Sonntag, 9. Oktober 2022
Fünf Abfahrten
Sonntag, 8. Mai 2022
Nagold
Gestartet sind wir - wie immer in Ernstmühl. Die Bäume standen in Blüte, die Wiese war nass und saftig, kleine Wölkchen vor blauem Himmel strahlten gute Laune aus, die sich auf uns übertrug. Wir setzten Autos um und paddelte relativ spät am Vormittag los.
Samstag, 27. März 2021
Verkäufe
Vergangenen Mittwoch habe ich ein kleines Fotoshooting auf dem Bootshausgelände veranstaltet. Ich mss mich von Booten trennen um Platz zu schaffen und um einen Zuschuss zur Anschaffung eines Ultraleichtbootes zu erwirtschaften. zunächst verkaufe ich drei Wildwasserboote (hier und da). Es handelt sich um Boote, zu denen ich einen hohen ideelen Bezug habe, die ich aber nicht mehr paddele.
Meinen ursprünglicher Plan, den Babyprospector und sogar den zuletzt angeschafften Option zu verkaufen habe ich zunächst einmal zurück gestellt. Den Baby-Prospector kann der Verein als Soloboot gebrauchen. Ich werde Fußstützen einbauen und ihn vielleicht sogar als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. Und den Option kann ich vielleicht doch eines Tages noch mal paddeln.
Ich habe nämlich festgestellt, dass ich in einem Wildwassercanadier durchaus knien kann. Da muss ich mein kaputtes Sprunggelenk nicht - wie in einem Tourenboot - überstrecken sondern auf Fußstützen anwinkeln.
Eigentlich wollte ich ja nur meinen etwas zerschundenen Prelude behalten (weil der mit dem Riss am Boden kaum verkaufbar ist, aber noch auf mittelschwerem Wildwasser zu paddeln ist), aber jetzt hat mir der Arzt doch Hoffnung gemacht, dass der Degenerationsprozess, den meine Knochen erfahren haben, auch umkehrbar sein kann.
Bei der Gelegenheit habe ich auch mal mein Kajak aus dem Bootsregal gezogen. Ich hatte es ganz oben auf einen nicht benutzten Canadier gelegt. Entsprechend verstaubt war das gute Stück. Es bekam erstmal eine gründliche Dusche (und damit den ersten Wasserkontakt in Jahren).
Jetzt lagert es zuhause im Fahrradschuppen neben dem Prelude und wartet auf den harten Wildwassereinsatz. Auf den warte ich auch.
Dienstag, 4. Juni 2019
Mittagsrunde
Wie üblich ging es beschaulich los. Der Fluss fließt durch ein Waldtal, links begleitet ihn die Straße. Das eine oder andere Motorrad auf ihr nervt gewaltig.
Die ersten harmlosen Surfwellen kamen und das üblich Warte- und Balancespiel setzte ein. Jede und jeder durfte mal in die Welle. Manch einem gelang es besser als anderen, aber alle hatten Spaß dran und der Welle tuts ja nicht weh, wenn darin jemand surft.
Irgendwann erreichten wir den etwas komplexeren Schwall oberhalb von Bad-Liebenzell, in dem einige Kehrwasser angefahren werden können.
Wir ließen uns erstmal nieder für eine kleine Mittagsrast und sahen dem unermüdlichen Klemens zu, der sein Boot immer wieder hoch schleppte um den Schwall und all seine Kehrwasser angemessen zu würdigen.
Ich schloss mich nach abgeschlossener Mittagspause an und ließ mich dabei von Klemens ablichten. Mir gelang eine so vorbildhafte Abfahrt, dass ich gerne auf die Dokumentation der zweiten - weniger gelungenen - verzichtete.
Wir paddelten weiter durch Bad-Liebenzell. Diesmal gabs kein Eis wie beim letzten Mal.
Dafür hatten wir diesmal das Auto direkt in Monbachtal geparkt, so dass wir die Floßgasse durchfahren und in der darunter befindlichen Welle zum Abschluss noch ein wenig surfen konnten. Heute war sie freundlich und entließ müde Paddler bereitwillig.
Wir verluden die Boote und wandten und dem Café in Monbachtal zu, wo es - wie üblich - vortrefflichen Kuchen gab. Den verschlangen wir begierig, tranken Kaffee und plauderten angeregt. Dann wurde das zweite Auto geholt und es ging zurück nach Tübingen.
Freitag, 24. Mai 2019
Verlustreiche Genussfahrt
Ich verabredete mich mit Christian für eine Feierabendrunde auf der Eyach, wo wir bei strahlendem Wetter gegen halb Fünf eintrafen. Ich hatte meine Wildwasserweste vergessen und musste ersatzweise die Tourenweste, die immer im Auto lagert, anziehen.
