Donnerstag, 28. Juni 2018

Fjällbacka


Nachdem ich - nach einem ausgiebigen Frühstück - meinen einsamen aber bestens ausgestatteten Weltkulturerbe-Übernachtungsplatz verlassen habe bin ich erneut nach Veddö gefahren, habe dort am südlichen Ende des Halses das Boot ins Wasser gesetzt, eine verlässliche Seekarte auf dem Bootsboden mit Wasser fest-"geklebt" und habe mich Richtung Fjällbacka auf den Weg gemacht.


Morgens weht noch kaum Wind und in den geschützten Bereichen ist das Meer spiegelglatt.


Es ist dennoch gar nicht so leicht zwischen all den Inseln zu navigieren. Ich meinte noch Munkholmen zu umrunden, war aber schon um die nächste Insel herum gefahren und Fjällbacka kam in Sicht. Dort machte ich das Boot am Gastanleger fest.


Ich stiefelte ein wenig durch den erwachenden Ort, schwelgte in bald 30 Jahre alten Erinnerungen und nahm dann eine Zimtschnecke und einen Kaffee in einer kleinen Bäckerei zu mir. Neben mir saß die Bäckerin, die schon einen halben Arbeitstag hinter sich hatte und ebenfalls frühstückte (vermutlich zum wiederholten Mal). Die Ortsansässigen kamen vorbei, holten sich Backwerk und es wurde eifrig geplaudert.


Ich machte mich wieder auf und nahm die Außenroute zurück. Selbst dabei läuft man nicht Gefahr aufs offene Meer zu geraten. Es sind immer noch zahlreiche Inseln vorgelagert. Unter anderem die, auf der Ingrid Bergman Ende der 50er Jahre ihre Sommer verbrachte. Aus dieser Zeit - und neuerdings als Schauplatz von Kriminalromanen - bezieht Fjällbacka seine Bekanntheit.

Erst nach einer längeren Pause und einer Zwischenmahlzeit am im Schatten stehenden Auto machte ich mich noch einmal auf um meinen kleinen Badestrand seiner Bestimmung nach zu nutzen Ich entledigte mich entbehrlicher Textilien und genoss die Sonne.

Irgendwann nahm ich wahr, dass mein schütteres Haar nicht mehr den Lichtschutzfaktor aufweist, den es einstmals hatte, setzte meine Mütze auf und machte mich auf den Rückweg.


Ich kurvte noch ein wenig nach Süden, erkundete das Naturschutzgebiet Valön und kehrte dann zurück zu dem Platz, an dem ich die letzte Nacht verbracht hatte. Hier nahm ich eine improvisierte Dusche (der Wassersack lässt sich ideal am Boot befestigen), bereitete ein Abendessen zu und verbrachte eine weitere ruhige Nacht.


Jetzt befinde ich mich auf der Rückfahrt und werde wohl erst wieder von zuhause aus berichten, was ich auf dieser Fahrt erlebt habe. Vielleicht paddele ich noch auf der Mecklenburger Seenplatte oder im Spreewald. Durch Berlin fahre ich ja sowieso hindurch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen