Montag, 2. Mai 2011

Hüningen



Dienstagmorgen (26.04.) um 8:00 Uhr trafen wir uns am Bootshaus. Hektisch wurden noch Ausrüstung und Boote in und auf die Autos geladen. Dann fuhren wir los Richtung Basel. Ich hatte das Privileg allein im Auto zu sitzen weil ich ja am Ende der Woche weiter nach Österreich fahren wollte und konnte ungehemmt Jimmy Webb, Jesse Colin-Young und Harry Chapin in beliebiger Lautstärke hören. So vergingen die drei Stunden Fahrt bis Huninque (Hüningen) trotz gemächlicher Fahrweise rasend schnell.

Wildwasserkanal angekommen kümmerten wir uns erst ums Mittagessen. In einem kleinen Lokal gab es einen leckeren Mittagstisch. Trotz voller Mägen zogen wir uns gleich nach dem Essen um und gingen aufs Wasser. Klemens und Lisa waren vorsichtig und starteten von unten. Anita und ich wagten die Abfahrt durch die Eingangswelle. Diese wurde Anita auch gleich zum Verhängnis. Mir gelang es zwar ihr Boot an den Rand zu drängen aber der kleine Anton konnte es nicht fest halten. Irgendwann im unteren Drittel des Kanals bekamen wir es ans Ufer. Solchermaßen demoralisiert blieb Anita in der Folge dort unten. Ich paddelte im Parallelkanal wieder hinauf und hielt mich sehr lange in der Eingangswelle auf. D.h. ich versuchte es, sie spuckte mich aber immer wieder aus und hinterließ dabei immer mehr Wasser in meinem Boot. Ich musste regelmäßig ans Ufer und das Boot ausleeren. Irgendwann mal kam ich auch um eine Kenterung nicht herum. Rolf, der ebenfalls an Land geblieben war, hat jede Menge Fotos gemacht. Da sind auch einge Sidesurfs dabei, die erstmal ganz passabel ausehen. Einzelne endeten aber ebenfalls mit Ausstieg weil die Welle mich nicht mehr los ließ oder mir die Kraft fehlte mich wieder hinaus zu arbeiten. Das Boot rotierte dann noch eine ganze Weile bis die Welle es wieder her gab.



Aber für dergleichen Experimente ist der Kanal ja da. Das finden auch Utz. Sofia und Kilian, die wir zu unserer Überraschung plötzlich trafen. Sie bleiben die ganze Woche da.
Wir dagegen hatten nach zwei Stunden erst einmal genug, zogen uns um und machten uns - nach einem etwas kostspieligen Besuch des Paddelladens (Rolf hat jetzt einen stylishen neuen Helm) - auf den Weg nach Bremgarten wo wir kurz nach Sechs eintrafen.

Wir hatten Glück und bekamen unseren gewohnten Campingplatz, auf dem flugs die drei Zelte samt Ofenbrimborium und Tarps errichtet wurden.
Dann gab es ein Nudelabendessen mit Tomatensoße und irgendwie ist es rasend schnell 22:00 Uhr spät geworden. Wir sind alle hundemüde und nach dem Spülen flott in die Schlafsäcke gekrochen. Die Reuss rauscht jetzt draußen vor dem Zelt vorbei, hat aber so wenig Wasser, dass breite Kiesbänke am Ufer zu erkennen sind. Morgen weden wir von hier bis Mellingen fahren.

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