Samstag, 14. November 2009

Winterlagerung

Inzwischen sind genau fünf Stocherkähne an den zahlreichen Anlegern in Tübingen übrig. Der sechste wurde heute aus dem Wasser geholt - in einer etwas wilden Aktion unter Zuhilfenahme landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge. Erstaunlicherweise ist die Einsatzstelle der örtlichen Feuerwehr unbeschädigt geblieben. Der rote Kahn dagegen hat einige Blessuren davon getragen und allerhand Lack auf Anleger und Weg (über den er offenbar gezogen wurde) zurückgelassen. Die meisten anderen Kähne lagern inzwischen auf dem Geländer beim Bootshaus bis sie im April kommenden Jahres wieder ins Wasser dürfen. Vorher werden sie aufwändig abgeschliffen, lackiert, geölt und bemalt.

Ich habe das neue alte Paddel mit dem Fahrrad zum Bootshaus befördert. Das Paddel hat sich auf dieser kleinen Neckarinselrunde bewährt - vielleicht mit der kleinen Einschränkung, dass es minimal schwerer ist als mein altes ruiniertes Paddel. Vielleicht kann ich es ja doch irgendwie erneut flicken...

Nachtrag: Nach Erledigung einiger häuslicher Pflichten und der Sache mit den Winterreifen habe ich mich dann doch noch einmal mit Røskva zum Bootshaus aufgemacht um mit dem großen Familiencanadier eine Runde Poling am oberen Wehr zu betreiben. Das ist wirklich wie Busfahren, wenn man gewohnt ist sonst in einem kleinen engen Solocanadier zu stehen. Ich konnte Seilfähren in dem kleinen Schwall fahren, Kehrwasserein- und ausfahrten angemessen aufgekantet und bin diverse Male über die kleine Schwelle nach oben gestakt. Ich sollte das öfter machen mit dem 18'-Canadier. Ein Jammer, dass es in dieser Jahreszeit schon so früh dunkel wird..

Annäherung

Im Sommer haben wir fürs Rollentraining im Hallenbad einen günstigen C1 erworben, den Klemens und ich gestern erstmals ausprobiert haben. Da wir ja beide der Rolle nicht fähig sind haben wir es langsam angegangen und die klassischen allerersten Übungen, mit denen die Kajaker um uns herum ja auch beginnen gemacht. Einer stellt sich mit dem quer in beinen Händen gehaltenen Paddel neben das Boot und der im Boot stützt sich beim Hochrollen an dem Paddel ab - der stehende gibt immer weiter nach und meldet zurück, wie viel Druck auf das Paddel kam, wie knackig der Hüftknick ausfiel, wie dicht der Oberkörper am Boot blieb.
Wir waren gut. Richtig gut. Meiner Einschätzung nach hätten wir im weiteren Verlauf beide eine komplette Rolle hingekriegt. Aber wir wollten ja nichts überstürzen und sind ja auch keine Konditionshelden - warum also am Ende aus übertriebenem Ehrgeiz Frustrationen sammeln. Wir machen kommenden Freitag an der Stelle weiter und gehen dann dazu über uns mit Schaumstoffbrettchen statt Paddel hoch zu rollen. Wenn die Rolle im C1 erst einmal ganz automatisch abläuft müssen wir zum Schrecken der anderen Hallenbadbenutzer doch wieder einen OC1 mitbringen um darin weiter zu üben. Der kann nicht im Hallenbad gelagert werden. Schon der C1 wurde vor das Bootsregal gebunden. Aber wir brauchen die offenen Boote ja auch im Winter und können sie nicht im Hallenbad lassen. Morgen wollen wir noch mal nach Horb und die neu gebauten Buhnen als Slalomstrecke mißbrauchen.

Freitag, 13. November 2009

Paddelarbeit - 3

Die siebte Lackschicht von heute morgen klebt noch ein wenig. Jetzt habe ich da Paddel in die Wohnung geholt und an der Heizung zum Trocknen abgestellt. Morgen wird es erstmalig getestet. So ist das eine Quick-and-Dirty-Lösung aber für meine Zwecke taugt die.

