Samstag, 11. Juli 2009

Reuss am Samstag

Wir standen irgendwann nach 7:00 auf, ich setzte Kaffee auf und machte mich auf den Weg ins malerische Bremgarten wo ich noch am Vorabend einen Bäcker gefunden hatte, der in der gegenwärtigen Ferienzeit (in der Schweiz) Brötchen anbietet. Die verschlangen wir dann auch gleich gemeinsam bevor Klemens und ich die Autos umsetzten (was linksseitig der Reuss in erstaunlich kurzer Zeit zu bewältigen ist). Bei grauem Himmel paddelten wir schließlich auf dem flott strömenden Fluss los. Die Reuss-Insel umfuhren wir vorsichtigerweise rechts, legten unten im Kehrwasser an und sahen den Surfen ein Weilchen bei ihrem wagemutigen Treiben zu (am frühen Morgen schon hatte ich beim Brötchenholen zwei Surferinnen üben gesehen - ein wackeres Völkchen ist das!). Wir legten wieder ab und paddelten den breiten gewundenen Fluss hinab, der auf mich einen eher langweiligen Eindruck machte - vom letzten Mal her erinnerte ich mich an mehr Hindernisse und Herausforderungen. Aber da gab es auch weniger als halb so viel Wasser - entsprechend mehr Hindernisse ragten daraus hervor. Aber das eine oder andere Hindernis fand sich auch im "vollen" Fluss und wir übten hin und wieder etwas surfen und Kehrwassermanöver. Klemens entglitt auch mal ein unflätiges Wort als er mit seinem Paddel mitten in einen Strudel geriet statt das Kehrwasser zu treffen und Rolf war durchaus zufrieden mit dem Fahrverhalten seines vortrefflichen Raven in den hohen Wellen, die ab sich und an im Fluss fanden. Dahinter verbargen sich dann auch häufig flache Pilze, die Heckhebel- und Ziehschlageinsatz im steten Wechsel erforderlich machten.
Nach relativ kurzer Zeit (und nach einem gerade noch rechtzeitigen Päuschen am Ufer) trafen wir an der Aussetzstelle hinter Mellingen ein, beluden das Auto und fuhren langsam und behäbig zurück zu unsrem komfortablen Campingplatz an dem es erst einmal Kaffee und (unterwegs von Rolf erworbene) süße Teilchen gab. Vortrefflich!

Nach dem Kaffeekränzchen schlenderten Rolf und Klemens zum gegenüberliegenden Ufer von wo aus sie meine wagemutige Durchfahrt der Reuss-Welle fotografisch und filmisch festhielten - diese Produkte ihres künstlerischen Schaffens und meines Heldenmuts werde ich später hier dokumentieren.

Später wurde geduscht und - statt sich gleich an die Essenzubereitung zu machen - ein erneuter Gang durch Bremgarten angetreten. Unterwegs beobachteten wir einen Kajakfahrer, der in dem furchterregenden U-Wehr locker spielte und von unserem üblichen Restaurant aus machten wir uns Gedanken über die Möglichkeiten dieses Wehr im Canadier zu bewältigen.

Später am Abend und zurück auf dem Campingplatz wurde der mitgebrachte Salat zubereitet, Nudeln und Soße gekocht und ein lukulisches Mal eingenommen. Das Wetter war immer besser geworden. Der klare Himmel bescherte uns allerdings auch zunehmend Kälte und aus irgendeinem Grund machten sich bei mir zunehmend Kopfschmerzen breit. Bald nach dem Essen und einem Pfefferminztee ging ich ins Bett und schlief die Kopfschmerzen weg.

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