Samstag, 20. März 2010

Happy Camper TV

Kevin Callan hat endlich seine lang angekündigte Webseite mit allerhand informativen und lustigen Videos frei geschaltet. Hier eine Kostprobe:

Es ist durchaus denkbar, dass Kevins Callans Humor nicht jedermanns Sache ist. Er ist 'albern'. Aber auf eine Weise, die mir persönlich sehr gut gefällt. Ich werde da sicher noch häufiger rumstöbern.

Freitag, 19. März 2010

Frühlingsgefühle

Eigentlich wollten wir ja heute die erwarteten Tauwassermassen nutzend wie im letzten Jahr um diese Zeit die Steinlach hinunter poltern. Stattdessen tröpfelt der Bach nur so vor sich hin - entweder ist der Albanstieg bereits schneefrei oder das Zeug taut trotz der aktuellen 20° im Schatten einfach nicht. Ein Jammer. Stattdessen habe ich den freibeschaufelten Nachmittag zu einer kleinen Neckarrunde genutzt.

Der Neckar hat inzwischen schon so viel Wasser, dass es mir etwas verwegen (wenn auch nicht unmöglich) schien abwärts um die Neckarinsel zu paddeln. Ich habe die Richtung gegen den Strom gewählt und mich erstaunlich ausdauernd erst mal bis zum obere Wehr gekämpft.

Dort hat sich eine nette Surfwelle gebildet, die mich mit dem Umstand, dass ich nicht den Fantasy sondern den Independence gewählt habe, hat hadern lassen. Ich habe das Wehr dann übertragen und bin bis zum Wehr bei Hirschau hinauf gepaddelt. Dort habe ich die von mir als solche nicht nachvollziehbare "Renaturierung" eingehend betrachtet und bin dann - das untere Wehr hinunter sausend - zurück gefahren.

Am Kraftwerkskanal habe ich das knackige Kehrwasser genutzt und bin zwei/drei Mal über die Stromzunge in S-Turns gepaddelt (vor allem weil das lange Soloboot nicht so schnell dreht, wie ich das vom Wildwasserboot her gewohnt bin). Unterwegs begegnete mir noch Frank, der die Neckarinselrunde doch gewagt hatte und sich nun noch nach oben arbeitete. Tapfer. Ich habe mein Boot eingelagert und bin nach Hause geradelt.

Das gute alte Paddel, das ich zuletzt noch einmal etwas halbherzig geflickt habe, geht im wahrsten Sinn des Wortes "aus dem Leim". Letzterer ist nämlich weißlich aufgequollen. Dabei habe ich den selben wasserfesten Holzleim genommen, den ich immer nehme. Ich werde wohl das Paddelblatt auf ein geeignetes Stück Holz nachzeichnen und - den alten Schaft nutzend - ein neues Blatt anfertigen und anbringen. Natürlich könnte ich mir auch ein neues Paddel kaufen. Das Bending-Branches-Loon gilt ja als Low-Budget-Paddel. Aber da bin ich schon ein wenig geizig.

Donnerstag, 18. März 2010

Horb-Bilder

Klemens hat noch ein paar Bilder von der sonntäglichen Neckarfahrt geschickt. Die gehören in die Kategorie "Bilder, mit denen Opa im Altersheim seinen Enkelkindern auf die Nerven gehen wird" (die Enkel werden dann hinter seinem Rücken kichern weil Opa offenbar schon damals im Boot nicht recht aufrecht bleiben konnte)
Den MadRiver Fantasy kann ich wie kein anderes Boot bis an die Süllrandkante aufkanten wenn ich aus dem oder ins Kehrwasser fahre - auf der Onside. Offside bin ich beim Aufkanten fortwährend noch etwas zaghaft.
Dafür passt erfreulich viel hinein in das Boot - weil der vordere Luftsack etwas kurz war habe ich - statt einen längeren zu kaufen - eine fette Bootstonne eingeschnürrt, die es mir ermöglicht Materialmassen mit zu nehmen. Der einzige Nachteil dieses Oldtimers ist, dass er höllisch schwer zu tragen ist.
Erstmal auf dem Wasser kann selbst ich damit (auch in Miniwellen) surfen - die breiteste Stelle liegt knapp hinter dem vorderen Drittel, er hat einen ausgeprägten Rundboden, das lange Heck läuft schlank nach hinten aus und steigt stark an - eines der ersten offenen Slalomboote.

