Freitag, 3. August 2012
Grillabend
Für den Anschluss an das heutige Training hatten wir einen Grillabend geplant. Es wurde also ein wenig auf dem spiegelglatten Neckar trainiert damit das auch gemacht war. Vorher haben wir noch allerlei organisatorische Dinge besprochen, Matthias und Lorenz das Paddelfreunde-Anwesen gezeigt und uns beim anschließenden Grillen mit wilderem Wasser beschäftigt. Es gab Bilder von der Drau und der Gail zu sehen und Klemens hat weitere Murgbilder präsentiert. Das weckt Lust auf wilderes Wasser...
Mittwoch, 1. August 2012
Badefluss
Das blendende Wetter hat offenbar nicht nur mich früher aus der Arbeit gelockt. Zahllose Menschen waren am, im und auf dem Neckar unterwegs. Schon an unserer Anlegestelle, dem ehemaligen Neckarbad, lagen zehn/zwanzig Leute auf der Wiese, sonnten sich und ließen die Beine ins Wassser baumeln. Der/die eine oder andere schwamm.
Weil Røskva dabei war legte ich unten am Stocherkahnanleger ein Weilchen an damit sie sich die Pfoten nass machen konnte. Sie hat sich inzwischen an das aufgekantet Paddeln gewöhnt und legt sich vertrauensvoll in die Bootsbeuge. Sie käme nie auf die Idee den Kopf so weit über den Süllrand zu recken, dass sie mit dem Wasser in Berührung käme. Den Enten schaut sie fortwährend traurig hinterher.
Wir waren mit dem großen Boot unterwegs. Der Sundance wirkt neben den Stocherkähnen nicht so winzig klein, wie der Independence.
Öffentlichkeitsarbeit
Dienstagabend haben wir uns wieder mal zum "kleinen Training" getroffen. Viel zum Paddeln sind wir nicht gekommen. René hat die unlängst bestellten Pumpen, Batterien, Schalter und Schläuche mitgebracht und wir haben angestrengt überlegt, wo in den jeweiligen Booten diese Utensilien am Besten installiert werden.
Schließlich sind wir doch noch neckaraufwärts zum Kraftwerkkanal gepaddelt, haben dort im einigermaßen zackigen Kehrwasser (der Neckar hat gerade ausreichend viel Wasser) ein wenig herumgespielt und dann ging es wieder zurück zum Bootshaus. Dort habe ich auf dem Rasen unser neues Transparent ausgebreitet, das bei Veranstaltungen am Bootshaus befestigt werden soll damit die Leute auch wissen, bei wem sie zu Gast sind.
Montag, 30. Juli 2012
Paddel wiederbelebt
Sonntag, 29. Juli 2012
Behelfspaddel
Erst neulich habe ich ja aus einem alten Kajakpaddel ein teilbares Ersatzpaddel gebaut. Gestern nun wurde aus einem alten Paddelblatt mit Restschaft ein ganz passables Trainingspaddel.
Vor Jahren habe ich mal ein vermeintliches "Karbon"-Paddel ersteigert, das sich beim Eintreffen als dilettantischer Eigenbau aus schwarz eingefärbtem GFK auf einem durchaus hochwertigen Schaft mit Eschenkern entpuppte.
Der Händler hat mir schließlich den Preis zurückerstattet, wollte das Paddel aber nicht zurück haben. Gestern nun habe ich den Schaft vom GFK befreit und in den Aluschaft eines alten abgebrochenenes Jugendpaddel eingepasst. Ich habe ihn mit Epoxydkleber eingeklebt, zusätzlich verschraubt, das rohe Holz mit Leinöl behandelt und dann meine unsaubere Arbeit mit einem Schrumpfschlauch verborgen. Mit dem Paddel kann man jetzt auch gut trainieren. Es kommt in die Bestände der Paddelfreunde.
Der Händler hat mir schließlich den Preis zurückerstattet, wollte das Paddel aber nicht zurück haben. Gestern nun habe ich den Schaft vom GFK befreit und in den Aluschaft eines alten abgebrochenenes Jugendpaddel eingepasst. Ich habe ihn mit Epoxydkleber eingeklebt, zusätzlich verschraubt, das rohe Holz mit Leinöl behandelt und dann meine unsaubere Arbeit mit einem Schrumpfschlauch verborgen. Mit dem Paddel kann man jetzt auch gut trainieren. Es kommt in die Bestände der Paddelfreunde.
