Freitag, 9. September 2011

Letztes Ferientraining


Die Sommerferien gehen auch bei uns einmal zu Ende. Heute war letzter Ferientag - nach dem Wochenende geht die Schule wieder los. Wir haben trotz Ferien reguläres Training betrieben. Training heißt bei uns häufig eher gemeinsam ein wenig paddeln, plaudern und das eine oder andere ausprobieren. So hat Klemens heute z.B. Andrés Finkenmeister ausprobiert. André hat den erst neulich gekauft und tastet sich allmählich wieder ans Paddeln heran - er hat sich früher in Slalombooten herumgetrieben.


Der Finkenmeister ist erheblich breiter als jedes Slalomboot. Klemens kam richtig gut damit zurecht. Nur das mit der Rolle klappt in seinem offenen Boot deutlich besser...

 

Wir haben beschlossen, dass wir Sonntag paddeln gehen. Wo wissen wir allerdings noch nicht. Besonders viel Wasser fließt gegenwärtig nicht auf den Flüssen in der näheren Umgebung und weit fahren wollen wir eigentlich nicht.

Dienstag, 6. September 2011

Letzte Chance

Da heute nochmal schönes Wetter war habe ich mich kurz entschlossen gleich nach der Arbeit zum Bootshaus begeben (nicht ohne Zwischenstop zuhause, wo ein kleiner eifrig schwanzwedelnder Hund mir seine Begleitung aufdrängte). Beim Bootshaus war allerhand los und Røskva und ich sind nicht besonders lang auf dem Wasser gewesen. Die Kamera habe ich auch vergessen. Drum muss ein Archivbild reichen.

Montag, 5. September 2011

Mission unaccomplished


In meinem Auto habe ich tatsächlich gut geschlafen aber kurz nach sieben bin ich schließlich doch aufgestanden, habe mir ein Müsli gemacht und bin unter tief hängenden Wolken hinunter zum Fluss gegangen. Am frühen Morgen hatte es aufgehört zu regnen aber der Regen der ganzen Nacht hatte dafür gesorgt, dass ungefähr doppelt so viel Wasser im Fluss floss als am Vortag. Im Beizi nahm ich zusammen mit Frank, Nils, Arno und Flo noch einen Kaffee zu mir. Dann traf ich noch James mir dem ich kurz plauderte.
Um 10:00 Uhr fuhren wir verblüffend pünktlich ab an die Einsatzstelle bei der Glennermündung wo jetzt auch die Sonne herauskam. Elke begleitete uns und fuhr mein Auto anschließend wieder zurück.


Michl und ich waren die ersten auf dem Bach, der reichlich graues Wasser führte (wahrscheinlich wäre es genug für eine Befahrung gewesen) und paddelten gleich zur Glennermündung von wo aus auch schon Florian und Martina zu sehen waren, die den Zuge genommen hatten. Just in dem Augenblick kam Nils Kajak den Glenner herunter getrieben und ich zog es heraus. Nils sollte später noch Gelegenheit bekommen sich bei mir tatkräftig zu revanchieren.


Im Vorderrhein floss reichlich braunes Wasser (mir schon zu viel) das sich mit dem grauen aus dem Glenner vermischte. Es bildeten sich große Wellen die ich - wo ich konnte mittels „Chicken Line“ umfuhr. Trotzdem musste ich immer wieder das Boot ausleeren. Bis zum Schwarzen Loch war das auch recht vergnüglich. Dort scouteten wir ausgiebig und das "Loch" verlor erst mal seinen Schrecken weil eigentlich alles gut machbar erschien.


Die „Cracks“ fuhren zunächst vor und sicherten auf halbem Weg. Ich kam den oberen „wilden Abschnitt“ gut hinunter, fuhr ins linke Kehrwasser vor der Prallwand und startete dann (nach einer Bootentleerung) mit einer Traverse hinüber zum rechten Kehrwasser wo schon einige warteten. Ich setzte zu weit unten an, kam quer vor eine wuchtige Welle und kenterte offside. Ich bekam immerhin das Boot zwischen mich und die Prallwand schwamm ein Weilchen bis Sabrina, Nils und Michl auftauchten. Sabrina nimmt mich in ihrem flinken Slalomboot in Schlepp (und kam sich mit dem Balast sicher alles andere als flink vor). Nils und Michl bargen mein Boot (es gelang ihnen es aufzurichten, so dass es etwas leichter zu dirigieren war). Nach vielleicht 100 Metern (gefühlten 2-300) war ich wieder an Land und sortierte mich. Der Umstand, dass ich nicht der einzige war, der dort schwamm und dass diese Kenterung offside erfolgte tröstet mich nicht unbedingt. Bisher habe ich das berüchtigte Schwarze Loch stets gut bewältigt. Aber es ändert sich auch von Jahr zu Jahr.


Auch der untere Abschnitt der „Schwarzes-Loch“-Passage war für meine Verhältnisse etwas hakelig und ich war ja nun etws eingeschüchtert. Aber mit einigen Litern Wasser im Boot kam ich schließlich gut hinunter. Ab da bis VErsam bietet der Vorderrrein keine größeren Herausforderungen.