Mittwoch, 17. März 2010

Boom-diddy-ah-da

In der Reihe "Canadier und Kulturgut" (die ich hiermit begründe) sowie im Zusammenhang mit dem Stichwort "Wildnisromantiker" aus dem letzten Beitrag stoße ich auf dieses bemerkenswerte Lied:
Land of the Silver Birch



Der Sänger und Komponist, Michael Mitchell, schreibt kanadische Kinderlieder und "patriotisches Liedgut". In letzteres ist wohl dieser Ohrwurm einzuordnen, der mir - mit seinen Ethno-Anklängen und diesem albernen Boom-diddy-ah-da, bo-oo-oom seit heute Morgen nicht mehr aus dem Kopf geht.

Hier nochmal der Text in voller Länge:

My paddle's keen and bright - Flashing with silver
Follow the wild goose flight - Dip, dip and swing.

Dip, dip and swing her back - Flashing with silver
Swift as the wild goose flies - Dip, dip and swing

Land of the silver birch - Home of the beaver
Where still the mighty moose - Wanders at will
Blue lake and rocky shore - I will return once more
Boom-diddy-ah-da, Boom-diddy-ah-da, Boom-diddy-ah-da, bo-oo-oom

High on a rocky ledge - I'll build my wigwam
Close to the water's edge - Silent and still
Blue lake and rocky shore - I will return once more
Boom-diddy-ah-da, Boom-diddy-ah-da, Boom-diddy-ah-da, bo-oo-oom

My heart grows sick for thee - Here in the lowlands
I will return to thee hills of the north - Blue lake and rocky shore
I will return once more - Boom-diddy-ah-da, Boom-diddy-ah-da, Boom-diddy-ah-da, bo-oo-oom

Land of the silver birch - Home of the beaver
Where still the mighty moose - Wanders at will
Blue lake and rocky shore - I will return once more
Boom-diddy-ah-da, Boom-diddy-ah-da, Boom-diddy-ah-da, bo-oo-oom

Montag, 15. März 2010

Black Feather

Inzwischen habe ich Justines zweite DVD ebenfalls angesehen. Ich bin diesbezüglich ein absoluter Langweiler und schaue mir solche Zusammenstellungen immer exakt der Reihe nach an, wie der Künstler sie angeordnet hat. Er hat sich ja was dabei gedacht (was nicht unbedingt immer klar wird). Bei Justines 12 Filmen ist das gewissermaßen auch so – der letzte Film ist für mich der absolute Höhepunkt (nachdem in der Mitte beim 'Flachwasserrühren' aus meiner Sicht ein gewisses Tief zu überwinden war).
In diesem letzten halbstündigen Film beschreibt sie Ihre Teilnahme an einer organisierte Wildnissfahrt auf dem Mountain River, die von einem Reiseunternehmen organisiert wurde, das Black Feather heißt und ein beeindruckendes Progamm aufweist. Dabei handelt es sich um einen der Sponsoren der DoppelDVD und der Abschlussfilm ist wohl auch als ausgedehnter Werbespot für diesen Veranstalter zu werten. Auf mich hat dieser Werbespot allemal jede Menge Werbewirkung.
Da werden – nach der Landung mit dem Wasserflugzeug und einer längeren Portage - ausgedehnte Wildwasserpassagen mit 18’-Canadiern befahren, auf riesigen Kiesbänken wird biwakiert, die Verpflegung ist offenbar phänomenal gut, es werden nette Guides porträtiert und die Teilnehmer scheinen auch eine gute Gruppendynamik entwickelt zu haben. Es kommt zu Kenterungen, Notevakuierungen mit dem Helikopter werden beschrieben, es geht durch Canyons und Schwemmland. Rentiere, Bären, Wölfe sind entweder zu sehen oder hinterlassen ihre Spuren. Kurz: alles, was einen Wildnis- romantiker und Sesselaben- teurer wie mich anspricht.

