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Montag, 12. März 2018

Konditionsaufbau


René hatte zum Konditionsaufbau auf dem Neckar geladen und die üblichen Verdächtigen fanden sich ein um an diesem segensreichen Unterfangen mitzuwirken. Wie zuletzt in diesem Zirkel gabs Anfangs kleine Verwirrungen bezüglich Treffpunkt und -zeit.
Schließlich starteten wir gegen 12:00 Uhr in Horb in handlich kleinen aber wenig streckentauglichen Wildwasserbooten. Aber wenn man sichs leicht macht baut man ja auch keine Kondition auf. Die Boote ermöglichten die Nutzung vieler Kehrwasser...

...und wir machten reichlich Gebrauch von diesem Potential. Ich hatte meinen Fotoapparat vergessen, aber Charly (der deshalb nur auf dem obersten Bild zu sehen ist, das ich beim Einstieg mit dem Handy gemacht habe) hat einige Bilder gemacht.


Das Wetter war mild, der Himmel bedeckt und gegen Ende der Fahrt tropfte es aus der grauen Wolkenschicht. Wir ließen - am Ausstieg in Bieringen angekommen - Sabine bei Booten und Ausrüstung zurück und holten die Autos.


Dann wurde alles verpackt und verstaut und wir wandten uns den gebratenen Maultaschen in Landgasthof Kaiser zu, die durchaus zu empfehlen sind.

Montag, 28. August 2017

Lechwochenende

Norbert und Lutz hatten ein "Anfängerwochenende" am Lech ausgeschrieben und ich habe mich mal angemeldet (ich behaupte ja nicht, dass ich Anfänger bin, aber ich lerne immer noch etwas dazu).

Morgens um sechs fuhren wir am Samstag zu fünft los, frühstückten unterwegs in Memmingen und kamen trotz Stau an der Grenze einigermaßen pünktlich in Häselgehr an. Dort wurde das Auto ausgeladen, Die Autoinsassen dazu verdonnert die Zelte aufzubauen und ich fuhr das Vehikel hinunter zur Aussatzstelle bei der Brücke nach Hinterhornbach.

Dann gings zurück zum Campingplatz "Rudi", der von Volker betrieben wird (Rudi ist offenbar der Vater), wir zogen uns um, bildeten zwei Gruppen und paddelten los.

Von diesem ersten Tag habe ich keine Bilder weil meine Kamera im Auto liegen gelassen habe. Rolf hat allerhand Bilder und Videos angefertigt. Eins davon zeigt eine einigermaßen gelungene Jet-Ferry über eine glatte Stromzunge, an der wir ziemlich lange geübt haben.


Ab und an kam es zu Kenterungen, aber die "Anfänger/innen" sind aus zähem Holz geschnitzt. Mensch und Material wurden stets zügig geborgen, alles sortiert und dann wurde weiter geübt. Das Wetter war ja auch blendend (das Wasser allerdings richtig kalt!)


Zurück am Campingplatz wurde ein Grillabend vorbereitet. Wir beiden Senioren zogen es vor Essen zu gehen. Unsere Wahl fiel auf den Schwarzen Adler zweieinhalb Dörfer flussauf. Anschließend warfen wir noch einen Blick in den Lech oberhalb von Stockach.

Dieser Blick war sehr ernüchternd. Der Pegel war so niedrig, dass aus der dort unterhalb der Brücke liegenden Stufe lauter Steine hervor ragten, die sie nur unter großen Materialopfern befahr erscheinen ließ. Wir plädierten - zurück am Campingplatz - für die erneute Befahrung des unteren Abschnitts, der bei diesem niedrigen Pegel durchaus spaßig ist weil jede Schwelle Kehrwasser und Wellen bietet, die sonst eher überspült sind.

Morgens nach dem Frühstück wurden also wieder Autos versetzt, wir zogen uns um und paddelten in der gleichen Gruppenkonstellation wie am Vortag los. Erneut hatten wir wieder richtig viel Spaß obwohl wir etwas wenige exzessiv übten.


An einer Spielstelle fand Rolf die Reste eines alten GFK-Kajaks. Andere Stellen wurden gründlich besichtigt bevor wir uns eine/r nach der/dem anderen hinunter wagten. Manchmal stand jemand mit dem Wurfsack unten und wartete bis alle durch waren.


Im nachfolgenden kurzen Filmchen ist Rolf bei der Befahrung einer Engstelle mit mächtig hohen Wellen zu sehen. An dieser Stelle hielten wir uns lange auf und einige fuhren sie mehrfach.


