Montag, 28. Oktober 2013

"Untere Enz"


Die "Untere Enz" liegt ein ganzes Stück oberhalb des Enzabschnitts, den wir letzten Sonntag gepaddelt sind. Es handelt sich um den letzten so einigermaßen ernst zu nehmenden Wildwasserabschnitt der Enz (die "Große Enz" bei Bad-Wildbad gilt als "richtiger" Wildwasserabschnitt, ist aber auf hohe Pegel angewiesen damit man auf ihr paddeln kann). Auf der "unteren Enz" hatten wir heute auch einen leicht erhöhten Pegel, der Frank, der diesen Abschnitt häufiger paddelt, geradezu ins Schwärmen brachte. Der Pegel in Höfen lag knapp über 80cm.


Zuletzt war ich im März 2009 zwei Mal (erstes Mal und zweites Mal) auf der "Unteren Enz", davor noch einmal im Dezember 2008. Es ist eben doch eine Stunde Fahrt um zu diesem nicht einmal vier Kilometer langen Flussabschnitt zu kommen. Allerdings kann man sich darauf auch gut zwei Stunden oder länger aufhalten oder ihn mehrmals täglich fahren.

Ich traf mich mit Bernhard, Arno und Frank an der Aussatzstelle in Pforzheim. Dann schlugen wir uns über die eigentlich gesperrte Straße ("Belagsarbeiten" mit schikanös geparkter Asphaltiermaschine) zur Einsatzstelle beim Abzweig der L 338 durch.


Auf dem Fluss erwartete uns munter plätscherndes leichtes Wildwasser mit zahlreichen Kehrwassern und einigen Schwallabschnitten. Der spektakulärste davon ist der "Eisenbahnerschwall", den Frank gleich drei Mal hinunter fuhr.



Ich erinnere mich noch, wie mich diese Schwälle vor drei/vier Jahren in Angst und Schrecken versetzt haben. Heute spielten wir eifrig in den stehenden Wellen, Bernhard surfte quasi in jeder davon. Wir nahmen so viele Kehrwasser mit, wie wir finden konnten, und einmal brachte mich ein versteckter Stein offside zum Kentern.


Kurz vor Ende der Fahrt tauschten wir an einem ruhigen Abschnitt Boote aus und mir wurde erneut versichert, dass die Kniepolster meines Skeeters viel zu dicht beieinander liegen. Ich habe ihn jetzt mit nach Hause genommen um das Problem mit einer rauen Raspel zu lösen. Wenn ich die Knie in dem Boot etwas weiter auseinander bekomme gewinne ich dadurch hoffentlich etwas mehr Bootskontrolle.


Eigentlich hatten wir ungeheures Glück mit dem Wetter. Regen war angekündigt aber als wir starteten schien die Sonne. Es tröpfelte dann zwar auch mal aber die Sonne kam immer wieder heraus.
An der Aussatzstelle gab es Hefezopf (Danke Bernhard!) und dann setzte doch noch richtiger Regen ein. Wir machten uns auf die Autos zurück zu holen und kaum dass wir in den Autos saßen brach ein richtiges Unwetter über uns herein. Ich fuhr von der Einsatzstelle direkt zurück nach Tübingen (und es polterte unterwegs noch der eine oder andere Ast aufs ohnehin verbeulte Autodach).
Die anderen mussten erst noch an der Aussatzstelle Ihre Boote aufladen und sind dabei sicher patschnass geworden.


Meine Bilder habe ich in einer Bildergalerie abgelegt.

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