den netten Nachmittag an der Riegelrampe wollten wir noch das Keltenmuseum auf der Heuneburg besuchen, auf dem ein "Keltenfest" stattfand. Die Kelten scheinen aber nicht so feierfreudig zu sein. Jedenfalls ließen sie uns um kurz vor Fünf nicht mehr rein so dass wir unverrichteter Dinge weiter nach Hause fuhren.

Mehr Schaumarbeiten


Es ist nicht mal 14 Tage her, dass wir Charly's neues altes Boot mit einem Bulkhead versehen haben, da mache wir diesen Samstag übers Sabines neues altes Boot her. Sie hat die Gelegenheit beim Schopf gegriffen und spontan ein identisches Boot in noch besserem Zustand erstanden.

Wir haben bei ihrem Boot einen etwas anderen Ansatz als bei Charlys Boot gewählt. Er hatte sehr dicke seitliche Schaumpolster im Boot, in denen wir den Bulkhead verankern konnten. Bei Sabines Boot mussten wir die Seitenpolster selbst anfertigen und den Thwart als Stütze einbauen.

So entstand ein keilförmiger Bulkhead, den wir nach und nach aus Einzelteilen zusammen gefügt haben. als Kleber haben wir Teroson gewählt, der gummiartig abbindet und Feuchtigkeit zum Abbinden benötigt. Die Fläche wurden also vor dem Verkleben mit einem Schwamm leicht angefeuchtet.


Nach Abschluss dieser Arbeiten habe ich meinen guten alten schwer mitgenommenen Phantom mit heim genommen und eine Lenzpumpe eingebaut, die mittels eines PVC-Rohrs, in dem Akku und Schalter untergebracht sind, hinter dem Sitz eingeklemmt wird. Das Rohr wird noch mit Hilfe eines Riemens am Sitz fixiert. Das ist die Quick'n'dirty-Methode, die (fast) spurlos reversibel ist und wenig Aufwand beinhaltet.

Ferienfreitag


Das erste Freitagtraining während der Ferien war gut besucht. Ich habe mal wieder den großen Canadier verliehen weil er das einzige Boot mit drei Sitzbänken ist. Jasper benötigt keine Sitzbank. er muss "Platz" machen und auf dem Bootsboden sitzen.

Sonst haben wir nichts anderes unternommen als an anderen Freitagen auch. Ein paar Kehrwasserübungen, der/die eine oder andere hat Kenter- und Rollübungen gemacht und Matthias hat mal wieder die Polingstange bemüht. Anschließend wurde gegrillt.