Kurz hinter dem Naturschutz-zentrum auf der neuen Brücke nach Klimm befindet sich eine Walze, die ebenfalls das eine oder andere Opfer forderte. Die Gekenterten namens gelassen. Die Boote wurden geleert, man stieg wieder ein und paddelte weiter.


An einer Stelle begegneten uns zwei Tandemcanadier. Aus einem heraus erkundigten sich die betagten Stechpaddler, ob wohl noch schwierige Stellen zu erwarten seien. Obwohl ich den weiteren Verlauf nicht kenne bestätigte ich das möglichst glaubhaft.

Ich wies zudem darauf hin, dass Schwimmwesten hilfreich seien. Den mir hierauf entgegengebrachten Missmut wollte ich nicht noch mit einer Bemerkung über die segensreiche Wirkung von Wildwasserhelmen potenzieren. Ich verkniff mir weitere Belehrungen obwohl mir unbegreiflich bleibt wie man einen unbekannten Alpenfluss im Wandercanadier ohne Sicherheitsausrüstung und mit gefährlichen Spritzdecken paddeln kann.

An der Ausstiegstelle angekommen zogen wir uns um, verluden die Boote und fuhren zum Café "Treibholz" wo wir Kaffee und Kuchen zu uns nahmen und vom Wirt hilfreiche Hinweise zur Umfahrung des Grenzstaus bekamen. Der ließ dann auch tatsächlich vermeiden.

Auf dem Campingplatz wurden bei einsetzendem Regen hektisch die Zelte abgebaut, eine hastige Verabschiedungsrunde folgte und dann brachen wir zu einer vergnüglichen Heimfahrt durch das Tannheimer Tal auf. Um Acht am Abend waren wir schon wieder in Tübingen.

Montag, 14. Dezember 2015

Leistungstief


Eine kleine Paddeltour am späten Sonntagvormittag offenbarte mal wieder meine morgenmuffellige Konditionsschwäche sowohl pysischer als auch psychischer Natur. Ich paddelte bergauf, hatte aber sehr bald keine Lust mehr und ließ mich wieder hinab treiben. Am Anleger angekommen nahm ich wahr, dass ich wohl meinen Schlüssel im Bootshausgelände gelassen hatte als ich das Tor hinter mir zugezogen hatte. Ich tigerte am Zaun entlang um eine Stelle zum Drüberklettern zu finden, fand aber keine. Dafür fand ich irgendwann den Schlüssel in meiner Hosentasche.


Samstag war ich schon darauf hingewiesen worden, dass meine Einträge hier immer depressiver, zumindest jedoch missmutiger und lustloser werden. Das nehme ich auch wahr. Deshalb überlege ich nun - so wie ich im kommenden Jahr ein Sabbatjahr bezüglich Fahrtangeboten einlege - gegebenenfalls mit diesen Bloggeinträgen ein Jahr lang auszusetzen. Auf alle Fälle will ich nicht länger - in alter Fahrtenbuchtradition - jede noch so kleine Neckarinselrunde dokumentieren.

Sonntag, 10. August 2014

Standardrepertoire

Wenn ich an einem sonnigen Sonntag mal für ein paar Stunden paddeln will bietet sich der Neckar oberhalb des Hirschauer Wehrs an. Dahin habe ich heute am späten Vormittag mein Boot geschoben. Ich hätte natürlich auch dahin paddeln und staken können aber ich hatte keine Lust zwei Raue Rampen und ein Wehr zu umtragen. Also nahm ich eine Luftpumpe mit und versorgte die Bootswagenreifen endlich mal wieder mit Luft.



Am Wehr angekommen verlud ich den Wagen ins Boot (ich hätte ihn da auch verstecken oder anketten können), setzte das Boot aufs Wasser und gleitete über die spiegelglatte Wasserfläche neckaraufwärts.


Zuerst war das Seenpaddeln, erst ganz am Ende - als ich beim Kiebinger Wehr ankam - galt es Strömungswiderstand zu überwinden. Ich hielt mich nicht lange beim Wehr auf, aber lang genug um eine ziemlich große Ansammlung Treibholz wahr zu nehmen.

Auf dem Rückweg habe ich mir potentielle Badestellen angesehen. Es ist Hochsommer und es wird sich - mangels Urlaub - noch so mancher Tag finden, an dem ich das Bedürfnis habe baden zu gehen. Die benachbarten Hirschauer Seen sind mir zu gut besucht.

