Freitag, 2. November 2012

Hundert Prozent PE

Für Donnerstag (in unserem frommen Bundesland der Feiertag „Allerheiligen") war mildes Wetter und Regen angesagt. Deshalb planten wir bereits seit Anfang der Woche eine Paddeltour. Ich verstieg mich sogar in der Hoffnung, dass die höheren Temperaturen den Schnee vom vergangenen Wochenende in erfreulich hohe Pegel der Neckarnebenflüsse verwandeln könnten. Diese Illusion übertrug sich bedauerlicherweise nicht in die Realität. Die milden Temperaturen bekamen wir, aber auch der angekündigte Regen blieb aus.


Stattdessen schien - als wir in Ernstmühl ankamen (die Nagold wurde unser Ziel) - die Sonne. Die mitgenommene Winterausrüstung wäre also gar nicht erforderlich gewesen. Ich hatte mich erneut für den Quake entschieden weil die Reparatur des Phantom noch nicht absehbar ist.

Anita und ich bekamen Gelegenheit uns in Ernstmühl einzupaddeln während Klemens und Andreas die Autos umsetzten. Als beide kamen probierte sie auch erst mal ein wenig herum bevor wir zusammen bei niedrigerem Pegel als beim letzten Mal aber auf deutlich klarerem Wasser abwärts paddelten.


Der Quake erweist sich als etwas anstrengend auf ruhigeren Abschnitten. In den Schwällen jedoch macht er enorm viel Spaß.
Die Schwälle der Nagold beinhalten bei niedrigerem Pegel mal interessantere Wellen (in denen lang und ausführlich gesurft werden kann), mal steinige Kehrwasser (die sich in einem PE-Boot erheblich weniger schmerzhaft anfühlen als im Royalex-Boot).

Der Quake surft auf jeder noch so kleinen Welle. Auch steile Wellen überspülen ihn nicht gleich (auch wenn immer mal wieder der ein oder andere Schluck Wasser ins Boot schwappte). In Kehrwasser einschwenken ist mit dem kurzen Boot ein Kinderspiel.
So sehr ich seinen Flachboden und die Kanten schätze, so unheimlich ist mir die Kippstabilität des Bootes. Es liegt wie ein Brett auf dem Wasser. Ich bin gespannt, wie es sich im Rollentraining verhalten wird.


Im Kurpark von Bad-Liebenzell machten wir wieder eine kleine Pause und in Mohnbachtal, wo wir unsere Fahrt abschlossen, gab es Kaffee und Kuchen.

Ich habe jede Menge Bilder gemacht, von denen ich die Hälfte wieder aussortiert habe, und von Klemens gibt es auch (trotz kleiner wasserdichter Kamera) wieder vortreffliche Bilder. Er hat auch diverse Filmchen gedreht, die ich mir noch am Abend bei ihm ansehen konnte, deren Format aber meine veraltete Computertechnik wieder überforderte, so dass ich sie vorerst hier nicht wieder geben kann.


Wenn es mir doch noch gelingen sollte stelle ich das eine (gelungener Surf) oder andere (missglückter Sidesurf mit Ausstieg) ebenfalls ein.

Nachtrag: Hier schon mal das Surf-Video:

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