An der beliebten Fischtreppe am Ortsausgang in Balingen mußten wir feststellen, dass ein Baumhindernis unsere Abfahrt blokierte. Zunächst überlegten wir noch, ob wir es beseitigen oder umfahren konnten, aber es blieb uns letztlich nichts anderes übrig als die Stelle zu umtragen.
Dann ging es hinunter in den langen teils etwas steileren aber durchgängig idyllischen Waldabschnitt der Eyach. Der Pegel lag wohl so bei 85 Zentimetern und wir hatten eher selten Grundkontakt. Den einen oder anderen Stein bekamen wir schon zu fühlen weil das Wasser trüb war so dass die Hindernisse nicht immer gleich zu erkennen sind. Das war weniger problematisch als die doch eher zahlreichen Baumhindernisse, die umtragen werden mussten.
Den einen oder anderen Baum konnten wir paddelnd unterqueren.
Verglichen mit dem industriellen Flair der Echaz, die ursprünglich auf dem Programm stand, ist die Eyach erheblich idyllischer.
Immer wieder gab es "spritzige" Abschnitte, manchmal auch steile Stufen, in denen dann nicht fotografiert wird. An einer Stelle geriet ich auch mal unter einen Busch und blieb mit der Tourenweste ungünstig hängen. Ich konnte mich aber schnell losreißen.
Schließlich erreichten wir das zweite Wehr, das stehts umtragen werden muss schon weil das Becken, in das das Wasser darunter stürzt so konstruiert wurde, dass alles, was da hineinfällt von senkrecht in die Wehrmauer zementierten Steinen zermahlen wird.
Die Umtragung dieses Wehrs gestaltet sich von Jahr zu Jahr etwas schwieriger weil die Böschung unterhalb des Wehrs bei jedem Hochwasser etwas stärker ausgewaschen und damit steiler wird. Aber noch gelangt man ohne Einsatz von Seilzügen hinunter.
Unten setzten wir die Boote in der Gischt des herab rauschenden Wassers wieder ein und paddelten den etwas turbulenteren Teil unterhalb des Wehres hinunter. Hier sind ein paar schräge Rippen im Flussgrund, die dazu führen, dass man - wenn man sie zu langsam angeht - nach rechts gesaugt wird und - wenn man sich nicht befreien kann - kentert. Wir konnten dem dieses Mal entgehen. Ich erinnere mich an frühere Fahrten auf denen das nicht allen gelang.
Schließlich unterquerten wir die Straßenbrücke und näherten uns dem Abstellplatz unseres Rückholautos. Ein Baumhindernis war noch zu überwinden, das Christian einfach unterpaddeln konnte. Mir kam es etwas zu niedrig vor und ich entschied mich dafür es linksseitig zu umtragen.
Hier geschah mir ein folgenschweres Missgeschick. Beim Wiedereinstieg ins Boot schob ich das Paddel auf die rechte Seite und es glitt ins Wasser. Ich sah es langsam davonschwimmen und gestikulierte zu Christian, dass er es bitte aufsammelt.
Ich sollte wohl an meinen pantomimischen Fähigkeiten arbeiten, denn er verstand mein Ansinnen nicht. So glitt das Paddel an ihm vorbei und verschwand. Es dauerte zu lange bis ich mich verbal verständlich machen konnte. Christian brach auf, um das Paddel (erfolglos) zu suchen und ich machte mich - das Boot zurücklassend - auf den ca. 2 Kilometer langen Fußweg zum Auto.
Auf der Rückfahrt holten wir das Boot. Zu allem Überfluss nahm ich kurz for Tübingen wahr, dass mein Paddelsack mit Geld und Handy fehlte. Ich fuhr zurück und fand ihn in Owingen am Parkplatz. In der Aufregung hatte ich ihn wohl vergessen.
Jetzt hoffe ich, dass irgendwer das Paddel bald findet bevor der Aufkleber, auf dem meine Kontaktdaten stehen, verwaschen oder zerrieben ist. Die Chancen stehen nicht wirklich gut. Bei sinkenden Pegeln paddelt da niemand und Spaziergänger kommen nicht so nah ans Wasser. Gegebenenfalls unternehme ich selbst mal bei Niedrigpegeln eine Flusswanderung und suche danach. Es ist schade, ich habe dieses ungekehlte Kober Ranger schätzen gelernt und bemühe mich mal parallel um Ersatz.
Apropos "Ersatz": früher bin ich nicht ohne Ersatzpaddel unterwegs gewesen. Vielleicht spricht einiges dafür, dass ich diese Angewohnheit wieder aufnehme.















