Dienstag, 4. Oktober 2011

Inn: Imster am Montag


An diesem Morgen waren die meisten Gläser schon gespült. Gefrühstückt wurde etwas früher und zügiger als sonst denn wir mussten ja noch unsere Sachen packen, die Betten abziehen und das Haus aufräumen. Als das getan war bildeten sich zunächst zwei Fraktionen: die, die noch den Tag über im unteren Engadin blieben und die, die zur Imster Schlucht und an die Ötz wollten. Wir verabschiedeten uns und brachen zur Einsatzstelle in Imst auf. Dort wurden wir Imster-Schlucht-Paddler ausgesetzt und der Autokorso bewegte sich mit der dritten Gruppe weiter zur Ötz.

Wir ließen uns Zeit und paddelten gemütlich die Imster Strecke. So gemütlich das eben ist immer wieder auf Schwallabschnitten mit ziemlich gewaltigen Wellen zu paddeln. Ich hatte mir ja mal vorgenommen die Imster Schlucht ab Mittelwasser nur mit einem Raft zu befahren weil ich die Wellen schon bei Niedrigwasser so einschüchternd fand. Nun musste ich wohl oder übel mit dem Canadier da durch. Die Kenterung von der Tösener und die anschließende lange Schwimmstrecke steckte mir noch in den Knochen, so dass es einiger Zeit bedarf bis es mir gelang das Schaukeln und Hoppsen auf den Wellen zu genießen. Als ich endlich dieses Stadium erreicht hatte waren wir schon an der Memminger Welle, die inzwischen gerade mal nur noch ein Wellchen ist und damit auch an der Ötzmündung, an der wir Pause machten um auf die anderen zu warten.


Um uns die Zeit zu vertreiben beschäftigten wir uns mit Rettungsübungen. Dabei kamen eklatante Defizite zutage. Ich brachte es z.B. nicht fertig meinen 30-Meter Sack ans andere Ufer der Ötz zu werfen, das kaum 20 Meter entfernt war.

Als unsere Ötzfahrer eintrafen kamen auch Rainer mit Holger, Petra und Peter(?!) in ihren Canadiern vorbei. Wir plauderten kurz, machten uns wieder paddelfertig und hoppelten über die letzten zwei/drei welligen Kilometer zur Aussatzstelle.

Dort traf ich noch Barbara, die ich - wie Rüdi, den ich vor drei Tagen auf der Scuolser Strecke getroffen hatte - vom Trainerkurs her kenne. Offenbar treiben sich so manche über dieses verlängerte Wochenende in der Schweiz herum. Das bekamen wir dann auch zu spüren als wir unser Gerümpel verpackt und uns auf den langen Heimweg machten: wir gerieten frühzeitig in den unvermeidlichen Rückreisestau und bekamen deshalb noch einen grandiosen Blick auf die Zugspitze im Licht der untergehenden Sonne geboten. Die Rückfahrt dauerte erheblich länger als die Hinfahrt.

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