Sonntag, 14. Dezember 2008

Winterwildwasser auf der Enz

...naja, sooo wild wars beruhigenderweise doch wieder nicht aber der Abschnitt, der von dem Paddeklub-Paddlern Ehrfurcht erweckend "Abfahrtsstrecke" genannt wird, hat doch so einige längere Schwälle mit leichter Verblockung, die ich natürlich überwiegend plump heruntergepoltert bin während Claudius und Frank aber auch Liesl jedes sich bietende Kehrwässerchen nutzend eher elfenhaft hinuntergetänzelt sind. Aber von Anfang an:

Frank hatte im Wildwasserboard vorgeschlagen, dass wir doch am Sonntag paddeln sollten. Ich startete einen Rundruf bei den Tübinger PaddlerINNEN und erstaunlich viele waren angetan von der Idee. Schließlich blieben wir dann aber doch zu dritt.

Wir trafen uns am vereinbarten Treffpunkt gegen 20 nach 11 und luden erstmal Boote und Ausrüstung vom und aus dem Auto. Dann düsten Frank und ich mit den Autos nach Birkenfeld wo meins an der Ausatzstelle stehen blieb. Anschließend setzten wir uns in die Boote und paddelten los. Dabei wurde uns schnell warm (vielleicht abgesehen von den Füssen - mir schwebt da aber schon eine Lösung vor...).
Die ersten Schwälle waren klein und überschaubar, es konnte geübt werden. Ich testete etwas unfreiwillig meinen Trockenanzug weil ich in ein Kehrwasser einschwenkend über einen Stein stolperte - nicht einmal mein Kopf wurde nass aber der Süllrand war so weit unter Wasser, dass ich es für ratsamer hielt auszusteigen, Wasser auszulehren und anschließend etwas achtsamer in die Kehrwasser einzuschwenken.

An einer offenbar gemauerten Schwelle hielten wir erst einmal an und tranken Tee aus den Thermoskannen. Frank probierte den Phantom aus, auf den er schon geraume Zeit scharf ist - wenn mir mein Traumboot über den Weg läuft kann er ihn haben und sich dann den für zu hoch befundenen Sitz kleiner schnitzen. Ich glaube ja, dass ihm der Sitz nur deshalb so hoch vorkam, weil er eben noch im C1 gesessen war (übrigens in jahreszeitlich- und Witterungsangepasstem weiß - sehr schick das Boot!).

Dann machten wir uns wieder auf und näherten uns dem Eisenbahnerschwall, an dem Frank vorauspaddelte um Bilder zu machen. Wenn ein präsentables von mir dabei ist werde ich das natürlich hier einstellen (wenns nur peinliche gibt werden sie unterschlagen).

Nach ein/zwei weiteren längeren Schwällen und gut anderthalb Stunden kamen wir beim geparkten Auto an, luden die Boote wieder auf (Frank ließ seins wagemutig liegen), tranken den restlichen Tee und Kakau, mampften einige Kekse und fuhren wieder zurück zu Franks Auto. Dort verabschiedeten wir uns und verabredeten uns gleich für kommenden Sonntag an der gleichen Stelle zur "Glühweinfahrt".
Wir fuhren quer über den Nordschwarzwald zurück nach Tübingen und benötigten für den Rückweg kaum länger als für den Hinweg über die Autobahn. Dabei war die Schwarzwaldstrecke bedeutend schöner.

Am Bootshaus angekommen bewunderten wir noch ausgiebig Rolfs neues Boot und mir vergegenwärtigte sich, dass ich ja eigentlich meine Wurzeln in der "Schlapphutfraktion" habe. Vielleicht komme ich dann kommenden Sonntag doch mit Biberfellmütze...

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