In Versam nahmen wir bei einsetzendem Regen noch Kaffee und Schokokuchen zu uns. Dann verabschiedete ich mich und fuhr so gegen 15:30 Uhr los. Auf der Heimfahrt gab ich mir Crosby, Stills, Nash and Young, und fuhr in Horb am Ende eines Staus von der Autobahn.Kurz vor 20:00 Uhr war ich zuhause.


Die ECBA Summer School muss ja nun leider ein weiteres Mal stattfinden weil Jan und Cordula nicht dabei sein konnten (sie hat ihre Mission nicht erfüllt). Ich bedauere das nicht und werde versuchen wieder dabei zu sein. Meiner Meinung nach kann diese Veranstaltung gerne zur Tradition werden.

 

Nachtrag: Von Florian gibts inzwischen auch jede Menge Bilder. Sie sind HIER zu finden.

Verkehrte Welt

Weil Klemens und Anita sich dafür entschieden hatten schon am Samstagabend wieder heim zu fahren fuhren wir jetzt doch in mehreren Autos zur Mini-Armada. Die war zustande gekommen weil Jan vor der C-Boat-Armada im Frühjahr gequengelt hatte, dass es doch ein niederschwelligeres Angebot in kürzerer Distanz geben sollte. Sabrina griff diesen Vorschlag auf und initiierte die "ECBA Summer School". Im Wildwasserboard rotteten wir uns dann zusammen und dieses Wochenende war es nun endlich so weit.


Da ich alleine fuhr konnte ich zügig morgens um 5:00 Uhr starten und frühstückte erst gegen 8:00 in Chur. Die Straßen waren frei, im Autoradio dröhnten die Dixie Chicks und die aufgehende Sonne rückte die morgendliche Alpenwelt ins beste Licht. Gegen 9:00 Uhr war ich dann in Versam am Bahnhof, wo Klemens und Anita kurz vor mir eingetroffen waren. Viele andre waren offenbar schon am Vorabend eingetroffen (Sabrina, Veronika, Matt und Jo,...). Michl und Elke kamen kurz nach mir und auch Frank, Nils, Arno und Retho kamen noch vor 10:00. Wir zogen uns um und gingen aufs Wasser, von dem nicht richtig viel da war. Gerade als das Vorgeplänkel an der Einsatzstelle vorbei war und wir ernstlich lospaddeln wollten kam Siggi noch angehetzt.


Es entwickelte sich eher eine gemütliche Wanderfahrt - die wenigen Spielstellen wurden hinreichend gewürdigt aber der Schwerpunkt der Veranstaltung lag eindeutig auf dem sozialen Austausch.
Das eine oder andere Experiment an Wellen und Wälzchen führte auch mal zur Kenterung aber in so einen Großrudel sind ja immer hinreichend viele helfende Hände zur Stelle um den "Verunglückten" schnell wieder ins Boot zu bekommen -  wenn er sich nicht - wie Frank - mittels Rolle selbst wieder aufrichtete.

Die unterschiedlichsten Boote waren unterwegs. Das einzige Boot, das doppelt vorkam war der Dagger Phantom: Jo paddelte ebenfalls einen solchen - so trafen sich sich mein Boot mit einem der einzigen beiden in Mitteleuropa bekannten Artgenossen. 
Martina und Florian paddelten in einem gelben und mit seinem Holzsüllrand erstaunlich hübschen NovaCraft-Prospector. Sabrina paddelte einen schlanken Slalom-C1, Flo war im 1,50 Meter kurzen Blackfly unterwegs, Matt paddelte James' (den ich an diesem Samstag nur mal kurz aus der Distanz gesehen habe) L'edge, Arno einen Outrage, Retho einen Ocoee, Frank einen Taureau, Siggi seinen Quake, Veronika den Nitro ihres Vaters,...


Für die vier Kajak-Paddler/innen musste dieser Tag ein "Verkehrte Welt"-Erlebniss ein. Sonst ist es immer anderst - in einem Rudel Kajaks ist ein eizelner OC die Ausnahme.


Wir kamen kurz vor der Zugabfahrt in Reichenauan und hetzten mit den Booten zum Bahnhof (nächstes Mal setze ich in Trin aus - da sind es nur 30 Meter - Anita und Michl haben das so gemacht), so das nicht mehr alle Zeit hatten ein Ticket aus dem Bahnsteigautomaten zu ziehen. Meine 15 Minuten Bahnfahrt mit Boot im Gepäckwagen ließ sich die Schweizer Bahn deshalb (Strafgebühr) mit 24,90 SFR bezahlen, was meine Neigung dort Zug zu fahren stark vermindert.

In Versam stiegen wir wieder aus, zogen uns um und nahmen erst einmal Kaffee und Kuchen zu uns. Dabei merkten wir gar nicht, dass sich fast alle doch noch einmal nach Illanz zu einer zweiten Abfahrt auf dem oberen Abschnitt aufgebrochen waren.