Auf dem Rückweg entdeckte ich einen rund geschliffenen Holzblock, der offenbar lange im Rücklauf eines Wehrs routiert ist und so eine faserige Oberfläche hatte, dass ich ihn zuerst für den Kadaver eines großen Tiers gehalten habe. Ich schob ihn in die Flussmitte.
Am Hirschauer Wehr angekommen lud ich das Boot wieder auf den Bootswagen und rollte es auf dem gleichen Weg zurück, wie am Vormittag. Inzwischen war es nach 12:00 Uhr. Ich war länger unterwegs gewesen als ich mir vorgenommen hatte.

Vom Weg aus beobachtete ich noch zwei Paddler, die ihr schweres PE-Boot mühsam eine der beiden rauen Rampen hinauf wuchteten. Ich pries meinen Bootswagen mit dessen Hilfe ich nach kurzer Zeit zum Bootshaus kam.


Mittwoch, 16. April 2014

Instruktorenfahrt


Es ist nie zu spät mit dem Canadierpaddeln anzufangen. Seit geraumer zeit haben wir ein Neumitglied, das für sich und seine Enkelkinder einen schmucken Leistencanadier gebaut hat. Er hat mich gebeten das Boot zu inspizieren und ihn in die Geheimnisse des Canadierpaddelns einzuweisen. Deshalb haben Matthias und ich uns mit ihm heute getroffen und haben eine kleine Instruktionsrunde zum oberen Wehr und um die Neckarinsel gedreht.


Zunächst ließ ich ihn auf dem Bugsitz Platz nehmen und habe ihm die wesentliche Paddeltechniken im Bug gezeigt Grund-, Bogen und Ziehschlag und Duffek on- und offside). Anschließend nahm er im Heck Platz, wo er künftig wohl noch am häufigsten sitzt. Da kann er ebenfalls Bogen und Ziehschlag verwenden, muss aber den Heckhebel und den J-Schlag lernen und häufig anwenden. Das haben wir links und rechts geübt, und es zeigte sich schnell, dass er rechts besser zurecht kommt.


Wir werden das in 14 Tagen wiederholen und dann kann er es auch einmal solo ausprobieren. Im Tandem kam er erfreulich gut zurecht. Dann wird er mit dem Soloboot auch zurande kommen.

Samstag, 18. Mai 2013

Teetrinken

Am Nachmittag haben Rolf und ich eine Neckarfahrt unternommen. Gestartet sind wir beim Bootshaus, sind neckaraufwärts gepaddelt, haben die kleine raue Rampe übertragen, dann ging es weiter mit den Polingstangen bis wir zur großen rauen Rampe kamen.


Dort hat das Hochwasser die Felsen so verschoben, dass der kleine Übungsschwall unterhalb der Rampe eine ganz neue - etwas verwinkeltere - Form angenommen hat. Wenn man dort jetzt hinauf stakt darf nichts schief gehen weil man sonst von der Strömung auf einen Felsen getrieben wird.


Wir haben die große Rampe auch übertragen, die Boote noch für das kurze Stück bis zum Hirschauer Wehr ins Wasser gesetzt und haben schließlich auch das Wehr übertragen. Dann ging es auf die große seenartige Wasserfläche, die voller Blütenstaub war.


Wir sind bis kurz vor das Kiebinger Wehr gepaddelt, haben dort auf einem Ufergrundstück Tee gekocht und getrunken, uns mit dem eintreffenden Besitzer unterhalten (er war erstaunlich verständnisvoll gegenüber unserer Nutzung seines Grundstücks) und sind dann zurück gepaddelt.


Am Bootshaus trafen wir Matthias, der seinem neuen Holzsüllrand eine weitere Ölung verpasste. Die Boote wurden sauber gemacht, Rolf ölte die Thwarts an seinem Wildwasserboot ein und ich brach zu René auf.


Von ihm bekam ich Bastelutensilien für den Einbau einer Pumpe in den Skeeter. Darüber mache ich mich vermutlich morgen her. Es sei denn, das Wetter ist wider Erwarten gut. Dann wollen René und ich irgendeinen Neckarabschnitt paddeln.

Dienstag, 10. April 2012

Letzte Sonne


Vor Eintreffen des angekündigten Schmuddelwetters verwöhnte uns heute morgen noch einmal strahlender Sonnenschein. Ich hatte mir für heute allerhand vorgenommen und verschob einen guten Teil meiner geplanten Gänge und Besorgungen auf die kommenden Tage um noch einmal paddeln zu gehen.

