Sonntag, 8. April 2012

Elefanten auf Bäumen

In der lokalen Presse ist gegenwärtig viel davon die Rede, dass in Tübingen nicht der Hund sondern der Elefant begraben liegt. Heute mußte ich eine ähnlich erstaunliche elefantöse Entdeckung machen: Elefanten retten sich bei Hochwasser auf Bäume.

Etwas übersättigt vom Osterbrunch war ich am Sonntagnachmittag vom Bootshaus beim Freibad bis zum oberen Wehr gepaddelt. Dort spielte ich leidlich lustlos in der Strömung unter dem Wehr herum, war aber so antriebslos, dass ich nicht einmal zur Polingstange griff. Ich trat bald den Rückweg an und fuhr dicht am Ufergebüsch flussabwärts. Da erspähte ich ein Tier, das sich ängstlich ins Geäst eines Busches klammerte. Es war ein Elefant.


Vorsichtig näherte ich mich und da er zutraulich wirkte war ich mutig genug ihn vorsichtig aus dem Geäst zu lösen. Offenbar war er beim letzen Hochwasser mitgerissen worden und hatte sich hier in das Geäst gerettet. Ich konnte ihn da nicht so hängen lassen. Also nahm ich ihn mit. So ein Kanu mag für den Transport von Elefanten nicht das geeignetste Vehikel sein aber mein ermatteter Passagier verhielt sich still.

Inzwischen nimmt der Elefant ein wohlverdientes und auch dringend notwendiges warmes Bad und ich überlege, wie er wohl seinem ursprünglichen Besitzer wieder zugeführt werden kann. Ob ich eine Anfrage in der lokalen Presse platziere, die letzthin so engagiert über Elefanten berichtet?

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