Für das heutige Training hatten sich zwei Frauen angekündigt, die paddeln lernen wollten. Da ich fürs Training eingeteilt war habe ich angekündigt, dass Canadiertraining stattfindet. Als ich zum Bootshaus kam war erst niemand da. deshalb bin ich anfangs noch hoch zum Kraftwerkskanal geradelt um mir die Strömung anzusehen. Dort war die Jugend schon mit Trainieren beschäftigt. Strömung gab es keine nennenswerte.
Zurück am Bootshaus sollte ein Vorbesprechung der nächstwöchigen ausfahrt an die Bregenzer Ache stattfinden. Aber jedes Mal wenn ich versuchte den wilden Haufen um mich zu scharen hatte jeder wieder etwas anderes zu tun. Ich zweifele an meinem Integrationsvermögen. Die Frauen hatte ich offenbar auch abgeschreckt (oder der graue Himmel, der aber dicht hielt) - sie kamen nicht. dafür kam Heiko, der ebenfalls paddeln lernen wollte. Ich holte also den Tandemcanadier heraus. Als ich - von vier bis fünf Anfragen abgelenkt - los wollte war Heiko schon mit René auf dem Wasser.
Dankbar schnappte ich mir zum ohnehin heraus geholten Tandemboot die Holzpolingstange und fuhr mit Rolf hinauf zum oberen Wehr, wo wir immer wieder den kleinen Schwall hinauf und wieder hinunter stakten. Irgendwann paddelten wir dann wieder zurück zum Kraftwerkkanal. Später ging es dann mit Heiko und René zurück zum oberen Wehr wo uns eine kleine Kanu-Reisegruppe begegnete.
Ein seltener Anblick in unseren Breiten und auf der Strecke zwischen Rottenburg und Tübingen. Sie sahen auch ziemlich strapaziert aus, die Jungs. Es gibt ja jede Menge Wehre auf dem Abschnitt, den sie da in anderthalb Tagen gepaddelt waren.
Rolf und ich sind diesen Abschnitt im vergangenen Jahr mal gepaddelt.
Abschließend lagerte ich den Canadier wieder ein und später saßen wir dann ums Lagerfeuer und planten doch ein wenig die Bregi-Fahrt. Hoffentlich macht das Wetter mit.
Samstag, 11. Juni 2011
Dienstag, 7. Juni 2011
Abendstaken
Da ich es Dienstags nie zum 18:00-Uhr-Training schaffe gehe ich jetzt eben bei gutem Wetter erst zwschen sieben und acht zum Bootshaus. Als ich kam war noch Manuel da, der eines dieser verflixt kurzen Spielboote ausprobieren wollte. Eine Reihe von Fahrrädern deutete darauf hin, dass unsere Kanu-Polo-Gruppe am Trainieren war und ich beschloss mit dem schnellen Soloboot Neckarabwärts zu paddeln und zu staken. Ich komme mittlerweile auch mit tieferem Wasser klar und so konnte ich die Stakstange ein ganzes Stück an der Neckarinsel entlang einsetzen bevor ich zum Paddel griff.
Dann ging es hinab bis zum unteren Wehr, an das ich mich immer näher heran traue. Auf dem Rückweg sah ich den Polo-Spielerinnen und -Spielern noch etwas zu und gegen Ende der Neckarinsel stakte ich dann wieder bis hinauf zum Anleger.
Dann ging es hinab bis zum unteren Wehr, an das ich mich immer näher heran traue. Auf dem Rückweg sah ich den Polo-Spielerinnen und -Spielern noch etwas zu und gegen Ende der Neckarinsel stakte ich dann wieder bis hinauf zum Anleger.
Sonntag, 5. Juni 2011
2 Grüne und 12 Rotgelbe
Freitag hatte Andreas vorgeschlagen, dass wir die Donnerstag augefallene Fahrt von Wendlingen nach Plochingen doch noch machen könnten und das haben wir nun heute getan. Erstaunlich viele waren gegen 10:00 Uhr zum Bootshaus gekommen. Lutz und Norbert, die dort an ihren Booten herum schraubten, schlossen sich spontan an und so fuhren wir schließlich mit voll beladenem Anhänger nach Wendlingen wo wir an einer nicht eben komfortablen Einsatzstelle die 14 Boote für 15 Paddlerinnen und Paddler ins Wasser setzten.