Beim Bootshaus startete ich Flußauf, übertrug die beiden Steinwurfwehre und das Hirschauer Wehr und paddelte auf der seenartigen Wasserfläche darüber bis zu meiner Badestelle aus dem letzten Sommer (hier und da). Sie ist infolge der Hochwasser in einem jämmerlichen Zustand.

Ich werden wohl bei meinem nächsten Badeausflug Hammer und Nägel mitbringen müssen.


Auf dem Rückweg traf ich noch René, mit dem ich mich für morgen verabredet habe. Wir werden die Lampen im Bootshaus umhängen. Dadurch, dass ich viele ungenutzte Boote an die Decke gehängt habe, werden einzelne Lampen verdeckt und können das Bootshaus nicht länger so ausleuchten, wie sie das tun sollten.

Samstag, 15. Januar 2011

Hochwasserfahrt




Auch wenn man das ja nun eigentlich nicht machen soll habe ich mich doch heute spontan für eine Soloneckarabfahrt entschieden, bin mit dem Rad zum Bootshaus gehechelt, habe dort vernünftige Neoprenklamotten angezogen und die zivilen Sachen in die Tonne gestopft, habe den MadRiver-Fantasy geschnappt und ihn in den am Bootssteg locker 50/60 cm über Normalmaß vorbei rauschenden Neckar gesetzt. Schon unter der Eisenbahnbrücke kurz hinter der Neckarinselspitze erwies sich diese Bootswahl als hoch vernünftig denn dort haben sich so hohe Wellen gebildet, dass ich mit dem Independence sicher nicht trocken hindurch gekommen wäre (ich hätte dran vorbei paddeln müssen aber das macht ja nun wenig Spaß). Die Umtragung des Tübinger Wehrs erwies sich wieder einmal als außerordentlich mühsam. Ich finde, dass Nutzer von Wasserkraft verpflichtet sind Umtragestellen anzulegen, wenn sie Hindernisse in Flüsse bauen und werde mit den Tübinger Stadtwerken Kontakt aufnehmen und kann ja damit drohen meinen Strom künftig woanders her zu beziehen. Die Stadtwerke werben damit 'ökologisch verantwortlich' und mit 'gesellschaftlichem Engagement' (unter anderem für den Sport) Strom zu produzieren. Da kann man wohl kleine bauliche Maßnahmen zur Unfallvermeidung bei Bootsumtragungen erwarten.

Weiter gings vorbei am Ruderklub, der offenbar im Winterschlaf ist hinunter zum nächsten Wehr, an  dem ich einen tadellosen Fußball aus dem Ufergestrüpp zog. Ich habe ihn beim Umtragen des Wehrs auf dem Feldweg liegen gelassen weil ich schon unzählige andere Fußbälle aus dem Fluss zum Bootshaus geschleppt habe. Vielleicht freut sich ja ein Spaziergänger darüber.

Meine Blicke in die überspühlten Uferbereiche und Kehrwässer waren ein klein wenig ängstlich weil seit 14 Tagen ein junger Mann vermisst wird, von dem angenommen wird, dass er in Rottenburg in den Neckar gefallen ist. Sein Körper sei - wenn er tatsächlich ertrunken ist - bei den gegenwärtigen Wasserständen vermutlich bereits über mehrere Wehre gespült worden und hängt - so wie das Wrack, dass mir unterwegs am Rand auffiel - in irgendwelchen Büschen fest. Er wird wohl bei zurückgehenden Wasserständen von irgendjemand gefunden werden. Der Irgendjemand möchte ich nicht sein.


In Kirchentellinsfurt warf ich noch einen kurzen Blick auf den Pegel, ließ mich mehr oder weniger am Ort vorbei treiben und hatte dann noch ein weiteres Wehr zu umtragen, bevor ich - nach weniger als zwei Stunden beim KanuWitt in Oferdingen ankam. Dort zog ich mir wieder zivile Kleidung an, rief meinen Shuttle-Service an und plauderte noch ein Weilchen mit Wolfgang, dem Inhaber des Geschäfts.
Auch wenn so eine Solofahrt moralisch etwas fragwürdig ist (der Neckar hat zwar keine Walzen oder Löcher aber kann doch die eine oder andere Überraschung bereit halten) war es nett mal wieder ein Stückchen Strecke zu fahren.
Morgen wollen wir ja eigentlich auf die Obere Enz aber ioh erwäge doch sehr statt dessen eine flotte Wanderfahrt auf dem Neckar bei Rottweil oder auf der Nagold zu machen. Mal sehe, was wir heute abend noch vereinbaren.