In der Nacht hat es heftig geregnet. Am Morgen zeichneten sich akzeptable Pegel auf unterschiedlichen Bächen ab. Wir hätten sowohl Eyach als auch Steinlach sowie die Erms paddeln können. Wir entschieden uns für die Erms...
...und dafür uns erst um Halbzwei zutreffen. Das war ein Fehler. Denn so schnell die Pegel hoch geschnellt waren, so schnell fielen sie auch wieder. So kam es, dass der großartige Ermspegel vom Vormittag nun am Mittag schon wieder auf 58cm abgesunken war.
Wir wollten die Paddeltour nicht abblasen und entschieden uns dafür gerade mal die letzten zwei Kilometer ab dem erneuerten Wehr bis Neckartenzlingen zu paddeln.
Auf diesem Abschnitt bietet die Erms, die ein Naturdenkmal darstelle, wie uns eine Spaziergängerin mitteilte, zahlreich Kehrwasser und kleine Surfwellen, mit denen wir uns ausgiebig beschäftigten.
Mich beschäftigte meine Winterausrüstung, die sich als zu voluminös für das für sommerliche Neoprenklamotten ausgefittete Boot erwies. Mir schliefen die Beine ein, die ich kaum in den Bulkhead bekam. Ich muss wohl Änderungen vornehmen.
Unter anderem werde ich die festen Stiefel nur noch dann anziehen, wenn das unumgänglich ist. In die dicke teure Kwark-Hose muss ich wohl in den Kniekehlen ein Loch schneiden damit sie die Durchblutung nicht länger abschnürt.
Wir hatten trotz dieser Schwierigkeiten viel Spass auf dem kurzen Erms-Abschnitt, der bei diesem Pegel einen idealen Übungsparcours für Anfänger bildet. Wir werden ihn wohl noch häufiger bei so niedrigem Pegel paddeln.
Nach der Fahrt gab es in Neckartenzlingen noch ein Eis bevor wir uns weiteren Vergnügungen zuwandten für die an diesem überraschend sonnigen Nachmittag nun doch noch Zeit war.
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Dienstag, 3. Oktober 2017
Sonntag, 26. Juni 2016
Erms zu fünft
Gewässer: Erms zwischen Metzingen (Lidl) und Neckartenzlingen; Charakter: Wildwasser I-II (III-IV); Pegel: ca. 90 cm in Riederich; Lufttemperatur: 21°C; Relation mit/gegen Strömung: 100/0; Boot: Pyranha Prelude
Referenz: Januar 2015, nochmal Januar 2015, November 2014, August 2014 (allein), Mitte Juni 2013, Anfang Juni 2013, Silvester 2012





(alle Bilder)
Referenz: Januar 2015, nochmal Januar 2015, November 2014, August 2014 (allein), Mitte Juni 2013, Anfang Juni 2013, Silvester 2012
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Sonntag, 18. Januar 2015
Klemens' Erms-Bilder
Klemens hat - wie üblich - wunderbare Bilder gemacht, von denen ich hier eine Auswahl zeige. Das, auf dem er selbst zu erkennen ist, ist nicht ganz so wunderbar. Nicht wegen des Motivs sondern wegen des Dilettanten hinter der Kamera, der sich auf dem letzten Bild von schwerem Erms-Wildwasser ermattet auf sein treues Paddel stützt.
Erms zu zweit
Nach einer turbulenten Arbeitswoche, an deren Ende ich eine spontane aber weitreichende Entscheidung für eine berufliche Umorientierung getroffen habe, rettete mich Klemens aus dem Dauergrübeln über die Konsequenzen dieses Entschlusses indem er zu einer sonntäglichen Paddeltour einlud. Unsere sonst üblichen Mitstreiter hatten alle keine Zeit, keine Lust oder sie hatten schlichtweg nichts von diesem Unterfangen erfahren.
Wir blieben zu zweit und entschieden uns die naheliegende Erms zu paddeln. Die hatte - anders als beim letzten Mal im November - richtig gut Wasser (70cm), was das Risiko für Grundberührungen stark herabsetzte. Ich wählte deshalb den Phantom. Klemens war in seinem PE-Holmes unterwegs.
Wir besichtigten in Riederich an der Einsatzstelle zunächst den Katarakt, den wir bisher noch nicht gefahren sind. Heute würde ich ihn auch nicht gerne fahren weil er entsetzlich verholzt ist. Man kommt zwar an dem Holzverhau vorbei, sollte aber tunlichst bis zu dem Punkt nicht kentern.
Dann machten wir uns auf und paddelten bei einem Pegel von ca. 70cm auf einigermaßen klarem Schmelzwasser los. Luft und Wasser waren ziemlich eisig und anfangs hatten wir ziemlich kalte Hände, die wir an der ersten Umtragestelle mit wenig Erfolg aufwärmten.
Unterhalb des ersten Wehrs fanden wir diesmal durchaus paddelbare Zustände vor (zuletzt mussten wir ab hier eher eine Flusswanderung unternehmen und bekamen jede Menge Kratzer in die Boote). Die Welle unterhalb des nachfolgenden Schwalls war dennoch nicht hoch genug zum Surfen.
Der Nebel wollte sich nicht recht heben obwohl immer wieder erkennbar war, dass die Sonne einige Meter weiter oben bereits schien. Erst ganz gegen Ende unserer Fahrt kam sie zum Vorschein.
Das nachfolgende Schrägwehr, das wir so gerne hinunter sausen und an dem schon so manches spektakuläre Foto entstanden ist. konnten wir dieses Mal auch befahren. Es wird wohl unsere letzte Abfahrt von diesem Wehr hinab gewesen sein weil dort schon Vorbereitungen für einen Kraftwerkbau getroffen werden.
Ab hier war meine Kamera beschlagen weil in der Schwimmwestentasche, in die ich sie immer wieder stecke, eisig kaltes Wasser schwappte. Ich muss mir dringend eine bessere Lösung für die Unterbringung der Kamera unterwegs einfallen lassen.
Die Fahrt hat letztlich gerade mal eine knappe Stunde gedauert, aber in der Stunde hatten wir jede Menge Spaß und am Ende sogar warme Finger. Wir verabschie-deten uns und ich brachte mein Boot wieder zurück ins hoffnungslos überfüllte Bootshaus.
Klemens hat auch Bilder gemacht, die ich - wenn er sie mir schickt - nachreiche.
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