Donnerstag, 15. Mai 2014

Wieder eine Jungfernfahrt

Am Mittwochnachmittag traf ich mich mit Erdmann zu unserer dritten Übungsfahrt (die zweite am vergangenen Freitag habe ich schamhaft verschwiegen weil sie aus zwei von Regen und Wind beeinträchtigten Kleinst-Einheiten bestand).
Er will einen selbst gebauten Leistencanadier mit Frau und Enkelkindern beladen und damit Ausflüge auf dem heimischen Neckar unternehmen. Darauf bereitet er sich gegenwärtig vor und stellt sich dabei gar nicht ungeschickt an.
Markus, der mit ihm das Boot gebaut hat, lieferte es heute auch an und wir bekamen Gelegenheit zur Jungfernfahrt. Dabei erwies sich das Boot als anfangs erstaunlich kippelig (und ich dachte meine langen Boote seien anspruchsvoll).

Diese geringe Anfangsstabilität geht einher mit einer recht annehmbaren Endstabilität (der "Redbird"-Riss aus Ted Moores' Buch "Canoecraft" liegt dem Boot zugrunde) und einer äußerst schnittigen Rumpfgeometrie, die das Boot zu einem richtig "schnellen" Boot macht.


Mit diesem prächtigen Boot, für das wir zunächst keinen geeigneten Lagerplatz im Bootshaus haben, will Erdmann jetzt täglich mindestens eine halbe Stunde üben. Er wohnt keine fünf Minuten vom Bootshaus entfernt und ich werde jeden Hebel in Bewegung setzen um ihm einen Lagerplatz zu verschaffen. Vorerst muss das Boot nämlich auf einem Bootswagen ebenerdig im Eckraum abgestellt werden.

Das ist für Trainingszwecke sogar günstig, für das Boot jedoch nicht unbedingt gesund und für die Paddelfreunde eine Blamage weil im Bootsregal etliche eingestaubte Bootsveteranen lagern, die von ihren Eigentümern seit Jahren nicht mehr genutzt werden.

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