Anita, Klemens und ich machten stattdessen einen Spaziergang, ich vermaß mit Hilfe eines herum liegenden Asts Tom's (Kanuschule Versam) M.E., dem verkürzte Thwarts eingebaut wurden um ihm schmal zu machen. Das will ich mit meinem auch mal ausprobieren.

Anschließend verabschiedeten wir Anita und Klemens, die wieder heim fuhren. Ich rüstete mein Auto für die Übernachtung - es lässt sich darin prima schlafen, was ich vorher nicht wusste. Elke, Michl und ich gingen noch kurz im eisigen Wasser des Vorderrheins baden (ich war nur sehr kurz und eigentlich nur teilweise im Wasser).

Abends nahm ich dann noch sündhaft teure Spaghett im Linx-Beizi zu mir und saß dort mit Michl, Elke und Arno zusammen. Später - als die Illanz-Paddler alle wieder da waren - plauderten wir noch ein wenig bei den Booten. Die meisten trafen sich noch an der Feuerstelle am Flussufer. Als Michel, Elke und ich zu ihnen ans Feuer wollen begann es zu regnen. Es war schon nach 21:00 Uhr und angesichts dessen, dass ich schons eit 5:00 Uhr auf den beinen war zog es mich ins Bett. Regen prasselte aufs Autodach. Ich schlief schnell ein. So verpasste ich offenbar einen langen unterhaltsamen Abend unter dem Bahnhofsvordach.

Klemens hat einige Bilder gemacht, die hier zu finden sind. Meine Bilder des ganzen Wochenendes sind hier.

Mittwoch, 31. August 2011

Verabredungen

Diesen Dienstagabend habe ich es erfreulicherweise wieder zum Bootshaus geschafft. Rolf ist aus dem Urlaub zurück und strahlt (zumindest auf dem mißratenenen Foto). Wir sind hinunter zum Biergarten gepaddelt und haben es uns dort gut gehen lassen.


Im Laufe des Abends traf eine ganze Reihe von anderen Booten ein und wir konnten das kommende Wochenende am Vorderrhein besprechen. Aller Voraussicht nach werden wir jetzt doch erst Samstagmorgen in aller Frühe starten - wenn das Wetter mitmacht.
Gegenwärtig sieht es so aus, als ob wir zu viert fahren - das geht gerade noch mit einem Auto (mit vier Booten auf dem Dach...).

Sonntag, 28. August 2011

Skinny Dipping

Am Nachmittag bin ich tatsächlich noch einmal baden gegangen. Ich habe das Boot bis zum Hirschauer Wehr geschoben, bin dort eingestiegen und bis zu der alten Badeplattform, die ich vergangenen Sonntag entdeckt habe, gepaddelt. Dann habe ich mit der mitgebrachten Säge ein paar kleine Veränderungen vorgenommen und ein Seil an einem starken Ast fest gemacht, so dass das Aus-dem-Wasser-steigen etwas einfacher geht.

 
Der Neckar ist an der Stelle so tief, dass ich kein einziges Mal Grundberührung hatte und keine Bedenken hätte hinein zu springen (wenn dabei nicht Gefahr liefe Wasser zu schlucken - das möchte ich im Neckar bei allem Zutrauen zur vortrefflichen Wasserqualität vermeiden). Ich hatte weiter nichts zu tun und habe mit der kleinen Kamera einen kurzen Badegang (sittsam) dokumentiert.


Nachdem ich mich hinreichend abgekühlt hatte und von der Sonne wieder getrocknet war zog ich mich wieder an und paddelte (das Wehr und die raue Rampe bei Hirschau umtragend) über die spiegelglatte Wasserfläche zurück zum Bootshaus.


Gefallener Stern


Das wider Erwarten blendend schöne Wetter und das ausgeprägte Schlafbedürfnis meiner Söhne hat mich recht früh aufs Wasser gelockt. Ich bin Flussaufwärts gepaddelt und bis zum zweiten Wehr gekommen. Dort habe ich kurz überlegt noch weiter zu umtragen, mich dann aber aufgrund der unwegsamen Tragestrecke zum Umkehren entschieden - vielleicht schiebe ich das Boot am Nachmittag noch einmal dort hinauf und setze dann - wie letzten Sonntag - oberhalb des Hirschauer Wehrs ein.

Auf dem Rückweg habe ich unter der Straßenbrücke nach Hirschau allerhand mutwillig ins Wasser geworfene Gerümpel inspiziert. Außer zwei LKW-Reifen, einem Einkaufswagen und einem Gartenstuhl liegt dort auch ein gefallener Stern. Schließlich bin ich wieder zurück zum ersten Wehr gepaddelt, habe das umtragen und bin dann den Rest der Strecke im Boot stehend bis zum Bootshaus gestakt.

Das Wasser war - anders als gestern, als es noch von heftigen Windböen gekräuselt wurde - spiegelglatt. Kleine Schönwetterwolken waren am Himmel und in der Sonne wurde mir schnell richtig warm.
Was liegt näher als am Nachmittag noch einmal an eine ruhige Neckarstelle zu paddeln und ein kleines Bad zu nehmen? Vielleicht nicht gerade im Nahbereich Tübingens wo dann sicher viel los ist.