Mittwoch, 11. November 2009

Poling-Treffen 2010

Es wird wieder ein Poling-Treffen geben! Auf unserer Programmbesprechung habe ich für den 25. September kommenden Jahres ein weiteres Polingtreffen angesetzt. Das steht jetzt im Programm und beim GOC und SOC habe ich es auch angekündigt (der offiziell nicht existente AOC kriegt die Ankündigung per Email von Heinz, der ja, solange sein Wood/Canvas Boot noch nicht verkauft ist damit am Treffen teilnehmen kann).
Sobald der September ein wenig näher gerückt ist werde ich die Werbetrommel rühren. Ich erinnere mich noch, wie ich im letzten Jahr den beiden einzigen Anmelder (beide aus der Schweiz) absagen musste weil mir ein Treffen zu dritt doch eher witzlos erschien (und eine reizvolle Wildwasserfahrt am gleichen Wochenende stattfand). Dass sich so wenige anmeldeten lag daran, dass das Treffen auf Wunsch der Teilnehmer des Treffens im Jahr 2007 nirgends angekündigt worden war. Wir wollten unter uns bleiben. Dieses Jahr habe ich gar nicht erst eines ausgeschrieben. Jetzt bin ich mal gespannt, wie viele sich im kommenden Jahr für Canoe-Poling interessieren.


Nachtrag:
Jörg aus dem Odenwald hat mich auf die Anleitung zum Erlernen von Poling aus dem Solotripping-Fourm aufmerksam gemacht. Voilà: Hier ist sie.

Nochmal was zur Glomma

Im weltweiten Netz bin ich auf einen begeisterten Bericht eines Teilnehmers der Glomma-Fahrt, von deren Folgen ich im Juli berichtet habe, gestoßen. Ein mulmiges Gefühl kann ich nicht unterdrücken wenn ich das so lese. Ist doch schön, das das gut ausgegangen ist. Wie wohl so ein Bericht geklungen hätte wenn das nicht der Fall gewesen wäre?

Dienstag, 10. November 2009

Canoe Guide

Von Gil Gilpatrick kannte ich bisher nur das Buch "Building a Stripcanoe". Heute war sein anderes Buch, "The Canoe Guide's Handbook" in der Post und ich habe es zunächst nur oberflächlich durchgeblättert. Ich bin schon jetzt begeistert davon weil es exakt meinen Vorstellungen von einem gut aufgemachten Buch entspricht. Es enthält massig Zeichnungen und Schwarzweiß-Fotografien von Ausrüstungsgegenständen, typischen Paddelsituationen und allerhand liebevolle Buchvignetten. Ich freue mich schon auf die Lektüre und hoffe, dass der Text hält, was die Aufmachung verspricht.

Kurs in Versam?

Auf James Weirs Blog ist mal wieder ein Eintrag erschienen. James ist nicht so mitteilsam wie ich, nimmt aber - wie ich auch - gerne gelungene Bilder zum Anlass mal einen Eintrag zu verfassen. Beim Betrachten der Bilder (das da oben ist von Florian aufgenommen worden) ist mir aufgefallen, dass James links paddelt.
Wie ich.
Wie Klemens, der bei James einen Kurs gemacht hat und seitdem vortrefflich im Wildwasser zurecht kommt.
Ich kombiniere: sollte ich in meinem Kalender für nächstes Jahr, in dem sich schon massig viele Termine tummeln, eine geeignete Lücke finden steht mal wieder ein Wildwasserkurs an und zwar in Versam bei einem Linkspaddler.
Nicht, dass ich über meine bisherigen Kurse ernstlich klagen könnte aber James richtet den Fokus laut Klemens ein wenig mehr auf Strategien im Wildwasser als auf Paddeltechnik. Ich bilde mir jetzt mal ein, dass ich inzwischen soweit bin mich an diese Aspekte heranzuwagen. Und mit wem, wenn nicht mit jemandem, der auch links paddelt?