Sonntag, 14. März 2010

Horb - Mühlen

Nachdem die zweite Lauchert-Fahrt am Freitag abgesagt wurde haben wir uns nach dem Training für ein Alternativprogramm entschieden. Michl wollte mal wieder paddeln und wir schlossen uns spontan zu siebt an. Wir entschieden uns für eine unkomplizierte, Bootshausnahe Fahrt ab Horb. Entsprechend spät haben wir uns getroffen. Dann sind wir - nach Anfahrt, Umziehen und Autoumsetzerei - in Horb in drei Kajaks (Michl, Hanna, Liesl) und fünf Canadiern (Klemens, Claudius, René, Rolf und ich) aufs Wasser gegangen und haben die dort neu angelegten kleinen Schwälle, Stromzungen und Buhnen eifrig beackert.
Wir hielten uns reichlich lang da oben auf (obwohl der Pegel überschaubar niedrig war) und sind dann allmählich die paar Kilometer nach Mühlen hinunter gepaddelt, die - außer einer heute wenig aufregenden Spielstelle und dem Wehr bei Mühlen - nichts weiter Wildes zu bieten haben. Nachdem alle einmal das Wehr hinunter gerutscht waren. Michl zweimal! (Ich hab leider nicht alle aufs Bild gekriegt) wurden die Boote wieder verladen, wir zogen uns um und machten uns auf den erfreulich kurzen Heimweg.
Trotz der Kürze und der unspektakulären Strecke war es ein netter Paddelausflug, ausnahmsweise mal bei Plusgraden. Es soll jetzt wärmer werden. Wir phantasieren schon von der Befahrung der kleinen Bäche z.B. am Freitag statt Hallenbadtraining oder am Sonntagmittag. Mal sehen.

Samstag, 13. März 2010

Mittagsrunde

Rolf hatte mich auf die Idee gebracht eine kleine Pause des Tages mit einer kleinen Mittagsrunde um die Neckarinsel zu nutzen. Der Neckar führt trotz leichtem Tauwetter kaum mehr Wasser als sonst und die etwas erhöhten Temperaturen haben dazu geführt, dass ich unter meiner Schwimmweste doch ein wenig ins Schwitzen kam. Ich hatte die TNP-Polingstange dabei und habe sie zwischen Neckarinselspitze und unserem leicht verschlammten Anleger benutzt. Den Anleger habe ich jetzt nicht sauber gemacht - bestimmt kommt noch einmal ordentlich Schmelzwasser, das den alten Schlamm weg spült und neuen herbringt.

Morgen wollen wir wieder mal ab Horb abwärts paddeln (und an den neu angelegten Buhnen in Horb ein wenig herumspielen).

Jubiläums-Nachtrag: Nachdem ich nun fast ein halbes Jahr lang täglich etwas mehr als einen Beitrag geschrieben habe will ich jetzt mal ein wenig kürzer treten. Das Paddeltagebuch wird heute drei Jahre alt. Einen bunten Jubiläumsbeitrag wie im Vorjahr und im Jahr davor schreibe ich deshalb auch nicht. Inzwischen habe ich auch die Google-Werbung weggeknipst da es mir zunehmend lästig ist den knapp 100,-EUR jährlich, die sie einbringt, hinterher zu hecheln. Ich schaue gelegentlich noch nach, ob jemand das überhaupt ließt weil es schließlich gelogen wäre, wenn ich behauptete, dass ich mein "öffentliches Paddeltagebuch" ausschließlich für mich allein schreibe. Aber ich strebe keine Rekordwerte an.