Montag, 5. September 2011

Mission unaccomplished


In meinem Auto habe ich tatsächlich gut geschlafen aber kurz nach sieben bin ich schließlich doch aufgestanden, habe mir ein Müsli gemacht und bin unter tief hängenden Wolken hinunter zum Fluss gegangen. Am frühen Morgen hatte es aufgehört zu regnen aber der Regen der ganzen Nacht hatte dafür gesorgt, dass ungefähr doppelt so viel Wasser im Fluss floss als am Vortag. Im Beizi nahm ich zusammen mit Frank, Nils, Arno und Flo noch einen Kaffee zu mir. Dann traf ich noch James mir dem ich kurz plauderte.
Um 10:00 Uhr fuhren wir verblüffend pünktlich ab an die Einsatzstelle bei der Glennermündung wo jetzt auch die Sonne herauskam. Elke begleitete uns und fuhr mein Auto anschließend wieder zurück.


Michl und ich waren die ersten auf dem Bach, der reichlich graues Wasser führte (wahrscheinlich wäre es genug für eine Befahrung gewesen) und paddelten gleich zur Glennermündung von wo aus auch schon Florian und Martina zu sehen waren, die den Zuge genommen hatten. Just in dem Augenblick kam Nils Kajak den Glenner herunter getrieben und ich zog es heraus. Nils sollte später noch Gelegenheit bekommen sich bei mir tatkräftig zu revanchieren.


Im Vorderrhein floss reichlich braunes Wasser (mir schon zu viel) das sich mit dem grauen aus dem Glenner vermischte. Es bildeten sich große Wellen die ich - wo ich konnte mittels „Chicken Line“ umfuhr. Trotzdem musste ich immer wieder das Boot ausleeren. Bis zum Schwarzen Loch war das auch recht vergnüglich. Dort scouteten wir ausgiebig und das "Loch" verlor erst mal seinen Schrecken weil eigentlich alles gut machbar erschien.


Die „Cracks“ fuhren zunächst vor und sicherten auf halbem Weg. Ich kam den oberen „wilden Abschnitt“ gut hinunter, fuhr ins linke Kehrwasser vor der Prallwand und startete dann (nach einer Bootentleerung) mit einer Traverse hinüber zum rechten Kehrwasser wo schon einige warteten. Ich setzte zu weit unten an, kam quer vor eine wuchtige Welle und kenterte offside. Ich bekam immerhin das Boot zwischen mich und die Prallwand schwamm ein Weilchen bis Sabrina, Nils und Michl auftauchten. Sabrina nimmt mich in ihrem flinken Slalomboot in Schlepp (und kam sich mit dem Balast sicher alles andere als flink vor). Nils und Michl bargen mein Boot (es gelang ihnen es aufzurichten, so dass es etwas leichter zu dirigieren war). Nach vielleicht 100 Metern (gefühlten 2-300) war ich wieder an Land und sortierte mich. Der Umstand, dass ich nicht der einzige war, der dort schwamm und dass diese Kenterung offside erfolgte tröstet mich nicht unbedingt. Bisher habe ich das berüchtigte Schwarze Loch stets gut bewältigt. Aber es ändert sich auch von Jahr zu Jahr.


Auch der untere Abschnitt der „Schwarzes-Loch“-Passage war für meine Verhältnisse etwas hakelig und ich war ja nun etws eingeschüchtert. Aber mit einigen Litern Wasser im Boot kam ich schließlich gut hinunter. Ab da bis VErsam bietet der Vorderrrein keine größeren Herausforderungen.


In Versam nahmen wir bei einsetzendem Regen noch Kaffee und Schokokuchen zu uns. Dann verabschiedete ich mich und fuhr so gegen 15:30 Uhr los. Auf der Heimfahrt gab ich mir Crosby, Stills, Nash and Young, und fuhr in Horb am Ende eines Staus von der Autobahn.Kurz vor 20:00 Uhr war ich zuhause.


Die ECBA Summer School muss ja nun leider ein weiteres Mal stattfinden weil Jan und Cordula nicht dabei sein konnten (sie hat ihre Mission nicht erfüllt). Ich bedauere das nicht und werde versuchen wieder dabei zu sein. Meiner Meinung nach kann diese Veranstaltung gerne zur Tradition werden.

 

Nachtrag: Von Florian gibts inzwischen auch jede Menge Bilder. Sie sind HIER zu finden.

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