Vorher schauten wir uns aber noch den ersten Schwall an, der rechts eine nette wellige Stromzunge bildete, in der sich prima üben ließ. Das machten wir dann auch an jedem Schwall und jeder Welle. Insbesondere in der Wendlinger Welle, an die die Kajak-Freestyler im Winter - bei Hochwasser - pilgern.
Die 14 Boote, die heute unterwegs waren, waren überwiegend rotgelb. Nur Jannick und ich hatten grüne dabei.
Wir gaben und mit dem geringen Wasserangebot zufrieden, auch wenn wir wahrnehmen mussten, dass der Neckar in diesem Bereich ziemlich widerlich stinkt. Da half auch der später einsetzende Regen nichts und das klare Wasser, dass aus der Kirchheimer Lauter in den Neckar floss.
| Die Mündung der Kirchheimer Lauter in den Neckar |
Beide (Kirchheimer Lauter und dieser Neckarabschnitt) machen Lust auf eine erneute Befahrung bei deutlich höherem Wasser. Immer wieder bieten kleine Schwälle und Gefällestrecken wellige Abschnitte und im letzten Drittel vor Plochingen sind zahlreiche Buhnen in den Fluss gebaut, hinter denen sich bei - sagen wir - 20cm mehr Wasser wunderbare Übungskehrwasser befinden. Für einen Canadierkurs wie geschaffen.
Bei den heutigen niedrigen Wasserständen dümpelte allerhand Unrat in den Kehrwassern. Unter anderem 7 Tennisbälle, die mir Jannik herausfischte weil irgend jemand mein Tennisballlager im Bootshaus geplündert hat. - Ich brauche Tennisbälle für Røskva, die nur deshalb immer begeistert mit zum Bootshaus kommt weil sie da mit den kleinen gelben Bällen spielen darf (die sie in unbeobachteten Momenten verbuddelt - wenn sie ihnen nicht das Fell abgezogen hat). Jetzt haben wir wieder einen Vorrat.
Für die ca. 5 km auf dem Neckar benötigten wir knapp zwei Stunden weil wir uns an so vielen Stellen aufhielten.
| Immer wenn Vorauspaddelnde plötzlich absacken ist mit einer Stufe zu rechnen |
Samstag, 4. Juni 2011
Dreimal paddeln
Da wo am evangelischen Stift der Kompost abgelagert wurde womit sämtliche Vegetation wirksam abgetötet wurde hat das Winterhochwasser großzügig Uferböschung mitgenommen. Diese Wunde ist bis heute nicht verheilt. Es macht auch nicht den Eindruck, dass irgendjemand etwas dagegen unternimmt. Dabei sind jetzt immer mehr Kähne auf dem Neckar unterwegs. Mich verleitet das dazu die Vormittagsstunden für meine Neckarrunden zu wählen damit ich noch ohne Gedrängel durch komme. Als ich anschließend am Steg ankam lag da schon ein Kahn für eine vergnügliche Picknickfahrt bereit. Immerhin haben sie ihn am unteren Ende des Anlegers fest gemacht, so dass ich das Boot ohne größere Schwierigkeiten anlanden konnte.
Nachtrag: Am Nachmittag bin ich erneut aufs (und ins) Wasser gegangen. Es sind Hitzegewitter angekündigt und die dafür notwendige Hitze fordert förmlich zum Baden auf. Zu diesem Zweck bin ich zum zweiten Wehr hinauf gestakt, habe mir ein Plätzchen gesucht, an dem nicht so viel los, das Wasser aber tief genug ist, mir die Kleider vom Leib gerissen und bin ein Weilchen in der kaum wahrnehmbaren Strömung geschwommen.
Auf dem Rückweg und beim Nach Hause radeln konnte ich feststellen, dass auf den Neckararmen, die durch die Stadt fließen, "der Bär tanzt". Es ist jede Menge los und das weckt doch meine Neugier. Vielleicht werde ich am späteren Abend noch eine dritte Paddelrunde an diesem Tag absolvieren.