Steinlachstaken
Der für heute geplante Paddelausflug ist mal wieder gescheitert. Das hinderte mich jedoch nicht daran über die Mittagszeit doch noch eine kleine Expedition zu unternehmen. In der Nacht und am Vormittag hat es gegossen und als Mittags die Sonne herauskam schwang ich mich aufs Rad und fuhr zum Bootshaus. Schon auf dem Weg dahin nahm ich wahr, dass die Steinlach Hochwasser führt (hätte ich mehr Zeit gehabt hätte ich früher aufstehen und die üblichen Verdächtigen zusammen trommeln sollen um eine gepflegte kleine Wildwassertour auf der Steinlach zu unternehmen. Heute wäre das ausnahmsweise mal wieder möglich gewesen.)
"Am Bootshaus nahm ich das Solotourenboot und paddelte auf dem ebenfalls bereits ziemlich angeschwollenen Neckar hinab.
Dann arbeitete ich mich mit der Polingstange die Steinlach hinauf. Das ist anfangs gar nicht so leicht weil die Brücken über den Bach sehr niedrig sind und man deshalb die Stange ausschließ- lich flach führen kann. Einmal verfing ich mich damit auch im Rahmenwerk der Eisenbahn- brücke.
Zuletzt habe ich solch eine Aktion an zwei aufeinander folgenden Wochenenden im August vor drei Jahren (erstes und zweites Mal) unternommen. Beim zweiten Mal habe ich sogar ein kleines Filmchen gedreht.
Am oberen Ende der Autobrücke befand sich nur ein winzig kleiner Durchlass, den ich lieber umtrug. Wenn man an der Stelle in dem Minischwall das Boot verkantet kann das üble Folgen haben. Im weniger schlimmen Fall muss man ein ganzes Stück auf recht flott strömendem Wasser rückwärts fahren. Der Durchflusskanal ist sehr eng und reißend dort.
Weiter oben ist die Steinlach stark kanalisiert, fließt aber über eine Reihe kleiner Schwellen, die es zu überwinden gilt. An einer bekam ich von einigen Passanten auf der Fußgängerbrücke Szenenapplaus. Dabei hatte ich micht nicht besonders elegant über die kleine Stufe geschoben.
Auf Höhe Ebertstraße/Mörikestraße hatte ich einen eher üblen Aufsetzer und beschloss zurück zu paddeln. Die Steine in der Stienlach sind scharfkantig und unter dem aufgewühlten braunen Wasser kaum zu erkennen. Auch auf dem Rückweg stieß ich einmal an einen heimtückisch verborgenen Stein und das Boot zog sich dabei eine längere Macke an der Seite zu.
Gleitlager
Samstagnachmittag habe ich noch eine kleine Verbesserung am Bootsregal vorgenommen, die ich schon lange bewerkstelligen wollte. Der tadellose Süllrand des Sundance (und erste sich darauf abzeichnende Kratzer vom Rein- und Rausschieben ins/aus dem Regal) hat mich veranlasst, endlich - wie Rolf das für seinen Raven schon lange gemacht hat - einen Teppich auf der Regalstrebe, auf der die Boote lagern, anzubringen. Den habe ich einfach um die mit Holz ummmantelte Querstrebe gewickelt und hinten mit großköpfigen Kupfernägeln, die von den Dachdeckarbeiten am Bootshaus übrig waren, fest genagelt.
Bei der Gelegenheit durfte der Sundance erstmalig auch auf die neu angefertigten Böcke, auf die er prächtig drauf passt. Der Independence musste auch raus damit der Teppich fest gemacht werden konnte und auch Rolfs Slipper musste kurzzeitg Platz machen. So lagerten da dann zeitweilig drei großartige Mad River Boote aus der Glanzzeit dieses Unternehmens nebeneinander.
Schließlich kamen die Boote wieder ins Regal und glitten geschmeidig über das Teppichpolster. Die Boote sollen es ja auch ein wenig kuschelig haben wenn sie da so im Dunkeln nebeneinander liegen und sich über zurückliegende und künftige Touren, fähige und weniger fähige Paddler, Bill Mason, die McGuffins oder Freud und Nietzsche austauschen. Ich würde dabei gerne lauschen denn alle drei Boote haben inzwischen um die 20 Paddeljahre hinter - aber auch noch viele weitere vor sich.
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