Nachtrag: Am Nachmittag bin ich erneut aufs (und ins) Wasser gegangen. Es sind Hitzegewitter angekündigt und die dafür notwendige Hitze fordert förmlich zum Baden auf. Zu diesem Zweck bin ich zum zweiten Wehr hinauf gestakt, habe mir ein Plätzchen gesucht, an dem nicht so viel los, das Wasser aber tief genug ist, mir die Kleider vom Leib gerissen und bin ein Weilchen in der kaum wahrnehmbaren Strömung geschwommen.
Auf dem Rückweg und beim Nach Hause radeln konnte ich feststellen, dass auf den Neckararmen, die durch die Stadt fließen, "der Bär tanzt". Es ist jede Menge los und das weckt doch meine Neugier. Vielleicht werde ich am späteren Abend noch eine dritte Paddelrunde an diesem Tag absolvieren.
Noch'n Nachtrag: Wir waren tatsächlich noch unterwegs - zunächst zu viert. Ole stieg dann unterwegs aus um heim zu laufen (bergab paddeln ist angenehmer als zurück zum Bootshaus) und wir paddelten zu dritt zurück (dabei verweigerte Røskva auf beiden Strecken die Mitarbeit). Das Bild ist reichlich unscharf aber es zeigt eine bedeutsame Tübinger Sehenswürdigkeit.
Freitag, 3. Juni 2011
Noch mal Kajaktraining
Wie Dienstag vor einer Woche hatte unser Trainingskoordinator wieder einen Kajakinteressierten einbestellt ohne dass ein Kajaktrainier anwesend war. Grummelnd und mürrisch bin ich also wieder in mein kleines rotes Böötchen gestiegen und habe die Grundkenntnisse des Kajakpaddelns, die ich mir so angeeignet habe, vermittelt.
Wir haben die flache und die hohe Stütze geübt, Kehrwasserfahrten mit und ohne Paddel, Traversieren - was man eben so macht in diesen kleinen Booten. Rolf hat eifrig mit seiner schicken neuen Kamera fotografiert und wenn er mir die Bilder schickt stelle ich sie - wenn sie nicht zu kompro- mittierend sind - hier ein.
Für Sonntag haben wir uns zum Paddeln verabredet. Wir wollen den Neckarabschnitt zwischen Wendlingen und Plochingen paddeln. Da gibt es einige Stufen und die "Wendlinger Welle", in der die Kajakfreestyler üben - wenn sie genug Wasser hat. Davon dürfte Sonntag eher zu wenig da sein. Schon heute ist der Wasserstand 10cm niedriger als gestern.
Wir haben die flache und die hohe Stütze geübt, Kehrwasserfahrten mit und ohne Paddel, Traversieren - was man eben so macht in diesen kleinen Booten. Rolf hat eifrig mit seiner schicken neuen Kamera fotografiert und wenn er mir die Bilder schickt stelle ich sie - wenn sie nicht zu kompro- mittierend sind - hier ein.
Für Sonntag haben wir uns zum Paddeln verabredet. Wir wollen den Neckarabschnitt zwischen Wendlingen und Plochingen paddeln. Da gibt es einige Stufen und die "Wendlinger Welle", in der die Kajakfreestyler üben - wenn sie genug Wasser hat. Davon dürfte Sonntag eher zu wenig da sein. Schon heute ist der Wasserstand 10cm niedriger als gestern.
Donnerstag, 2. Juni 2011
Steinlachstufe
Im Mai vor einem Jahr bin ich mit Mac die Steinlach hinunter gepaddelt und an der Stufe in Derendingen jämmerlich gekentert. Anschließend zog mich Klemens, der das Kenterbild vor lauter Aufregung verwackelt hat, mit dem Wurfsack aus dem Rücklauf. Aber das schildere ich an anderer Stelle ausführlich. Und richtig gerne erinnere ich mich nicht daran, auch wenn es eine lehrreiche Erinnerung ist.
Nun hat Klemens heute mal die Stufe bei Niedrigwasser fotografiert. Auf dem Bild wird klar, dass ich (vor allem weil ich die Stufe nicht vorher angesehen habe) bei meiner Abfahrt exakt die Kante des Absatzes getroffen haben, den die Kanalbauer da so liebevoll hin modelliert haben. Wozu er (außer für Kenterungen) gut sein soll erschließt sich mir nicht.
Nachtrag: Am Spätnachmittag bin ich noch einmal Neckaraufwärts gestakt. Mit viel Rückenwind bin ich bis zum zweiten Wehr gekommen und musste mich dann wieder flussab gegen den Wind vorankämpfen. Verkehrte Welt"
Nun hat Klemens heute mal die Stufe bei Niedrigwasser fotografiert. Auf dem Bild wird klar, dass ich (vor allem weil ich die Stufe nicht vorher angesehen habe) bei meiner Abfahrt exakt die Kante des Absatzes getroffen haben, den die Kanalbauer da so liebevoll hin modelliert haben. Wozu er (außer für Kenterungen) gut sein soll erschließt sich mir nicht.
Nachtrag: Am Spätnachmittag bin ich noch einmal Neckaraufwärts gestakt. Mit viel Rückenwind bin ich bis zum zweiten Wehr gekommen und musste mich dann wieder flussab gegen den Wind vorankämpfen. Verkehrte Welt"
Umdisponieren
Eigentlich wollte ich mich mit Andreas und Charlotte treffen, die zwischen acht und neun am Bootshaus starten wollten. Ich war aber erst um halb Neun da und musste im Lauf der halben Stunde, die ich da herumräumte und meine Paddelsachen ordnete feststellen, dass sie entweder schon weg waren oder umdisponiert hatten. Also habe ich auch umdisponiert, den Solocanadier aufs Autodach geladen, und bin - wie vergangenen Sonntag - zum Poling nach Sulzau gefahren.
Es hat in unseren Breiten die vergangenen 24 Stunden ausgiebig geregnet und der Wasserstand war erkennbar höher. Das hat mir das Treideln im unteren Bereich (oberhalb der Sulzauer Brück) erspart aber im Mittelteil für erhöhte Schwierigkeiten gesorgt, die ich aber - mit ein wenig Aufwand - bewältigen konnte. Ich hatte meine Wildwasserweste angezogen und ärgerte mich immer wieder über die ganzen Bänder und Riemen, in denen ich mich beim Poling verfange indem ich sie beim Greifen der Polingstange mit erwische und damit hängen bleibe. Ich muss mir künftig fürs Poling so eine alte Schaumstreifenweste aus dem Bootshaus mitnehmen - die passt dann auch zu dem ausrangierten alten Helm, den ich am Golfplatz immer aufsetze.
Im oberen Bereich - unterhalb des eingefallenen Holzwehrs - erleichterte mir der höhere Wasserstand das Vorankommen. Ich habe es bis knapp unter das Wehr geschafft. Eine Überquerung des Wehrs traue ich mich noch nicht.
Es hat in unseren Breiten die vergangenen 24 Stunden ausgiebig geregnet und der Wasserstand war erkennbar höher. Das hat mir das Treideln im unteren Bereich (oberhalb der Sulzauer Brück) erspart aber im Mittelteil für erhöhte Schwierigkeiten gesorgt, die ich aber - mit ein wenig Aufwand - bewältigen konnte. Ich hatte meine Wildwasserweste angezogen und ärgerte mich immer wieder über die ganzen Bänder und Riemen, in denen ich mich beim Poling verfange indem ich sie beim Greifen der Polingstange mit erwische und damit hängen bleibe. Ich muss mir künftig fürs Poling so eine alte Schaumstreifenweste aus dem Bootshaus mitnehmen - die passt dann auch zu dem ausrangierten alten Helm, den ich am Golfplatz immer aufsetze.
Im oberen Bereich - unterhalb des eingefallenen Holzwehrs - erleichterte mir der höhere Wasserstand das Vorankommen. Ich habe es bis knapp unter das Wehr geschafft. Eine Überquerung des Wehrs traue ich mich noch nicht.
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